Mein

Fußball-Kreisliga B FC Bad Säckingen ist raus aus der Talsohle

Fußball: Nach drei Jahren spielt die Mannschaft von Trainer David Schäfer wieder in der Kreisliga A. „Paradeoffensive“ ist Basis für Meistertitel und Aufstieg

Fußball-Kreisliga B-3: – Zum richtigen Zeitpunkt muss man parat und hellwach sein. Der FC Bad Säckingen nutzte die Chance im direkten Duell der beiden Aufstiegsanwärter gegen den FC Bergalingen und siegte mit 4:1. Damit übernahm er am 21. Spieltag die Tabellenführung und marschierte von da an unaufhaltsam dem Titelgewinn und dem Wiederaufstieg in die Kreisliga A entgegen. Die Bad Säckinger holten sich 63 Punkte bei einem tollen Torverhältnis von 91:37. Drei Jahre hatten sie ein Dasein in der Kreisliga B gefristet.

Schon nach dem traurigen Abstieg 2013 war für den heutigen Bad Säckinger Vereinschef Werner Wunderle klar: Kreisliga B kann für einen Verein wie den FC Bad Säckingen, für einen ehemaligen Landesliga-Club, nicht das Maß der Dinge bleiben. "Als Verein mussten wir uns das Ziel setzen, sofort wieder aufzusteigen", sagt Wunderle, der den Vorsitz vor zwei Jahren übernommen hatte. Es gelang nicht. Die Bad Säckinger mussten drei Jahre warten, bis es klappte. Auf zwei Mal Platz vier folgte jetzt der Titel. Für einen war es ein besonderer Erfolg: David Schäfer, der 2014 den Abstieg noch als Spieler erlebt hatte, formte in seinem ersten Trainerjahr sein Meisterteam um viele junge Spieler.

91 Tore sind Beweis einer enormen Offensivkraft. Herausragend war der erst 19-jährige Bennet Wagner mit 36 Treffern. Routinier Veselin Radic steuerte weitere 21 Treffer bei. Das torgefährliche Offensivduo schoss somit mehr als die Hälfte aller Bad Säckinger Tore. "Das ist schon eine Paradeoffensive", schwärmt der sonst eher zurückhaltende Wunderle. Trotz allem macht er den Teamgeist als Rezept für den Erfolg aus. Wunderle: "Es gab auch Unruhe, wenn einer auf die Bank musste."

Dabei kamen nach der Winterpause schon Zweifel auf. Die Bad Säckinger erwischten einen schlechten Start ins Frühjahr. Sie holten aus vier Spielen nur fünf Punkte und lagen plötzlich sieben Punkte hinter dem FC Bergalingen. Kurios: Jetzt schwächelten die Bergalinger, der Meister erholte sich. Entscheidend war dann das direkte Duell und ein 4:1. Wunderle: "Das war das beste Spiel unseres Teams, das ich seit Jahren gesehen habe." Er bezeichnet den Sieg als Wendepunkt. Bis zum letzten Spieltag verschaffte sich der FC Bad Säckingen noch einen 13-Punkte-Vorsprung. Nach dem 8:0 gegen den FC Rotzel am 24. Spieltag feierten die Bad Säckinger frühzeitig den Titelgewinn. Imponierend: Sie ließen nicht locker und gewannen auch die restlichen Spiele – sportlich fair. Denn gegen den SV Todtmoos und SV Dogern ging es für die beiden Gegner noch um den Ligaverbleib, den beide verpassten. "Wir wollten uns nichts nachsagen lassen. Außerdem ist es für die Moral besser, wenn man mit Siegen aufsteigt", sagt Wunderle.

Der FC Bad Säckingen hat somit den Umbruch, der 2013 einsetzte, gut gemeistert. Kaum einer der Abstiegself von 2013 ist noch im Team. Clemens Bauer ist Co-Trainer, David Schäfer Trainer. Bleibt Dominik Wunderle. Die Bad Säckinger bleiben auf dem eingeschlagenen Weg und wollen weiter mit jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs arbeiten. Zwölf weitere Spieler kommen aus der A-Jugend. Zwei oder drei Spielern traut Wunderle den Sprung in die "Erste" zu. Manuel Beyrle kommt von der Jugend des SV Weil, Meister in der A-Junioren-Landesliga. Marco Fröhlich hört auf. Der Rest des Meisterteams bleibt. Das stimmt Wunderle optimistisch: "Wir werden nicht übermütig. In der abgelaufenen Runde sind fünf der sechs Aufsteiger wieder abgestiegen. Das sagt alles." Insgeheim erhofft er sich einen einstelligen Tabellenplatz.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Hervorragende Weine vom Bodensee
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Regionalsport Hochrhein
Regionalsport Hochrhein
Leichtathletik
Tennis-Oberliga
Juniorenfußball
Fußball-Kreisliga
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren