Mein

Überraschungen sind ausgeblieben

Die HSG Friedrichshafen-Fischbach steigert sich nach der Pause und gewinnt in Dornbirn/Schoren mit 31:28. Die Ailinger Bezirksligahandballerinen beklagen beim 18:26 gegen Feldkirch II zu viele Ballverluste.

Handball Bezirksliga, Frauen: SSV Dornbirn/Schoren II – HSG Friedrichshafen-Fischbach 28:31 (18:12). – Die HSG hat am Wochenende zwei völlig verschiedene Halbzeiten gezeigt, Sie drehte einen deutlichen Rückstand zur Pause und darf weiterhin hoffen. Schon im Vorfeld war klar, dass das keine leichte Begegnung werden würde. HSG-Trainer Damir Turnadzic musste auf Amelie Wilder, Katharina Stellmacher, Annika Nothelfer und Annika Rist verzichten. Zu allem Übel verletzte sich Stefanie Haid zu Beginn der Partie bei einem Angriff und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Im Hinspiel hatte sich die HSG noch deutlich mit 32:17 durchgesetzt.

Die HSG kam gut in die Partie, es entwickelte sich eine offene Anfangsphase, Lea Scharr traf zum 6:5 (15.). Doch plötzlich schien der Faden im Spiel gerissen. Im Angriff leistete sich Friedrichshafen Abspielfehler, schloss zu überhastet ab und scheiterte immer wieder an der SSV-Torhüterin. Innerhalb von sechs Minuten zogen die Gastgeberinnen auf 12:6 weg, und sie verwalteten diesen Vorsprung souverän bis zum Seitenwechsel. „Es gab eine deutliche Ansprache in der Kabine. Ich denke, dass noch die bittere Niederlage gegen den TV Kressbronn vergangene Woche in den Köpfen der Mädchen war“, sagt HSG-Trainer Damir Turnadzic.

Die Ansprachen des Trainers und von Kapitänin Laura Henrichs schienen angekommen zu sein. Im Angriff wurde konzentriert agiert, die Abwehr stand immer stabiler – eine Aufholjagd begann, die in der 43. Minute belohnt wurde: Ann-Katrin Müller traf zum 21:21. Ein paar Minuten später ging der Tabellendritte durch Lea Scharr in Führung (24:23; 46.). Das Spiel war plötzlich wieder offen. Die Dornbirnerinnen schienen sich an der immer stärker werdenden Abwehr die Zähne auszubeißen, während Torhüterin Nadine Rölli die Würfe entschärfte. Die HSG-Deckung zwang die Österreicherinnen zu unvorbereiteten Abschlüssen, die dann des Öfteren neben dem Tor landeten. Die HSG konnte sich erstmals auf zwei Treffer Differenz absetzen und zog den Vorarlbergerinnen damit den Zahn. Den Schlusspunkt setzte die stark aufspielende Kreisläuferin Laura Henrichs zum 31:28. Mit diesem Sieg festigt die HSG ihren dritten Tabellenplatz und hofft weiterhin auf einen Fehler des HC BW Feldkirch, um die Relegation doch noch zu erreichen.

HSG FN-Fischbach: Amann, Rölli (beide Tor), I. Diemer (6), Feßler (6/3), Henrichs (5), Müller (4), D. Diemer (3), Scharr (3), Pechar (1), Haid (1), Heim (1), Münzer (1).

Ailingen nutzt Torchancen nicht

TSG Ailingen – HCBW Feldkirch II 18:26 (8:15). – Die Ailinger Handballerinnen konnten nicht für eine Überraschung sorgen. In der Summe leisteten sie sich in der neuen Halle zu viele Ballverluste und Fehlwürfe. „Wir haben von Anfang an nicht in unseren Spielrhythmus gefunden. Gegen Feldkirch kann man verlieren, aber wir müssen unsere Torchancen besser nutzen“, fasst Trainerin Andrea Vogel das 18:26 zusammen. „Trotzdem hat meine Mannschaft gekämpft und Tempo ins Spiel gebracht“.

Die Feldkircherinnen waren lediglich zu acht an den Bodensee gereist, bewiesen aber gleich in den ersten Minuten, dass es keinesfalls eine Schwächung für sie war und drückten von Beginn an aufs Tempo. Während die TSG mit ihrer Chancenverwertung haderte, setzte sich der HC auf 11:4 ab (17. Minute.). Andrea Vogel sah sich gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, um ihr Team wachzurütteln. Ihre Worte schienen bedingt zu fruchten, die Chancenauswertung war nun etwas besser. Trotzdem mussten die Gastgeberinnen mit einem hohen Rückstand in die Pause gehen.

Auch in der zweiten Halbzeit war der HC am Drücker. Zwar verkürzte Clarissa Höhn auf 14:20 und ließ damit Hoffnung auf eine Aufholjagd aufkeimen. Diese wurde aber durch die Österreicherinnen schnell wieder zunichtegemacht. Sandra Ströhle traf zum 25:15 (53.). Der TSG gelang noch ein wenig Ergebniskosmetik. „Ich habe die A-Jugendlichen eingebaut, da diese in der kommenden Runde auch in der Damenmannschaft spielen werden. Ich lobe trotzdem den Kampfgeist meines Teams“, sagt Andrea Vogel.

TSG Ailingen: N. Kramer (Tor), Höhn (7/2), Mitsching (3), Huber (2), Schulle (2), Egner (2), Jäger (1), Meschenmoser (1/1), Katzenmaier, Knoblauch, K. Kramer.

Sichern Sie sich jetzt SÜDKURIER Digital und erhalten Sie dazu das iPad Air 2. Sie erhalten damit die Digitale Zeitung und Zugang zu allen Inhalten bei SÜDKURIER Online.
Exklusive Bodenseeweine
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Regionalsport See Ost
Regionalsport See Ost
Regionalsport See Ost
Regionalsport See Ost
Regionalsport See Ost
r
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren
    Jetzt Newsletter anfordern:
    © SÜDKURIER GmbH 2017