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Volleyball Vital Heynen froh über ein "nicht so klares 3:0" gegen die Netzhoppers

VfB Friedrichshafen gewinnt am Samstag sein erstes Viertelfinalspiel (bet of three) um die deutsche Volleyballmeisterschaft mit 3:0. Königs Wusterhausen vor 1848 Fans in der ZF-Arena chancenlos.

Volleyball-Bundesliga, Viertelfinal-Play-offs, erstes Spiel: VfB Friedrichshafen – NetzhoppersSolWo Königspark Königs Wusterhausen 3:0 (25:17, 25:17, 28:26). – Keine Überraschung in der ZF-Arena: Der VfB hat das erste Spiel der Viertelfinalserie best of three wie erwartet souverän gewonnen. Nur im dritten Satz hatte sich der Favorit aufgrund der geringen Gegenwehr und der vielen Wechsel selbst ein paar Schwierigkeiten bereitet. „Ich bin zufrieden mit der Leistung“, kommentierte VfB-Trainer Vital Heynen das nur selten aufregende Duell am Netz.

Und das begannen Tomas Kocian (Zuspiel), Michal Finger (Diagonal), Tomas Rousseaux, Athanasios Protopsaltis (beide Annahme und Außenangriff), Andreas Takvam, Georg Klein im Mittelblock sowie Libero Markus Steuerwald standesgemäß (3:0). Statt aber auf diesem Niveau weiter zu spielen, erlaubte sich der Tabellenerste der Normalrunde einige Unzulänglichkeiten (3:3, 8:7, 16:15.). Ohne irgendwelche negativen Auswirkungen: „Wir waren nicht mutig genug“, fasste Mirko Culic die Schlussphase des ersten Satzes – und das gesamte Spiel – zusammen. Tomas Kocian mit sechs Aufschlägen hintereinander brachte die Netzhoppers-Annahme ins Schwimmen – und dann war der erste Durchgang (17:15, 22:15) entschieden. Daniel Malescha, für Protopsaltis am Aufschlag, machte per Ass das 25:17.

Den Endspurtschwung des ersten Satzes nahmen die Friedrichshafener mit in den Beginn des zweiten (5:0, 8:3, 16:10). Ihr Vorsprung war so groß, dass Vital Heynen zum großen Wechselspiel ansetzte. Für Finger (12:6) kam Malescha, Simon Tischer ersetzte Kocian (13:7),: David Sossenheimer durfte für Protopsaltis (17:10) und Julian Zenger (17:11) für Rousseaux ran (20:16). Den Spielfluss unterbrach dies nicht. Mit dem gleichen Ergebnis wie im Durchgang zuvor machte der VfB Friedrichshafen den nächsten Viertelfinalsatz perfekt. Rousseaux, wieder zurück auf dem Feld, verwandelte die erste Möglichkeit zum 25:17. Der Belgier, mit 16 Punkten bester VfB-Spieler, wurde von Trainer Mirko Culic zum Wertvollsten Spieler gewählt.

Die beiden Satzduelle waren wohl etwas zu locker eingesackt worden, eine andere Erklärung für den umkämpften dritten Durchgang hatte Vital Heynen: „Wir haben 14 Tage nicht mehr gespielt“, sagt der Friedrichshafener Trainer und fügt an: „Wie sagt man auf Deutsch? Wir waren etwas rostig.“ Außerdem habe er wohl „zu viel gewechselt“. Was auch immer der Grund letztlich war. Friedrichshafen war im ersten Drittel weit weg von einer meisterlichen Vorstellung, die Netzhoppers gaben vor 1848 Zuschauern den Ton an. Jetzt vermissten die Brandenburger einen ihren Besten, Björn Andrae, ehemaliger VfB-Außenangreifer, war verletzt zu Hause geblieben. Die Erfahrung des 35-Jährigen hätten Culic und Co. in der Schlussphase des dritten Satzes gut getan – und in der gesamten Partie.

Und so gelang den Gastgebern die Aufholjagd bis zum ersten Matchball (5:8, 15:16, 20:22 24:23). „Wenn man uns bis auf 23:23 kommen lässt, dann haben wir in der Vergangenheit schon oft Nervenstärke bewiesen, und das war heute wieder so“, freute sich Vital Heynen über das 28:26 – und über das „nicht so klare“ 3:0.

Das Spiel in ZahlenVfB FriedrichshafenPunkte gesamt: 78

Angriff: 42

Block: 9

Service: 2

Eigenfehler: 25

Rousseaux 16

Finger 13

Klein 7

Takvam 6

Sossenheimer 4

Malescha 3

Tischer 2

Protopsaltis 2

Netzhoppers KWPunkte gesamt: 60

Angriff: 33

Block: 7

Service: 3

Eigenfehler: 17

Gavenda 16

Sprung 9

Heinecke 8

Timmermann 7

Hafemann 2

Kaleck 1

Volleyball-Bundesliga

Viertelfinale, erstes Spiel

VfB Friedrichshafen – Netzhoppers KW 3:0

Berlin RV – TV Bühl 3:1

UW RheinMain – TSV Herrsching 3:0

Düren – VSG Lüneburg

 

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