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Regionalsport SeeWest Spitzentennis in Kreuzlingen

ITF Women's Circuit mit vielen Topspielerinnen. Carina Witthöft ist an Nummer eins gesetzt

Als Anfang des Jahres Angelique Kerber mit ihrem Grand-Slam-Sieg in Melbourne für Furore sorgte, waren insgesamt neun deutsche Frauen bei den Australian Open am Start. Während Kerber, die frühere Bundesliga-Spielerin des TC Radolfzell, auf ihrem Triumphzug nicht zu stoppen war, kam für Carina Witthöft, die gestern ihren 21. Geburtstag feierte, das frühe Aus schon in der ersten Runde. In der kommenden Woche kämpft die Hamburgerin schon wieder um Spiele, Sätze und Siege – allerdings unter anderen Voraussetzungen.

Im Feld des mit 50 000 Dollar dotierten ITF Women's Circuit im schweizerischen Kreuzlingen ist das Talent aus dem Nachbarland an Nummer eins gesetzt. „Wir sind nochmals um einiges besser besetzt als im letzten Jahr“, sagt Turnierdirektor Ralph Zepfel, der von der Deutschen schwärmt: „Sie war schon unter den Top 50 der Welt und hat im letzten Jahr drei Titel gewonnen.“ Überhaupt ist das größte Frauentennis-Turnier der Schweiz gut besetzt. Dafür spricht die Tatsache, dass die Vorjahresfinalistin Rebecca Sramkova aus der Slowakei in diesem Jahr in die Qualifikation muss.

Eine Wildcard für das Hauptfeld wird wohl die erst 16 Jahre alte Schweizerin Rebeka Masarova bekommen, die bei den Australian Open im Junioren-Halbfinale stand. „Es wird eine Attraktion, sie zu sehen. Sie könnte eine Nachfolgerin von Belinda Bencic oder Martina Hingis werden“, freut sich Turnier-Organisator Bernhard Hochstrasser über die Zusage des 1,87 Meter großen Teenagers. Rang 107 der Weltrangliste belegt die Nummer zwei des Turniers, Kristyna Pliskova aus Tschechien, die 2013 bereits auf Platz 86 vorgerückt war und 2010 das Juniorenturnier in Wimbledon gewonnen hatte. Mit der 17-jährigen Ungarin Dalma Galfi wird zudem die ehemalige Nummer eins der Nachwuchs-Weltrangliste und US-Open-Junioren-Siegerin des Jahres 2015 am Ufer des Bodensees aufschlagen.

Den aufstrebenden Talenten stehen Routiniers gegenüber, die in früheren Jahren an der Weltspitze mitmischten, wie etwa die in Nürnberg geborene Tschechin Nicole Vaidisova. Im Mai 2007 war sie kurz nach ihrem 18. Geburtstag noch die Nummer sieben der Tennis-Welt und hatte ihre Klasse mit Halbfinal-Teilnahmen bei den Australian und French Open bewiesen. Aktuell belegt Vaidisova Rang 312 der WTA-Rangliste.

Das Feld der Wettkämpfe in der Tennishalle am See zeichnet also ein Mix aus jungen Talenten, die über solch kleinere Turniere in der Rangliste nach oben klettern wollen, und älteren Semestern, die zu ihren besten Zeiten weiter vorne in der Weltrangliste standen, aus. Wie zum Beispiel die frühere Nummer 26 der Welt, die Österreicherin Tamira Paszek, die 2012 beim WTA-Turnier in Eastborne triumphierte – mit einem Finalsieg über Angelique Kerber.


Infos zum Turnier

Das größte Frauentennis-Turnier der Schweiz beginnt an diesem Samstag, 9 Uhr, mit der Qualifikation, die bis Montag andauert. Das Hauptfeld startet am Dienstag. Das Endspiel ist für Sonntag, 28. Februar, 12 Uhr, angesetzt. Die Spiele werden in der Tennishalle am See, Seestrasse 11, in Kreuzlingen ausgetragen. Die Tageskarte kostet 20 Franken, das Wochenticket gibt es für 70 Franken. Am Mittwochabend haben bei der Ladies Night Frauen ab 16 Jahren ab 18 Uhr freien Eintritt. (fei)

Mehr Infos im Internet unter:

www.womens-circuit.ch

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