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Fußball-Bezirksliga Spvgg. Brennet-Öflingen kassiert Ausgleich in der Nachspielzeit

Fußball-Bezirksliga: Hektik und Emotionen sowie drei Platzverweise beim 1:1 gegen den FC Erzingen

Fußball-Bezirksliga: – Nicht auszumalen, was wohl passiert wäre, hätte Valentin Loparco in der vierten Nachspielminute mit seinem Flachschuss den Brenneter Aushilfs-Torwart Timo Bernauer noch überwunden und so das 2:1 für den FC Erzingen gemacht. Zu diesem Zeitpunkt drohten die Emotionen auf und neben dem Platz zu eskalieren. Schiedsrichter Steffen Fante, der phasenweise Schwerstarbeit leistete, tat das einzig Richtige – und pfiff die hektische Partie vor 170 Zuschauern ab.

Die Gastgeber waren nach dem späten Ausgleich ohnehin bedient. Höchst effektiv hatten sie mit ihrer einzigen Torchance aus heiterem Himmel die Führung erzielt. Mit brachialer Wucht rammte Fabian Schmidt (66.) eine Ecke von Marco Götz ins Netz. Torwart Kevin Simanowski und Luigi Lentisco lagen geschlagen und enttäuscht am Boden.

Ausgerechnet Lentisco hatte versucht, das Tor zu verhindern, wo er doch die Partie schon vor der Pause locker hätte entscheiden können. Drei Mal (4., 35, 45.) scheiterte er am aufmerksamen Manuel Hilpert im Brenneter Kasten. Allein ihm hatten es die ideenlosen Gastgeber zu verdanken, dass das Spiel nicht längst entschieden war.

Nach dem Rückstand taten sich die Erzinger schwer, kamen erst wieder in die Spur, als Sandro D’Accurso mitmischte. Der Torjäger klagte über Schmerzen in der Ferse, wurde beim ersten Ballkontakt genau dort getroffen – Gelb-Rot für Daniel Baumgartner.

Zuvor schon hatte Bernauer Glück, dass er für sein Einsteigen gegen den am Boden liegenden Simanowski nur Gelb gesehen hatte. Der Brenneter Neuzugang wollte von Johannes Baumgartner allerdings gestoßen worden sein. Nun wurde die Partie richtig hektisch. Yannik Böhlers Schlag ins Gesicht von Ronny Bauer blieb ungeahndet, dafür schickte Fante einen Brenneter Zuschauer vom Platz.

In Überzahl drückten die Erzinger noch einmal aufs Tempo. D’Accurso (85.) zielte knapp drüber, Loparco (86.) fand erneut in Hilpert seinen Meister. Dann musste zwar Erzingens Göbel mit Gelb-Rot vom Platz, was nichts änderte.

D’Accurso zog von links in den Strafraum, provozierte clever das Foul von Marcel Leitner. Hilpert mochte es nicht fassen, kassierte erst Gelb fürs Meckern, dann den Strafstoß, an den er fast noch dran kam und zu guter Letzt auch noch Gelb-Rot: „Das war etwas überzogen. Ich hab mich halt geärgert, weil ich genau wusste, wohin Sandro schießt“, so der 21-jährige Schlussmann im Video-Interview mit SÜDKURIER-Regiosport.

Gästetrainer Christoph Fluck war nicht zufrieden: „Natürlich müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Aber wir hätten es schon vor der Pause entscheiden müssen“, haderte er einmal mehr mit der Abschlussschwäche seiner Elf.

 

Video-Interview mit Torwart Manuel Hilpert (Spvgg. Brennet-Öflingen)

 

Video-Interview mit Dominik Flum (FC Erzingen)

 

Video: Das Erzinger Strafstoß-Tor in der Nachspielzeit


 

„Die Jungs ziehen hervorragend mit, was es uns leicht macht“

Seit knapp vier Wochen ist Kapitän Marco Götz (26) mit Daniel Kaiser für den Trainingsbetrieb bei Neuling Spvgg. Brennet-Öflingen verantwortlich. Nach drei Partien hat das Duo sieben Punkte geholt.

Marco, der Start lief – trotz des 1:1 gegen den FC Erzingen – nahezu optimal?

Natürlich. Sieben Punkte nach der miserablen Vorbereitung sind klasse.

Wie schwer war es, zehn Tage vor dem ersten Spiel die Elf zu übernehmen?

In der Tat waren die Voraussetzungen nicht gut. Aber die Jungs ziehen mit, das macht es uns einfach. Wichtig war natürlich der Sieg in Weil, als jeder gefightet hat, bis zuletzt. Schließlich wusste vor dem Spiel keiner, wo wir stehen.

Dem folgte das 2:0 in Wutöschingen und nun fast ein Sieg über den FC Erzingen?

Ich sehe das nicht so euphorisch. In Wutöschingen auf dem kleinen Platz machen wir früh die Tore. Heute gegen den FC Erzingen gewinnen wir zwar, wenn wir es cleverer machen. Aber die die Erzinger waren das Spiel bestimmende Team. Die erste Hälfte haben wr komplett verschlafen!

Aber ihr macht aus der einzigen Torchance das 1:0!

Wir geben halt nie auf, glauben an unsere Chance. Und wissen, dass wir bei Standards immer für ein Tor gut sind.

Am Ende wurde es noch sehr hektisch?

Überflüssigerweise! Natürlich sind Emotionen im Spiel. Das ist auch gut. Aber ich erwarte von einem erfahrenen Schiri auch mal ein beruhigendes Wort.

Fragen: M. Scheibengruber

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