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Regionalsport SeeOst VfB Friedrichshafen: Siegesserie reißt im „Schuhkarton“

VfB Friedrichshafen verliert am Samstag Volleyball-Bundesligapartie mit 1:3. Fehlerhafte Volleyballer unterliegen in der niedrigen Lüneburger Gellersenhalle.

Volleyball-Bundesliga: SVG Lüneburg – VfB Friedrichshafen 3:1 (22:25, 25:17, 25:19, 25:23).
Nach sechs Siegen in Folge haben die Norddeutschen die Serie der Friedrichshafener gestoppt, und damit auch die Aufholjagd in der Tabelle auf Ligaprimus Berlin. Im Spiel gegen den Vorjahresdritten aus Lüneburg waren die Gastgeber vor allem in Aufschlag und Block überlegen, Friedrichshafen hatte in der niedrigen Halle mit der Annahme und Verteidigung zu kämpfen. Als wertvollste Spieler wurden beim VfB Libero Luke Perry und bei Lüneburg Außen-Annahmespieler Rene Bahlburg ausgezeichnet.

Mit Zuspieler Simon Tischer, Mittelblocker Marc Honore, Außen-Annahmespezialist Baptiste Geiler, Diagonalangreifer Adrian Gontariu schickte Trainer Stelian Moculescu seine erwartete Formation aufs Feld. Alexej Nalobin (Mittelblock) und Luis Joventino ersetzten ihre verletzten Kollegen Maxi Gauna und Björn Andrae. Und die machten ihre Sache in der Gellersenhalle ebenso gut, wie die anderen Spieler im VfB-Dress. Nicht Friedrichshafen hatte Mühe mit der niedrigen Halle in Lüneburg, die Hausherren schoben den Gontariu-Aufschlag an die Decke. Der VfB agierte sicher in der Annahme und ging das Tempo der Norddeutschen mit (3:3, 12:12). Joventino sorgte mit einem sehenswerten Ball aus dem Hinterfeld für die erste Zwei-Punkteführung der Gäste, eine Aufschlagserie von Simon Tischer baute diese auf bis zu fünf Zähler aus (16:14, 22:17). Lüneburg nahm zwei Mal die Auszeit, Moculescu nutzte diese, um seinen Block zu justieren. Und prompt schickte Joventino den ersten Lüneburger Angriff mit Tempo zurück (23:18). Lüneburg riskierte mehr, kam näher, doch schließlich brachte der amtierende Meister den Vorsprung ins Ziel (25:22).

Der Vorjahresdritte kam ganz anders aus der Pause. Lüneburg erhöhte das Risiko und machte weniger Fehler als noch im ersten Durchgang. Friedrichshafen bekam Probleme in der Annahme und folglich auch im Angriff (6:8, 6:10). Moculescu griff auf ein bewährtes Mittel zurück, brachte Michal Finger für Adrian Gontariu. Mit mittelmäßigem Erfolg. Zwar zog Lüneburg nicht weiter davon, 13 Aufschlagfehler in zwei Sätzen waren aber zu viele, um den Norddeutschen auf die Pelle zu rücken. Moculescu brachte Thilo Späth-Westerholt für Joventino (15:21), um die Abwehr zu stärken, Tomas Kocian sollte neue Impulse im Zuspiel bringen 15:23). Doch die SVG setzte zum Schlussspurt an und glich mit dem 25:17 zum den 1:1 in Sätzen aus.

Trainer Stelian Moculescu vertraute im dritten Durchgang wieder seiner Startformation, nur Adrian Gontariu blieb für Michal Finger auf dem Feld. Doch die Häfler waren immer noch von der Rolle. Zwei Bälle zu Beginn des Satzes landeten im Block, der VfB machte die Punkte für Lüneburg. Marc Honore und Michal Finger brachten ihre Angriffe durch, Lüneburg fand immer eine Antwort (0:2, 5:8). Moculescu nahm die Auszeit, brachte Kocian für Tischer, Aciobanitei für Geiler und schließlich Günthör für Nalobin. Doch die Gastgeber nutzten ihren Heimvorteil gnadenlos. Druckvolle Aufschläge zwangen Friedrichshafen zu Annahmefehlern (6:12, 10:16) und Lüneburg kam selbst vor allem über Außen immer wieder durch (15:19, 19:24). Zum Ende des Satzes konnte der VfB folgen, doch Lüneburg war schon zu weit enteilt (25:19).

Die Mannschaft, die den dritten Satz beendete, begann auch den vierten. Mit Honore und Perry waren nur zwei Spieler aus der Stammformation übrig geblieben. In dieser Kombination hatte das Team noch kein Bundesligaspiel bestritten. Diese Truppe zeigte sich kampfeslustig, stellte Lüneburg vor Probleme. Finger kam durch, Günthör machte seine ersten Punkte und Honore griff im Block zu (3:1, 8:4). Doch lange hielt dies nicht. Annahmefehler brachten Lüneburg erst heran, vor allem durch Außen-Annahmespieler Rene Bahlburg (Ex-Volley Youngstar Friedrichshafen) zog es vorbei und hatte schließlich drei Matchbälle ( 24:21). Zwei wehrte der VfB ab, hatte die Chance zum Ausgleich und gab den Punkt und das Match durch eine Unkonzentriertheit ab. Lüneburg besiegelte die erste Niederlage der Friedrichshafener gegen die SVG in deren Bundesligageschichte.

VfB Friedrichshafen

Punkte gesamt: 84

Angriff: 54

Block: 6

Service: 3

Eigenfehler: 21

Honoré (14), Finger (12), Joventino (9), Gontariu (7), Geiler (7), Aciobanitei (4), Nalobin (3), Kocian 3.

SVG Lüneburg

Punkte gesamt: 97

Angriff; 47

Block: 8

Service: 9

Eigenfehler: 33

Bahlburg (16), Marshall (15), Pörner (13), Kevorken (10), Mora Sabate (6), Klinger (4).

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