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A-Jugend der HSG Konstanz nach packendem Remis in „verschärfter Situation“

A-Jugend-Handballer der HSG Konstanz spielen 32:32 gegen die JSG Echaz-Erms. Der Kampf um Rang sechs bleibt in der Bundesliga weiter offen.

Handball, A-Jugend-Bundesliga

HSG Konstanz

JSG Echaz-Erms

32:32 (18:17)

Die A-Jugend der HSG Konstanz und die JSG Echaz-Erms lieferten sich einen packenden, heißen Schlagabtausch auf Augenhöhe und belohnten sich am Ende mit einem Punktgewinn – richtig freuen konnte sich aber dennoch niemand. Das 32:32 (18:17) lässt beiden weiter alle Optionen im Kampf um Platz sechs offen, doch die Lage im dicht gedrängten Mittelfeld der A-Jugend-Bundesliga hat sich damit „weiter verkompliziert“, wie HSG-Trainer Christian Korb zusammenfasste.

Sein Trainerkollege Thomas Zilm wusste den Teilerfolg auch nicht richtig einzuordnen. „Wir haben einen Punkt gewonnen und einen verloren“, zuckte er mit den Schultern. „Es ist dadurch alles offen, aber die Situation hat sich verschärft.“ Seinen Spielern war es ähnlich ergangen. Nach einer 32:30-Führung knapp vier Minuten vor dem Abpfiff, dem Anschlusstreffer der Gäste und dann drei Zeitstrafen für die HSG Konstanz in den letzten zwei Minuten gab es zunächst nur ungläubiges Kopfschütteln.

Eineinhalb Minuten vor Schluss hatten die Schwaben den Ausgleich in doppelter Überzahl erzielt, danach kämpften die dezimierten Konstanzer verbissen um jeden Zentimeter und hatten auch mit eigenen Unzulänglichkeiten wie einem Fehlpass kurz nach der Mittellinie zu kämpfen. Trotzdem gelang es der HSG, den letzten Angriff bis zuletzt auszuspielen. Samuel Löffler wurde freigespielt und dann sehr unsanft aus der Luft geholt. Die Entscheidung der Unparteiischen: nur Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit. Der Gefoulte selbst trat an, schaffte es auch tatsächlich vorbei am massiven Block, doch der Gästetorhüter konnte den abgefälschten Wurf gerade noch parieren.

„Wir haben solide gespielt und unsere Tore gemacht. Allerdings waren wir in der Abwehr nicht so massiv wie zuletzt und haben den Gegner zu einfachen Toren eingeladen“, sagte Zilm. Nach dem 9:10 drehte die HSG auf und zog über 13:10 auf 15:11 (23.) davon, verspielte jedoch kurz vor der Pause einen deutlicheren Vorsprung als das 18:17. Verlass war auf Beachhandball-Jugendnationaltorwart Moritz Ebert, der nicht nur einen Siebenmeter, sondern auch den Heber im direkten Nachwurf parierte. Dazu bediente er seine wieselflinken Außen Jerome Portmann und Moritz Dierberger gleich mehrfach mit millimetergenauen Pässen. Im ausgeglichenen zweiten Abschnitt machten es die Gäste mit giftiger Abwehrarbeit den Hausherren zusehends schwerer.

„Leider haben wir das Tempospiel in der ersten und zweiten Welle in der zweiten Halbzeit nicht mehr so hinbekommen wie in der ersten“, urteilte Thomas Zilm. „Dazu hat in manchen Situationen die Cleverness gefehlt. Aber wir reden hier über Jugendspieler, das braucht Zeit und man darf hier niemandem einen Vorwurf machen.“ (joa)

HSG Konstanz: Bozin, Ebert (Tor); Portmann (4), Volz (1), Plesse, Hadlich (1), Gottesmann (1), Mack (7), Mauch (4/1), S. Löffler (3), Geistler, Dierberger (4), Wangler (7), Polis.

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