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Die Luft wird immer dünner für die HSG Mimmenhausen-Mühlhofen

Das Schlusslicht der Handball-Südbadenliga verliert gegen den TV Oberkirch. Spitzenreiter TuS Steißlingen holt einen Punkt beim MTV Meißenheim.

Handball, Südbadenliga

HSG MM

TV Oberkirch

32:37 (14:19)

Im Abstiegskampf der Handball-Südbadenliga ist die Luft extrem dünn geworden für die HSG Mimmenhausen-Mühlhofen. Auch gegen den TV Oberkirch konnte die junge Mannschaft um Spielertrainer Johannes Braun am Ende nicht bestehen. Dabei sahen die Zuschauer in der Salemer Sporthalle noch sehr hoffnungsvoll auf ihre Mannschaft. Nach zehn Minuten hatten beide Teams ihre Anfangsnervosität abgelegt und es stand 5:5. Es folgte ein offener Schlagaustausch zweier gleich starker Mannschaften (11:11/20.), doch dann riss beim Gastgeber der Faden. Der TV Oberkirch kam immer wieder über seine Außenpositionen zum Abschluss. Der Angriff des Tabellenletzten agierte dagegen ideenlos.

Auch nach der Halbzeitpause (14:19) das gleiche Bild. Die Gäste brauchten nur zweieinhalb Minuten für einen Sieben-Tore-Vorsprung. Unachtsamkeiten des HSG-Angriffs spielten den Ortenauern in die Hände (14:23). Ab der 41. Minute zeigte die HSG Kampfgeist, besann sich auf ihre Qualitäten. Eine Spielphase, von der Braun später sagte: „Dass die Jungs es können, haben sie gezeigt.“ Nur hat es nicht bis zum Ende gereicht. Die Aufholjagd der Gastgeber endete beim 30:33 (54.). Zwei klare Torchancen vergab die HSG Mimmenhausen-Mühlhofen noch, der TV Oberkirch spielte die letzten Minuten routiniert zu Ende und nahm beim 32:37 beide Punkte mit nach Hause. (tav)

HSG Mimmenhausen-Mühlhofen: Eggert, Ehrmann, Frese (Tor); Schweda (5/3), Hadlich (2), Dahm, Hosu (6), Braun, Abberger (2), Kornetzky, Polis (1), Baur (6), Dierberger (3), Schäfer (7/2).

HTV Meißenheim

TuS Steißlingen

30:30 (18:15)

Der Südbadenliga-Tabellenführer TuS Steißlingen lief gegen den sich im Abstiegskampf befindenden HTV Meißenheim lange einem Rückstand hinterher, ehe die Hegauer sich mit einem Kraftakt doch noch einen wichtigen Zähler sicherten. Die Gastgeber starteten besser in das Spiel, führten schnell mit 3:1 (5.) und zeigten dem TuS, dass es sehr schwer werden würde, etwas zu holen. Insbesondere im Angriff tat sich das Gästeteam von Trainer Jonathan Stich schwer gegen die kompakte 6:0-Abwehr der Meißenheimer. Dennoch konnte der TuS zunächst mithalten und durch Matthias Biedermann ausgleichen (10:10/17.). Im Angriff lief in der Folge wenig bis gar nichts mehr zusammen, und der HTV bestrafte dies mit einfachen Tempogegenstoßtoren – 16:13. Auch bis zur Halbzeitpause besserte sich das Spiel der Stich-Sieben nicht, dazu trafen die Gäste über die gesamte Spieldauer viel zu oft den Pfosten anstatt das Tor. So ging es beim Stand von 18:15 in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang lief es alles andere als rund, nahmen die Steißlinger sich doch zu viele Halbchancen, welche leichte Beute für den gegnerischen Torhüter waren. Beim Stand von 21:16 (38.) hatte TuS-Trainer Stich genug gesehen und nahm eine Auszeit. Diese zeigte auch Wirkung, vor allem die Hereinnahme von Fabian Rihm machte sich bezahlt. Mit viel Tempo ging es nun aus der besser stehenden Abwehr, und mit drei Treffern brachte Rihm die Steißlinger auf 22:20 (43.) heran. Doch wieder verfielen die Steißlinger in alte Muster. Mit einem 3:0-Lauf erhöhte der HTV auf 25:20 (49.), doch der Tabellenführer kämpfte weiter verbissen um die so wichtigen Punkte. Mit einer offensiveren Abwehrvariante versuchte man nun mehr Fehler der Meißenheimer zu provozieren. Beim Stand von 29:25 vier Minuten vor Ende schien das Spiel entschieden. Allerdings wurde der HTV zusehends nervöser und die Defensive des TuS ließ fast nichts mehr zu. Den letzten Wurf der Gastgeber konnte Torhüter Leon Sieck entschärfen und Thomas Lindner in den Gegenstoß schicken, welcher sieben Sekunden vor Ende den 30:30-Endstand erzielte. „Wenn man bedenkt, dass wir das ganze Spiel über nicht geführt haben, müssen wir mit dem Punkt sehr zufrieden sein. Die Moral meiner Mannschaft war phänomenal! Diese Mentalität zeichnet uns aus“, sagte TuS-Trainer Stich. (mw)

TuS Steißlingen: Beck, Sieck (Tor); Biedermann (4/3), W. Gaus (3), Kalweit, Kornmayer (1), Lindner (6), F. Maier (2), Stefan Maier, Rihm (3), Storz (3), Weber (3), Wildöer (5).

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