Regionalsport Hochrhein Leichtathletik-Bezirk glänzt mit Erfolgen

Vorstand beim Bezirkstag teilweise neu formiert. Ehrung für Top-Athletinnen vom TuS Stetten: Carolin Marchlewski aus Murg und Linda Mutter aus Beuggen

Der Bezirk Oberrhein ist stolz auf seine Leichtathleten. Sie erzielten 2014 einige tolle Erfolge. Herausragend waren die für den TuS Stetten startenden Athletinnen, Hochspringerin Carolin Marchlewski (15) aus Murg und die Siebenkämpferin Linda Mutter (18) aus Rheinfelden-Beuggen. Thomas Rist (Rheinfelden) zeichnete die beiden Ausnahmeathletinnen des Bezirks Oberrhein beim Bezirkstag in Laufenburg-Hauenstein aus.

Carolin Marchlewski wurde mit 1,80 Meter deutsche U 16-Meisterin im Hochsprung und in den Bundeskader berufen. Im Gesamtklassement aller deutschen Hochspringerinnen steht die Murgerin auf Rang sechs. Vereinskollegin Linda Mutter wurde baden-württembergische Mehrkampfmeisterin und Sechste bei den Deutschen. Dank ihrer sportlichen Erfolge erhielt sie ein Stipendium für die USA. Sie beginnt demnächst dort ihr Studium .

Landestrainer Christoph Geissler (Lörrach) berichtete über weitere Erfolge der Oberrhein-Athleten bei badischen, baden-württembergischen, süddeutschen und deutschen Meisterschaften. Darunter den sechsten Platz der U 16-Speerwerferin Jennifer Buckel (LG Hohenfels) bei den Deutschen Meisterschaften und den Landes-Titel für U 16-Speerwerfer Paul Filges (der LG Hohenfels).

Insgesamt holten sich die Athleten des Bezirks in den verschiedenen Altersklassen bei den überregionalen und nationalen Wettbewerben 82 Podestplätze: 15 Titel, 18 zweite und 19 dritte Plätze bei den badischen, fünf Titel, zehn zweite und fünf dritte Plätze bei den baden-württembergischen, einen Vizemeistertitel bei den süddeutschen Meisterschaften, zwei Titel, jeweils drei zweite und dritte Plätze bei den deutschen Titelkämpfen. „Ich habe gestaunt über den Bezirk“, sagte Geissler. Rist ergänzte: „Wir dürfen stolz auf die Leistungen unserer Athleten sein.“

Die gute Vereinsarbeit spiegelt sich in den Erfolgen bei den U 16- und U 14-Vergleichswettkämpfen der Kreise wider. „In den vergangenen zwei Jahren gewannen wir den Wettkampf, 2014 mit deutlichem Vorsprung“, freut sich Jugendwartin Brigitte Müller (Lörrach).

Rist zog vor den Vertretern der fast 30 Bezirksvereine eine positive Bilanz. Alle Veranstaltungen seien gut gelaufen. Lob vom Verband erntete der TuS Stetten für die Badischen Meisterschaften der Aktiven, U 20 und U 18 im Juni. Der Bezirk wird 2015 mit den Mehrkampfmeisterschaften erneut Gastgeber einer badischen Meisterschaft sein.

Positiv ist die Entwicklung im Kampfrichterwesen. Nach anfänglicher Gegenwehr habe man im Bezirk die Forderung nach lizenzierten Kampfrichtern akzeptiert. Kampfrichterwart Dieter Eckert (Wehr) freute sich über den mit 66 Teilnehmern sehr gut besuchten Kampfrichtergrundlehrgang in Wehr im April. Ein weiter Lehrgang wird im Winter in Rheinfelden angeboten. Laut Rist zeigen vor allem junge Athleten ein Interesse an der „Kampfrichterei“.

Kritisch betrachtete Wettkampfwart Thomas Richter (Weil) die Leichtathletik der Kinder (Altersklassen U 10 und U 8). Hier gibt's nur Mannschaftswettbewerbe: „Der anfängliche Elan ist gebremst, der entscheidende Kick fehlt.“ Mittlerweile veranstaltet nur noch der TV Schwörstadt einen entsprechenden Wettkampf. Wünschenswert sei ein Beauftragter, der die Kinderleichtathletik fördert. „An sich ist die Kinder-Leichtathletik in der Talentsichtung eine gute Sache – wenn die Talente danach weiter gut betreut werden“, so Geissler.

Neu formiert wurde der Vorstand. Wiedergewählt wurden der Vorsitzende Thomas Rist, Stellvertreter Thomas Richter, Kampfrichterwart Dieter Eckert, die Jugendwarte Brigitte Müller und Helmut Vogler (Tiengen) sowie Beisitzer Peter Dörsch (Rheinfelden).

Thomas Rolle (Albbruck) löst Bertold Schlageter (Weil) als Kassierer ab. Neue Beisitzer sind Christoph Geissler, Heide Wallner (Steinen), Raimund Huber (Bad Säckingen) und Rudi Oeschger (Grenzach). Das Amt des Pressewarts bleibt nach dem Rücktritt von Claudia Marchlewski (Murg) vakant.


„Wir sind auf einem guten Weg“

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Abteilungsleiter Thomas Rist (57) vom TV Rheinfelden ist seit vier Jahren Vorsitzender des Leichtathletik-Bezirks Oberrhein.Thomas Rist, wie steht der Bezirk Oberrhein da?

Wenn ich höre, was Landestrainer Christoph Geissler über die sportlichen Erfolge unserer Athleten berichtet, sind wir auf einem guten Weg. Ein Problem haben wir bei den Männern. Die Frauen und Mädchen sind im Vergleich überproportional besetzt. Das geht schon bei den Kleinen los. Buben kicken halt lieber. Aber wichtig ist, die Kinder treiben einen Sport. Stolz sind wir auf die Dichte in der U 16. Mit unseren Mannschaften sind wir bei den Badischen steht's sehr gut vertreten. Was Einzelerfolge betrifft: Deutsche Meistertitel haben wir nicht jedes Jahr.

Wettkampfwart Thomas Richter erwähnte Probleme bei den Kindern?

Es ist schwierig, weil es nur eine Mannschaftswertung gibt. Betreuer und Kinder bemängeln, dass es keinen Ersten, Zweiten und Dritten gibt. Eine Mannschaft besteht aus sechs bis elf Kindern. Die wenigsten Vereine schaffen es, pro Altersklasse so viele zu melden. Das Programm mit den einzelnen Übungen ist super fürs Training, aber beim Wettkampf ist es problematisch.

Könnte ein Beauftragter für die Kinder-Leichtathletik etwas bewegen?

Ich glaube nicht, dass er das Problem lösen könnte. Vor allem müssten wir erst jemanden finden, der das macht.

Ist das Ehrenamt generell ein Problem in der Leichtathletik?

Ich finde, es war relativ einfach die Vorstandsämter zu besetzen. Jeder Verein, der Wettkämpfe ausrichtet, hat jemanden im Vorstand. Bei den Kampfrichtern kassierten wir vor drei Jahren ein „Reuegeld“, wenn ein Verein keinen Kampfrichter stellt. Das haben wir einmal gebraucht, seither funktioniert's.

Fragen: Michael Neubert

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