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Fußball FC Überlingen muss sich mit Nullnummer begnügen

Der Bezirksliga-Vizemeister FC Überlingen trennt sich im ersten Aufstiegsspiel 0:0 vom FC Königsfeld. Die Gastgeber hadern vor allem mit der Chancenverwertung

Fußball, 1. Aufstiegsspiel zur Landesliga: FC Überlingen - FC Königsfeld 0:0

Als die erste Relegationspartie zwischen dem FC Überlingen und dem FC Königsfeld abgepfiffen ist, herrscht eine seltsame Stimmung im Stadtwerk-am-See-Stadion. Einige Spieler der Gastgeber sinken zu Boden, ein paar Schwarzwälder klatschen sich verhalten ab. Für Trauer oder Jubel gibt es jedoch weder hier noch da einen Grund. Groß geändert hat sich die Ausgangslage im Kampf um den Landesligaaufstieg nach den ersten, torlosen 90 Minuten für beide Mannschaften nicht. „Wir haben gut gespielt, darauf kann man aufbauen“, resümiert der Überlinger Trainer Florian Stemmer und fügt passend hinzu: „Aber es war viel mehr drin.“

Auch wenn der Vizemeister der Bezirksliga Schwarzwald vor 550 Zuschauern bereits in der 3. Minute in Person von Tobias Groß gefährlich am Strafraum der Gastgeber auftaucht, haben anfangs doch die Überlinger die besseren Chancen. So drei Minuten später, als Niklas Blank frei aufs Gästetor zuläuft und im Eins-gegen-Eins im Königsfelder Keeper Patrick Rominger seinen Meister findet. Der frühere Schlussmann des SC Pfullendorf bringt die Gegenspieler in seiner alten Heimat zum Verzweifeln. Die nächste Überlinger Chance sehen die 550 Zuschauer in der 23. Minute, als wieder der sehr aktive aber glücklose Blank auf Torjäger Marc Kuczkowski passt, dem der Ball aber im letzten Moment vom Fuß gespitzelt wird. Dazwischen verletzte sich der Königsfelder Rico Eisensteck schwer (13.), und ein Angriff von Gästespieler Christian Moosmann wurde knapp vor der Linie geklärt.

Der FC Königsfeld attackiert früh und setzt die Überlinger ab der Mittellinie unter Druck. Sind die Gastgeber im Angriff und versuchen, ihren 42-Tore-Mann Kuczkowski in Szene zu setzen, hat der Pech, da meist ein Schwarzwälder ein Bein dazwischen bekommt.

Fünf Minuten vor der Pause wird ein Königsfelder Freistoß zum Bumerang. Im Gegenzug läuft wieder Blank auf Rominger zu, doch der behält wieder die Nerven im direkten Duell. „In der ersten Halbzeit kannst du vier, fünf Dinger machen“, analysiert FCÜ-Trainer Stemmer später verzweifelt. So bleibt es beim 0:0, weil auf der anderen Seite noch Überlingens Torhüter Ronny-Palmy Hockl einen 25-Meter-Freistoß von Groß mit einer Flugeinlage pariert (45.) und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Schiedsrichter trotz Überlinger Proteste nach einem Zupfer an Blank nicht auf Strafstoß entscheidet.

Direkt nach der Pause entschärft Rominger einen Freistoß von Daniel Sandhas aus ähnlicher Position mit den Fäusten (54.) und Palmy-Hockl bleibt gegen den Königsfelder Spielertrainer Jörg Holik cool, ehe die Partie etwas verflacht. Je länger das Spiel dauert, desto weniger werden die Chancen, während sich die Ballverluste häufen.

Ein Schuss von Blank gerät zu schwach (65.), nach einem Freistoß von links kommt in der Mitte Jannik Gerlach zu spät (73.), ehe Blank aus sieben Metern erneut an Rominger scheitert (74.). Einmal haben die Hausherren Glück, als Torhüter Palmy-Hockl in Bedrängnis Gästestürmer Groß anschießt, der Ball aber knapp neben das Tor geht. Und in der letzten Minute der Nachspielzeit – wie soll es anders sein – lässt Rominger im Eins-gegen-Eins dieses Mal Julio Cardoso keine Chance, sodass der Keeper zufrieden mit seinem Kind auf dem Arm vom Platz gehen kann.

Der Königsfelder Torwart hat alles richtig gemacht an diesem Nachmittag, doch auch die Überlinger können sich – die Chancenverwertung ausgenommen – nicht viel vorwerfen lassen. „Wir dürfen nicht verzweifeln und werden einfach so weitermachen. Auswärts machen wir die Dinger dann, hoffe ich“, sagt Trainer Florian Stemmer.

SR: Drews (Freiburg). – Z: 550. – Bes. Vork.: Gelb-Rot (89.) für Thum (FCÜ).

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