Regionalsport Hochrhein Gold für Tarnowski und Ullmann

Mit sieben Medaillen fiel der Saisoneinstieg der Leichtathleten des Bezirks Oberrhein bei den baden-württembergischen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe bedeutend besser aus als vor Jahresfrist in Sindelfingen. Waren es damals drei Goldmedaillen, so erreichten die südbadischen Sportler dieses Jahr zwei Mal Gold, drei Mal Silber und zwei Mal Bronze.Zu neuen Höhen schwang sich Hochspringer Sven Tarnowski vom TV Rheinfelden auf.

Hochspringer Sven Tarnowski vom TV Rheinfelden gewann mit persönlichem Rekord von 2,22 Meter die Goldmedaille bei den baden-württembergischen Meisterschaften der Aktiven und Jugend in Karlsruhe.
Hochspringer Sven Tarnowski vom TV Rheinfelden gewann mit persönlichem Rekord von 2,22 Meter die Goldmedaille bei den baden-württembergischen Meisterschaften der Aktiven und Jugend in Karlsruhe. | Bild: ralf görlitz

Mit 2,22 Meter steigerte er sich zu einer persönlichen Bestleistung. „Ich bin vergangene Woche im Training schon über 2,20 Meter gefloppt. Ich wusste, dass es klappen könnte.“ Als Tarnowski bei 2,07 Meter in den Wettkampf einstieg, waren die Konkurrenten bereits ausgeschieden. Nur zwei Gaststarter aus Ungarn und der Türkei dienten noch als Motivationshilfe. Diese hatte der Titelverteidiger gar nicht nötig: 2,07, 2,13 und 2,18 Meter meisterte er souverän gleich im ersten Versuch – nach 2,10 m war der Türke als letzter Gegner ausgeschieden. Für die 2,22 Meter benötigte Tarnowski zwar zwei Versuche, aber die Freude über den Rekord war groß. Auch bei den anschließenden Versuchen über 2,25 Meter war er nicht chancenlos. „Es hat am Ende etwas die Kraft gefehlt. Der Wettkampf hat sich sehr in die Länge gezogen. Vielleicht hilft diese Leistung, in das ein oder andere Meeting zu kommen. Das wäre klasse.“ Eine Medaille bei den Deutschen Hallenmeisterschaften ist nun das Ziel.

Am ersten Wettkampftag hatte Christopher Ullmann vom ESV Weil bereits sein großes Talent gezeigt. Der Schweizer U 18-Meister von 2011 aus Bad Säckingen setzte sich im vierten Durchgang des U 20-Weitsprung-Wettbewerbs mit 6,98 Meter an die Spitze des Felds. Im fünften Versuch legte er mit 7,02 Meter noch ein paar Zentimeter drauf und sicherte seinen Titel mit neun Zentimetern Vorsprung auf den Ulmer Julius Sommer.

Als Edelmetall-Sammlerin betätigte sich seine Vereinskameradin Celine Albisser. Die Mehrkämpferin aus dem schweizerischen Frenkendorf holte Bronze und zwei Mal Silber. Die erste Plakette holte sie sich beim Weitsprung. Im sechsten Versuch schaffte sie 5,74 Meter und schob sich auf den dritten Platz. Ein Zentimeter fehlte zu Silber, fünf zu Gold. Beim Dreisprung, ihrer Paradedisziplin, wo sie im Baselbiet schon den Kantonalrekord hält, schaffte die Nachwuchsathletin mit 11,61 Meter nicht den Sprung über die für sie gewohnte Zwölf-Meter-Marke und musste sich mit Rang zwei zufrieden geben. Im Hürden-Finale gab es einen hauchdünnen Einlauf. Die noch 15-Jährige wurde in 9,00 Sekunden erneut Vizemeisterin, eine Hundertstel hinter Lea Wayss aus Schwäbisch Hall.

Ihren Titel aus dem vergangenen Jahr nicht verteidigen konnte Hürdensprinterin Miriam Hehl aus Hasel, die für den LAZ Salamander Kornwestheim startet. Sowohl im Vor- als auch im Endlauf musste sie sich nach 60 Metern der Ulmerin Stefanie Saumweber geschlagen geben. Mit 8,52 Sekunden war sie als Vizemeisterin aber schneller als bei ihrem Saisoneinstieg vergangene Saison.

Ebenfalls einen Podestplatz errang Linda Mutter vom TV Wehr. In ihrem ersten Jugendjahr belegte sie Platz drei im Hochsprung der Klasse U 18. Mit 1,70 Meter war sie höhengleich mit der Vizemeisterin, hatte aber mehr Fehlversuche. In Vorbereitung auf die in zwei Wochen anstehenden Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Dortmund startete Linda Mutter auch im Weitsprung, wo sie mit 5,44 Meter Rang acht belegte. Starts in den Vorläufen über 60 Meter und über 60 Meter Hürden sowie in der Wehrer 4x200 Meter-Staffel brachten ihr ein volles Programm an den zwei Tagen.

Knapp an einer Medaille vorbei schrammte Noémie Kipfer (ESV Weil) im 60 Meter-Sprint. Die Schweizer Vereinskameradin von Celine Albisser zeigte über 60 Meter im Vorlauf in 8,02 Sekunden, im Zwischenlauf in 8,04 und im Finale in 8,01 Sekunden drei fast gleichwertige Läufe und wurde Vierte.

Christopher Ullmann aus Bad Säckingen holte in Karlsruhe Gold im Weitsprung.
Christopher Ullmann aus Bad Säckingen holte in Karlsruhe Gold im Weitsprung. | Bild: rawo

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