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Regionalsport SeeWest „Ein Spender würde reichen – einer, der passt“

Der zweijährige Lucas aus Salem hat Leukämie. Nur eine Stammzellspende kann sein Leben retten.

Handball-Weltmeister Markus Baur setzt sich für den an Leukämie erkrankten Lucas (2) aus Salem ein. Am Sonntag findet in Salem eine Typisierung statt, bei der mögliche Stammzellspender gesucht werden.
Handball-Weltmeister Markus Baur setzt sich für den an Leukämie erkrankten Lucas (2) aus Salem ein. Am Sonntag findet in Salem eine Typisierung statt, bei der mögliche Stammzellspender gesucht werden. | Bild: Bild: Fischer

Am Sonntag findet in Salem eine Typsierung statt. Schirmherr der Aktion sind Bürgermeister Manfred Härle und Handball-Weltmeister Markus Baur, mit dem wir uns unterhielten.

Markus, haben Sie Ihr Blut schon abgegeben?

Nein, aber das werde ich am Sonntagvormittag mit als Erster machen. Ich habe selber Kinder, die zum Glück gesund sind. Da weiß ich, wie wichtig das ist. Ich finde auch, dass Sportler, die im Rampenlicht stehen, die Möglichkeit haben, zu fokussieren. Und das tue ich gerne.

Wie haben Sie vom Schicksal des kleinen Lucas erfahren, Sie sind doch als Bundesliga-Trainer in Nettelstedt gar nicht mehr so oft am See?

Die Familie von Lucas kommt aus Mimmenhausen, und im Dorf ist der Kontakt der Einheimischen untereinander eben noch enger als in der Stadt.

Sie gehen mit gutem Beispiel voran. Ist der Sport in der Region mit am Start?

Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen, die Fußballer des SC Pfullendorf, des SC Markdorf und des FC Rot-Weiß Salem, die Handballer der HSG Mimmenhausen-Mühlhofen und der HSG Konstanz, die Ringer des KSV Taisersdorf und viele andere - sie alle unterstützen unser wichtiges Anliegen. Es gab auch schon eine Aktion beim Fußball-Drittligaspiel Aalen gegen Rostock, in Nettelstedt versteigern wir eine Trainingseinheit mit mir. Bei all diesen Aktivitäten wurden bereits Menschen dazu animiert, eine Typisierung durchzuführen. Das geht überall. Weltweit.

Wie viele Leute hätten Sie denn gerne am Sonntag in Salem, die Blut spenden?

Ganz ehrlich: Mir würde ein Blutspender reichen – einer, der passt. Auf der anderen Seite hoffen wir natürlich, dass so viele wie möglich kommen. Meine Traumzahl: 5000.

Kann man auch ohne Blutspende helfen?

Erstens muss man sich gar kein Blut abnehmen lassen, wenn man das vielleicht nicht möchte. Es geht auch mit einer Speicheltypisierung; über die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei; die Red.) bekommt man ein entsprechendes Set. Und für alle, die jenseits der 55 sind: Aufklären und Spenden sind ebenfalls eine große Hilfe, eine Typisierung kostet etwa 50 Euro.

Fragen: Ralf Mittmann

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