Friedrichshafen VfB will Rechnung begleichen

Revanche für das Hinspiel gegen Schwendi. Langfristiges Ziel ist den SV Kehlen zu überholen.

Fußball-Landesliga: VfB Friedrichshafen – SF Schwendi (heute, 15.30 Uhr, Zeppelinstadion). – Mal eine Woche nichts mit Fußball am Hut haben, Trainer Christian Wucherer hat dies für die Spieler des VfB Friedrichshafen über die Osterfeiertage möglich gemacht. „Sie haben kurz gezuckt, ein paar lange Gesichter waren auch zu sehen“, berichtet der VfB-Coach von wenig überraschenden Spielerreaktion auf sein angekündigtes Karsamstagtraining. Alles halb so wild. Natürlich bekamen Kapitän Daniel Di Leo und seine Kollegen über Ostern frei. „Wenn sie bis jetzt noch keine Fitness haben“, kommentierte der VfB-Coach diese Maßnahme trocken, „dann hätte dieses Training nichts mehr verändert.“ Im Übrigen „haben sie sich den Kurzurlaub ja auch verdient“.

Aber nun sind die Tage ohne Kickstiefel zu Ende. Seit Dienstag wird beim VfB Friedrichshafen „Gas gegeben“. Es stehen doch noch einige Aufgaben an für Wucherer & Co. Ernsthafte zudem, obwohl der Zug auf die beiden ersten Plätze ohne den VfB Friedrichshafen fährt. Die erste Hürde wartet heute auf die Blau-Weißen. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, sagt Wucherer und macht keinen Hehl daraus, dass er für das 2:5 aus dem Hinspiel Wiedergutmachung von seiner Elf erwartet.

„Das war eine der skurrilsten Darbietungen, die ich als Trainer je erlebt hatte“, erinnert sich Wucherer immer noch mit Grausen daran, wie der Tabellenletzte von den Fehlern seiner Gäste vom Bodensee profitiert hatte. „Der hat in 23 Spielen 25 Tore erzielt“, rechnet er vor, „20 Prozent davon haben wir ihnen geschenkt!“ Und das führte zu einer Niederlage, in der der Mann an der Seitenlinie immer wieder nach der „Versteckten Kamera“ zu suchen hat. Es gab keine. Nicht zuletzt, weil es Realsatire war, tut dem Fußballästhetiker Wucherer „heute dieses blamable 2:5 noch weh. Der Mannschaft übrigens auch“, fügt er an. Entsprechend motiviert wird der VfB Friedrichshafen diese Partie gegen Schwendi deshalb angehen. Die Saison sieben Spieltage vor dem Ende einfach austrudeln lassen, kommt schon wegen der 2:5-Schmach keinem in den Sinn. Die Spieler seien auf „Wiedergutmachungstour“. Als Favorit natürlich, der aber durch das versaubeutelte Hinspiel „gewarnt sein sollte“. Nicht nur, weil im Fußball ja bekanntlich „schnell etwas daneben gehen kann“. Auch gegen einen Gegner, der zuletzt ein wenig ins Hintertreffen geraten war, die Konkurrenz hat gepunktet, Schwendi nicht. Umso klarer ist es für Trainer Wucherer, dass die Gäste „alles versuchen werden“, mit Zählbarem das Zeppelinstadion zu verlassen. „Dagegen werden wir unser Veto einlegen“.

VfB-Coach Christian Wucherer hat nicht nur Wiedergutmachung im Hinterkopf, eine souveräne Tilgung der 2:5-Schmach. Anfang Mai trifft seine Mannschaft auf die derzeit beste Bodensee-Elf der Liga. Den SV Kehlen, vor dem „ich, ehrlich gesagt, den Hut ziehe, ob seiner tollen Saison.“ Dennoch will er die Michael-Steinmaßl-Elf am Ende der Runde überholt haben. Bis zum 6. Mai darf der VfB, will er das Ziel seines Coaches wahr machen, also keine Punkte mehr verschenken. Vor allem nicht gegen Schwendi.

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