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Großer Frust beim Hegauer FV

Umstrittener Elfmeterpfiff kostet Regionalliga-Schlusslicht den Sieg. Die Hegauerinnen zeigten dabei eine engagierte Leistung trotz personeller Probleme

Fußball, Regionalliga Frauen

ETSV Würzburg

Hegauer FV

1:1 (0:1)

Eigentlich hatte das Trainerteam Gino Radice und Uwe Kreuz gedacht, dass das Tief bei den personellen Möglichkeiten durchschritten sei, doch vor dem Spiel in Würzburg hagelte es noch mal Ausfälle und Absagen beim Hegauer FV. Gerade mal elf Spielerinnen standen zur Verfügung, darunter die beiden U-17-Juniorinnen Berenice Becker und Jana Butsch, die ihr erstes Pflichtspiel im Regionalliga-Team über die gesamte Distanz absolvierten und dabei eine richtig starke Leistung zeigten. Anja Hahn, die seit Wochen muskuläre Probleme hat und noch nicht fit ist, fuhr als Notnagel und einzige Auswechselspielerin mit, wurde aber nicht eingesetzt.

Die HFV-Elf ließ sich weder von der personellen Problematik noch von den schwierigen Platzverhältnissen – es war das vierte Spiel in Folge auf dem durchgeweichten Würzburger Platz innerhalb von 24 Stunden – ablenken. Sie wollte in Würzburg punkten und agierte mit großem Einsatz. In der 17. Minute brachte Jana Kaiser aus halblinker Position, einige Meter vom Strafraumeck entfernt, einen Freistoß in Richtung Würzburger Tor. Tabea Griß irritierte ohne Ballkontakt ETSV-Torhüterin Alexandra Hetterich, sodass der Ball zur umjubelten HFV-Führung im Tor landete. Ein gepflegtes Fußballspiel war bei den Platzbedingungen nicht möglich, beide Teams spielten aber mit viel Einsatz und es entwickelte sich ein intensives Spiel. In der 23. Minute hatte Tabea Griß nach einem Diagonalball eine weitere gute Möglichkeit. ETSV-Spielführerin Maria Ansmann hatte in der 32. Minute mit einem Distanzschuss die einzige Möglichkeit für die Gastgeberinnen im ersten Abschnitt.

Eine äußerst umstrittene Entscheidung von Schiedsrichterin Ariane Lutz in der 62. Minute brachte den Ausgleich für die Heimelf. Eine ETSV-Akteurin war bei einer Flanke im HFV-Strafraum gestolpert und zu Fall gekommen. ETSV-Spielführerin Maria Ansmann nahm das Elfmeter-Geschenk dankend an und verwandelte sicher. Der Ausgleich brachte die HFV-Elf für einige Minuten aus dem Tritt. Würzburg hatte zwei gute Chancen. Ein Kopfball ging knapp über das Tor (64.) und in der 67. Minute rettete Torhüterin Carina Walde mit einer starken Parade vor Medina Desic.

Beide Mannschaften wollten in der Schlussphase noch den Sieg. Tabea Griß kam nach guter Vorarbeit von Luisa Radice und Jana Kaiser einen halben Schritt zu spät (70.). Würzburg tauchte in der 76. Minute gefährlich vor dem Hegauer Tor auf. HFV-Spielführerin Luisa Radice, die als einzige Spitze wieder ein riesiges Laufpensum absolvieren musste, ließ in der 79. Minute gleich drei Gegenspielerinnen stehen, ihr Torschuss ging aber knapp am langen Pfosten vorbei. HFV-Coach Gino Radice war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden, haderte aber auch mit dem Ausgleichstreffer: „Wenn eine Woche Trainingsarbeit von so einem abenteuerlichen Elfmeter zunichte gemacht wird, ist das sehr frustrierend. Die Mädels hätten den Sieg nach so einer engagierten Leistung mehr als verdient gehabt.“ (roe)

Hegauer FV: Walde (Tor); Knisel, Hirt, Schmidt, Fleig, Braun, Griß, Kaiser, Becker, Butsch, Radice. – Tore: 0:1 (17.) Kaiser, 1:1 (62./FE) Ansmann.

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