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Verfolgerduell gewonnen und Ravensburg ist jetzt Vierter

Der FV Ravensburg gewinnt in Neckarsulm mit 3:0. Fußball-Oberligist verbessert sich damit auf den Tabellenplatz vier. Diskussionen ums 2:0 in Neckarsulm.

Fußball-Oberliga: Neckarsulmer Sport-Union – FV Ravensburg 0:3 (0:0). – „Aufgrund der klareren Torchancen war der Sieg verdient“, freute sich der Ravensburger Trainer Wolfram Eitel nach dem Erfolg beim Tabellendritten. Vor allem das Defensivverhalten seiner Mannschaft stimmte Eitel zufrieden. Bis die drei Punkte aber unter Dach und Fach waren, gab es aber 90 intensive, spannende und teils umstrittene Minuten.

Großer Streitpunkt war die Entstehung des zweiten Ravensburger Treffers. Zuvor hatte der FVR nach Eitel Aussage bereits mehrmals den Ball ins Aus gespielt, ohne dass ein am Boden liegender Neckarsulmer Spieler dann auch behandelt wurde. In der 87. Minute spielten die Gäste deshalb weiter, als wieder ein NSU-Kicker am Boden lag. Da auch der Schiedsrichter das Spiel bewusst weiterlaufen ließ, wollte Eitel seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, dass sie ihren Angriff zu Ende spielte und Sebastian Reiner das 2:0 erzielte.

Lange Zeit sahen die lediglich 100 Zuschauer auf dem kleinen Kunstrasen eine zerfahrenes Partie. „Es war sehr umkämpft und hektisch. Neckars-ulm stand tief, wir hatten viel Ballbesitz“, schildert Eitel. Aufgrund des engen Spielfeldes sorgten die meisten Standardsituationen und einige lange Bälle für Gefahr. Richtig brenzlig wurde es aber auf beiden Seiten selten. Aus dem Spiel heraus gab es nur wenige Möglichkeiten. Die beste für den FVR vor der Pause hatte Rahman Soyudogru, der nach Vorarbeit von Jascha Fiesel das Leder aber nicht richtig traf.

In der zweiten Halbzeit blieb das Verfolgerduell ein umkämpftes Spiel. „Man hat gemerkt, dass die Mannschaft, die das erste Tor macht, wohl das Spiel gewinnt“, sagt Eitel. Während Soyudogru den erlösenden Treffer verpasste, machte es Sturmkollege Wohlfarth besser und vollendete eine Ballstafette über Sebastian Reiner, Harun Toprak und Robert Henning aus kurzer Distanz. Neckarsulm hatte in der Folge zwei gute Ausgleichschancen. Einmal zielte Sebahattin Öztürk zu ungenau und in der 82. Minute fischte FV-Torspieler Haris Mesic einen Schuss von David Gotovac aus dem Winkel.

Für die Ravensburger vergab Wohl-farth zwei Mal die Entscheidung, ehe Reiner aus dem Gewühl heraus die Vorentscheidung gelang. Für die große Aufregung um die Entstehung dieses Treffers zeigte Wolfram Eitel zwar Verständnis, sagte aber auch: „Es steht nicht umsonst im Regelwerk, dass der Einzige, der das Spiel unterbrechen kann, der Schiedsrichter ist.“ Und der stand dicht am Geschehen und hatte keine Veranlassung dazu gesehen. In der Schlussminute erhöhte Wohlfarth sogar auf 3:0, was laut Eitel ein zu hohes Endergebnis war.

Der Ravensburger Trainer freute sich für den Kapitän über dessen zwei Tore. „Das hat er gut gemacht. Dort, wo er stand, musst du als Stürmer stehen.“ Der Sieg, durch den der FV Ravensburg auf Rang vier kletterte, sei knapp, aber verdient gewesen, fügte Wolfram Eitel an. – Tore: 0:1 (63.) Wohlfarth, 0:2 (87.) Reiner, 0:3 (90.) Wohlfarth. – Schiedsrichter: Tobias Eisele (Münchingen). – Zuschauer: 100.

FV Ravensburg: Mesic, Henning, Mähr, Altmann, Fiesel, Toprak, Jeggle (56. Hörtkorn), Reiner, Boneberger (81. Zimmermann), Wohlfarth, Soyudogru (90. Bonelli).

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