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Regionalsport SeeWest Mit Fußball gegen den Rassismus

Am Samstag findet auf dem Konstanzer Schänzle ab 10 Uhr das Fußballturnier „Kicken gegen Rassismus“ statt. Im SÜDKURIER sprechen die Organisatoren Louise Haitz und Jannik Held, beide 26, über Ziele und Hoffnungen 

Sie wollen auf das Problem Rassismus aufmerksam machen sowie Ängste und Vorurteile gegenüber Flüchtlingen abbauen. Warum gerade beim Fußball?

Louise Haitz: Beim Fußball werden viele Menschen angesprochen. Es geht um die Freude am Spiel. Der Spaß an der Begegnung steht im Vordergrund. Wir wollen in einer freundlichen Atmosphäre darauf aufmerksam machen, dass alle etwas verändern können. Wir haben gemerkt, dass viele helfen wollen, aber nicht wissen, wie und wo. Deshalb bilden Informationsstände von Konstanzer Hilfsorganisationen, Verpflegung und Kurzbeiträge Geflüchteter das Rahmenprogramm des Sport- und Sommerfestes.Jannik Held: Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass leider viele Flüchtlinge hier nicht willkommen geheißen werden und sie Diskriminierungen erfahren. Wir wünschen uns, dass die Menschen aktiv werden, sich engagieren und bewusst damit beschäftigen.Haitz: Was uns freut: Viele haben sofort Ja zu der Idee gesagt. Patrick Glatt und Frank Schädler vom Sportamt stellen unter anderem auch ein Team. Zahlreiche Leute wollen aktiv dabei sein.

Wie viele Mannschaften haben sich denn angemeldet?

Haitz: Das Interesse ist überwältigend. Wir hatten mit 16 Teams gerechnet, jetzt sind 22 dabei.Held: Es gab mehr Anfragen als Teams. Mehr würden wir zeitlich gar nicht hinbekommen.

Was erhoffen Sie sich vom Turnier?

Held: Wir können rassistische gesellschaftliche Strukturen nicht als kleine Gruppe abbauen, wir müssen alle zusammen arbeiten. Wir wollen versuchen, dass die Leute sich in einem schönen Rahmen kennenlernen können und schauen, wie wir gemeinsam etwas erreichen können.Haitz: Die Probleme Geflüchteter gehen uns alle etwas an. Wir dürfen Ungerechtigkeit nicht ignorieren, nur weil sie uns nicht direkt im Alltag betrifft. Es ist ein schönes Signal, dass das Interesse an dem Turnier so groß ist – und es wäre gut, wenn es nicht nur ein Signal bleiben würde.

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