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Der große Nachbar SC Pfullendorf II setzt sich durch

Gute Stimmung herrscht bei der Pfullendorfer Verbandsliga-Reserve nach dem Derbysieg in der Fußball-Bezirksliga gegen den Lokalrivalen SV Denkingen

Fußball, Bezirksliga: „Die schönsten Siege sind immer Derbysiege“, freut sich Öner Topal. Der Trainer des Pfullendorfer F-Teams hat gut lachen, denn seine Mannschaft zeigte beim 2:0-Erfolg im Linzgau-Duell über den SV Denkingen nicht nur eine abgeklärte Leistung, sondern stellte auch noch dem Lokalrivalen im Gerangel um die Aufstiegsplätze ein Bein.

Gedämpfter ist die Stimmung dementsprechend auf Denkinger Seite. Da der Spitzenreiter aus Überlingen beim Tabellenzweiten aus Allensbach nicht über ein 1:1 hinauskam, hätte sich die Mannschaft von Trainer Helmut Wunderlich mit einem Sieg eine tolle Position im Aufstiegsrennen herausspielen können. „In erster Linie schmerzt es mich, wenn wir selber verlieren. Darauf, was die anderen Teams machen, haben wir keinen Einfluss“, beteuert Wunderlich, sich nicht allzu sehr über die vergebene Chance zu ärgern. Ihm geht vor allem gegen den Strich, sich der Reserve des großen Nachbarn beugen zu müssen. „Mich ärgert prinzipiell jede Partie, die wir verlieren. Aber das hier war natürlich ein besonderes Spiel, weil eine gewisse Rivalität sicher da ist“, sagt er. „Allerdings war Pfullendorf wirklich sehr gut aufgestellt. So oft werden sie in dieser Formation in dieser Saison wohl nicht mehr spielen – aber selbstverständlich ist das völlig legitim.“

SCP-Coach Topal macht ebenfalls keinen Hehl daraus, dass im Aufeinandertreffen mit den Denkingern auch einige Spieler zum Einsatz kamen, die sonst eher zum Kader der ersten Garde des Vereins gehören. „Natürlich setze ich Spieler der ersten Mannschaft ein, die ein wenig Rückstand haben und wieder Spielpraxis sammeln sollen“, unterstreicht er. „Dass dann der ein oder andere Spieler dabei ist, der ein wenig mehr Qualität hat, ist klar.“ Ihn freut, dass seine persönliche Handschrift sich in der Spielweise seiner Elf immer klarer wiederfindet. „Es klappt zurzeit. Wir sind ein echtes Team geworden und auch taktisch haben mir die letzten beiden Spiele sehr gefallen“, sagt Topal. „Die Partie gegen Denkingen war wirklich sehr ausgeglichen, aber in der zweiten Hälfte waren wir dann einfach cleverer.“

Auch Helmut Wunderlich hat eine hochklassige Bezirksliga-Begegnung gesehen. „Es war ein sehr unterhaltsames Spiel mit viel Tempo“, betont er. Seiner Mannschaft hat er trotz der Niederlage nicht viel vorzuwerfen: „Ich würde sagen, dass es in dieser Saison schon einige Spiele gab, in denen wir schlechter gespielt, aber trotzdem gewonnen haben – im Endeffekt haben wir diesmal wohl einfach ein bisschen zu viele Fehler gemacht.“ In den kommenden Wochen soll sein Team von Spiel zu Spiel denken: „Wir müssen nicht unbedingt aufsteigen, wollen aber oben dranbleiben. Dann schauen wir, was wir in den direkten Duellen gegen Allensbach und Überlingen reißen können.“

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