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Marco Beltrani trifft für FSV Rheinfelden

Rheinfelder Verteidiger erzielt fünf Minuten vor dem Ende das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg des FSV Rheinfelden im Hochrhein-Derby der Landesliga gegen den FC Zell. Sieben Punkte aus drei Spielen sorgen beim FSV für eine leichte Entspannung im Kampf gegen den Abstieg

Fußball Landesliga

FSV Rheinfelden -

FC Zell

1:0 (0:0)

Tor: 1:0 (85.) Beltrani. – SR: Francesco Natale (Kandern). – Z.: 140.

Bis zur 85. Minute war die Welt für den FC Zell noch in Ordnung. Auch beim FSV Rheinfelden hatte man sich fast schon auf ein torloses Remis eingestellt. Mit einem Punkt hätten beide Teams in diesem Hochrhein-Derby leben können.

Dann kam alles anders: Den Rheinfelder Verteidiger Marco Beltrani hielt es bei einem Konter nicht mehr in der Abwehr. Auf der linken Seite hatte sich der eingewechselte Vincent Kittel den Ball geschnappt und war nicht mehr zu bremsen. Rechts stand Beltrani mutterseelenallein am Strafraumeck. Er nahm den Ball von Kittel auf und verwandelte ihn cool und unhaltbar zum „Tor des Tages“ im linken Toreck.

Bis zu dieser entscheidenden Szene war die Partie arm an Höhepunkten. „Fußballerisch war das nicht erste Sahne“, musste auch der Rheinfelder Anton Weis nach dem Schlusspfiff zugeben. In der Pause jedenfalls hatte Weis noch keinen Grund zur Freude. „Die erste Hälfte war die schlechteste in der letzten Zeit“, so Weis selbsttkritisch. Auf dem Kunstrasen im Europastadion hatten sich die Gäste ein leichtes Chancenplus erarbeitet. Im Abschluss blieb der FC Zell aber harmlos wie die Gastgeber.

Die Gäste begannen besser, doch Johannes Rapp (13.) zielte genauso daneben wie Teamkollege Daniel Philipp (21.). Später verpasste Kevin Keller den Ball noch knapp vor dem Tor. Der FSV Rheinfelden hatte seine beste Chance durch Patrick Rueb. Kurz vor der Pause traf er bei einer Beltrani-Flanke den Ball nicht optimal.

Nach dem Wechsel war Ralf Kiefer nach einem Ballverlust des Rheinfelders Besart Cibukciu zur Stelle, doch war sein Abschluss zu harmlos (62.). Die beste Chance vergab aber zwei Minuten auf der Gegenseite Anton Weis, der aus zwölf Metern in bester Position den Ball am am Zeller Tor vorbei schob. Besser machte es dann Beltrani fünf Minuten vor dem Ende beim viel umjubelten 1:0 für den FSV Rheinfelden. In der Nachspielzeiit wurde es nochmals knapp für die Platzherren, als ein abgefälschter Schuss von Kevin Keller knapp am Tor von Quintero vorbei strich.

Anton Weis zog ein positives Fazit für seinen FSV: „Das war ein wichtiger Sieg. Sieben Punkte aus den drei Spielen nach der Winterpause sind super.“ Der Zeller Coach Tinh Ngo sah es nüchtern und wollte seinem Team keinen Vorwurf machen: „Vorn hat bei uns heute einfach ein Tick gefehlt.“

FSV Rheinfelden: Quintero – Marra, Cibukciu, Schreiner, Beltrani (88. Kleiner) – Weis, S. Rueb, Baumgartner (84. Polat), P. Rueb (46. Kittel) – Smailji (90. J. Jilg), Stangl.

FC Zell: Fräßle – Kiefer, P. Keller, Rapp, Schwald, K. Keller, Petrovic, Philipp, Muto, Wiessmer, Ruf (53. Mutafoglu).

Bilder vom Spiel im Internet:www.suedkurier.de/sportfotos

Marco Beltrani, FSV Rheinfelden:

"Das Glück war auf unserer Seite"

Defensivmann Marco Beltrani (26) erzielte beim 1:0-Sieg des FSV Rheinfelden gegen den FC Zell den entscheidenden Treffer für seine Mannschaft fünf Minuten vor Ende. Beltrani spielt seine zweite Saison bei den Rheinfeldern und stieß damals vom SV Herten zum Team.

Marco, Sie waren heute mit Ihrem Tor der Mann des Tages.

Der Mann des Tages war ich nicht. Das war heute eine Teamleistung.

Mussten Sie als Verteidiger den Stürmern mal zeigen, wie es geht?

Ich habe gesehen, dass die gesamte rechte Seite frei war und bin nach vorn gestürmt. Vincent Kittel hat mich gesehen und dann war ich mir sicher, dass ich den Ball rein mache.

Hatten Sie noch an den Sieg geglaubt? Die Partie war eher ausgeglichen.

Es war sicher nicht unser bestes Spiel, aber heute hatten wir mal das Glück auf unserer Seite.

Gegen den FC Zell hatten Sie noch eine Rechnung offen.

Ja. In der Vorrunde hatten wir in Zell mit 1:4 verloren. Das war damals eines unserer schlechtesten Saisonspiele.

Wie sieht es aus im Kampf gegen den Abstieg?

Wir sind in den drei Spielen nach der Winterpause ungeschlagen geblieben. Sieben Punkte aus drei Spielen – das ist klasse. Wichtig ist, dass wir gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg gewonnen haben.

Fragen: Gerd Welte

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