Fußball-Kreisliga A-Ost SV BW Murg setzt schon ein Ausrufezeichen

Fußball-Kreisliga A-Ost: Auftakt nach Maß beim 3:0-Sieg beim SV Albbruck. Torwart Simon Blakowsi wird als Held gefeiert

Fußball-Kreisliga A-Ost: – Schlusspfiff – Jubel beim SV BW Murg. Der Favorit feierte beim 3:0 beim SV Albbruck einen Saisonauftakt nach Maß. Murgs Trainer Sven Oertel sprintete zu seinem Torhüter Simon Blakowski, riss ihn zu Boden und herzte seinen Held. Blakowski hatte beim Stand von 1:0 für die Murger einen Strafstoß von Marco Vögele gehalten und ebnete damit den Blau-Weißen den Weg zum Sieg.

Die Geschichte mit dem berühmten Dosenöffner ist nun schon hinlänglich bekannt. Diesmal war es kein erlösendes Tor. Oertel sah Blakowskis Glanztat als entscheidenden Moment. "Unglaublich. Wenn Simon den Elfer nicht hält steht es in einem Spiel, das wir dominiert haben, 1:1", atmete Oertel tief durch. Er erinnerte sich an die vergangene Saison, als seine Elf solche Spiele noch verloren hatte. Oertel: "In der letzten Runde hätten wir so ein Spiel noch vergeigt."

Kurz nach der Pause ging es ratzfatz. Ein Eigentor von Albbrucks Neuzugang Massimiliano Cafaro (38.) hatte dem SV Blau-Weiß die Führung beschert. Die Murger machten Dampf. Nach dem Wiederanpfiff setzte sich der überragende Pasquale Oddo super durch, vergab das 2:0 für die Gäste. Blakowski gestikulierte wütend. Dann legte Jannik Haiss den Albbrucker Philipp Kirves – Strafstoß. Jetzt geriet der Murger Schlussmann erst Recht in Rage: "Mann – wir hätten das Spiel schon entscheiden können." Er konzentrierte sich sogleich auf den Strafstoß, tauchte in die linke Ecke und parierte. Nur fünf Minuten später spielte Gökalp Uyar Oddo frei. Diesmal ließ sich der Murger Stürmer nicht aus der Ruhe bringen – 2:0. Das war's. Uyar krönte seine starke Leistung noch mit dem 3:0.

Abgezockt spielten die Murger den Sieg nach Hause. "Das war hoch verdient", sagte Oertel. Seine Elf zeigte eine reife Leistung. Obwohl der Trainer gleich auf elf Spieler verzichten musste. Nach 30 Minuten erhöhten die Murger den Druck. Bis dahin war die Partie offen. Es schien fast so, als zermürbte der Favorit den Gegner, der in der Schlussphase in sich zusammen fiel. Außen machte Kapitän Mehmet Yilmaz Dampf, in der Mitte wirbelte Uyar. Bärenstark waren Oddo und Nico Kunzelmann. Hinten ließen die Murger um Abwehrchef Haiss nicht viel zu. Keine Frage: Der SV BW Murg zeigte schon mal, warum er zu den Titelanwärtern zählt. Doch Oertel sah noch Luft nach oben: "Die Chancenauswertung muss noch besser werden." Stolz war er darauf, dass seine Elf den Deckel doch noch drauf machte. Sein junges Team hatte wohl einiges aus der vergangenen Runde gelernt.

Trotz der am Ende deutlichen Niederlage war Albbrucks Trainer Markus Jehle nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Elf: "In den ersten 30 Minuten haben es die Jungs sehr gut gemacht. Wir hatten die Chance, zurückzukommen und haben sie nicht genutzt. Gegen so eine Mannschaft bekommt man nicht viele Chancen."

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"Wir wissen, was wir drauf haben"

Im zweiten Jahr steht Simon Blakowski (34) im Tor des SV BW Murg. Der Bad Säckinger spielte früher beim SV Weil II, FV Degerfelden und SC Rheinfelden. Er hielt beim Sieg in Albbruck einen Strafstoß.

Simon, das war ein Auftakt nach Maß.

Ja. So wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir wollten den SV Albbruck nicht unterschätzen. Aber wir wussten, was wir drauf haben.

Was habt Ihr heute schon gut gemacht?

Wir haben den Gegner dominiert, denke ich. Wenn man bedenkt, dass noch einige Spieler gefehlt haben, war das klasse.

Gibt es noch Luft nach oben?

Luft nach oben gibt es immer. Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Wir hatten kaum Abgänge. Wir haben letztes Jahr schon eine gute Rolle gespielt. Mit der Kameradschaft wollen wir uns noch weiter nach vorne treiben.

Was habt ihr aus der vergangenen Runde gelernt?

Im vergangenen Jahr fehlte uns die Durchschlagskraft. Auch heute haben wir wieder viele Chancen liegen lassen. Ich habe in der Halbzeit gesagt: Wir müssen das zweite Tor schießen.

Dann kam der Strafstoß: Wie wichtig war es, dass Sie ihn pariert haben?

Ich glaube, wenn das 1:1 fällt, wäre alles noch mal richtig spannend geworden. Es war schon wichtig, dass ich den Elfer gehalten habe.

Wie viel Spaß macht es mit dieser jungen Mannschaft?

Wir haben ein super Team, eine Multikulti-Truppe, eine gute Mischung zwischen Jung und Alt. Wir verstehen uns alle gut und unternehmen auch privat einiges zusammen.

Welches Ziel haben Sie sich gesteckt?

Ich bin Fußballer. Also will ich immer das Beste rausholen. Ich persönlich will Platz oder zwei erreichen.

Fragen: Michael Neubert

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