Spannung auf der Zielgeraden der 3. Volleyball-Liga

Der TSV Mimmenhausen ist noch im Rennen um den Aufstieg und trifft auf den TV Bliesen, die Untersee Volleys wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben und spielen beim TV Waldgirmes.

Volleyball, 3. Liga: TSV Mimmenhausen – TV Bliesen (Samstag, 20 Uhr, BZ Salem). – Die 3. Liga Süd der Volleyballer biegt auf die Zielgerade ein. Aufstiegsaspirant SSC Karlsruhe belegt mit 33 Punkten und drei ausstehenden Spielen den ersten Rang. Der erste Verfolger TuS Kriftel hat 27 Punkten und ebenfalls drei Spiele vor sich. Mit noch fünf ausstehenden Spielen und 25 Punkten hat aber auch der TSV Mimmenhausen auf Rang drei alle Möglichkeiten selbst in der Hand. Wenn er alle seine Restspiele, inklusive der Begegnung in Karlsruhe, gewinnt, stehen am Ende 40 Zähler auf dem Konto – und der TSV hätte im Endspurt die Nase vorn.

Dies müssen sich auch die Verantwortlichen des Vereins ausgerechnet haben, denn sie haben die Vorlizenzierung für die 2. Bundesliga beantragt. Dabei durchläuft der Verein einen umfangreichen Check. Dessen Ergebnis soll zu einem schlüssigen Zweitligakonzept führen. Wichtig dabei ist, dass der sportliche Erfolg und die Wirtschaftlichkeit in Einklang stehen. Aus der 3. Liga Süd haben außer den Mimmenhausenern nur die Karlsruher eine Vorlizenzierung beantragt. Christian Pampel, 212-facher Ex-Nationalspieler und seit Saisonbeginn Spielertrainer in Mimmenhausen, hatte von Anfang an als sein persönliches Ziel den Aufstieg genannt. Wobei er diesen sportlichen Erfolg nicht unbedingt in seiner Premierensaison bewerkstelligen wollte.

Pampel sieht die Sache nüchtern: „Der Aufstieg ist noch kein Thema für mich, wir müssen erst die ausbleibenden Spiele gewinnen.“ Und mit dem TV Bliesen kommt am Samstag eine Mannschaft in die Salemer Sporthalle, die besser spielt, als ihr Tabellenplatz vorgibt. Die halbe Saison war die Mannschaft verletzungsbedingt geschwächt, ein Trainerwechsel wurde vorgenommen. Aber seit Gerd Rauch den Trainerposten übernommen hat, Kapitän Max Jungmann und Mittelblocker Lukas Kaiser wieder mitspielen, haben die Saarländer Punkte gesammelt und Boden gut gemacht. „Die jetzige Bliesener Mannschaft hat mit der Hinrunden-Mannschaft nicht mehr viel zu tun. Sie ist für uns eine große Unbekannte“, so Pampels Einschätzung. Das Hinspiel hatte Mimmenhausen mit 3:1 in Bliesen gewonnen. Die drei Heimspiel-Punkte zu behalten, bleibt eine Herausforderung. Zwar sind alle Spieler gesund, doch studienbedingt fehlt Stamm-Libero Tobias Diwersy. (tav)

TV Waldgirmes – Untersee Volleys (Samstag, 16 Uhr). – Die Radolfzeller Volleyballer sind am Samstag zu Gast beim mittelhessischen TV Waldgirmes, der mit nur einem Punkt Rückstand knapp hinter den Südbadenern steht und auf Revanche aus ist. Die Radolfzeller dagegen wollen den Erfolg aus dem Hinspiel wiederholen und somit den Klassenerhalt vorzeitig sichern.

Glatt mit 3:1 gewann das Team vom Untersee in der Hinrunde. „Wir hatten zuvor eine negative Serie und einen klassischen Fehlstart mit vier Niederlagen in Folge und dieser Sieg läutete damals unsere Punkteserie ein, die sieben Spiele andauerte. Das war zu diesem Zeitpunkt enorm wichtig“, erinnert sich Untersee-Volleys-Trainer Antonio Bonelli, der sein Team aber nicht in der Favoritenrolle sieht. „Vielleicht liegt uns einfach ihre Spielweise, aber diese Mannschaft ist sehr stark daheim – auswärts konnten sie ihr Potenzial nur selten abrufen. Deswegen sehe ich den TV Waldgirmes als Favoriten an in diesem Spiel.“

Die Radolfzeller konnten sich zwar gut auf die Partie vorbereiten, werden aber berufsbedingt auf einige Akteure verzichten müssen. Es wird also kein leichtes Unterfangen bei den Hessen, die mit bundesligaerfahrenen Spielern agieren werden. Klar ist, dass der Sieger dieser Partie mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben wird. Motivation genug für beide Teams, die drei wichtigen Punkte zu holen. (ab)

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