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Richard Ringer will den zehnten DM-Titel in der Halle

Drei Leichtathleten des VfB LC Friedrichshafen starten in Leipzig. Martin Sperlich will die EM-Norm über 1500 Meter packen, für Nada Ina Pauer der Titel über 3000 Meter wohl außer Reichweite.

Leichtathletik: Drei Starter schickt der VfB LC Friedrichshafen zu den Deutschen Hallenmeisterschaften, die am Wochenende in Leipzig ausgetragen werden: Richard Ringer und seine österreichische Freundin Nada Ina Pauer gehen über 3000 Meter an den Start. Martin Sperlich hat über 1500 Meter und über 3000 Meter gemeldet. Ziele und Aussichten der VfB-LC-Athleten sind sehr unterschiedlich.

Natürlich will Richard Ringer gewinnen, so wie vor zwei Jahren, als er den Regensburger Florian Orth buchstäblich auf der Ziellinie noch abgefangen hatte. Er startet als Jahresbester und hat sich mit 7:53,56 Minuten bereits für die Hallen-Europameisterschaften in Belgrad vom 3. bis 5. März qualifiziert. Es wäre bereits der zehnte Deutsche Meistertitel für den stärksten deutschen Langstreckler der vergangenen Jahre. Den Sieg streitig machen könnte ihm vor allem der aus Volkertshausen stammende Timo Benitz, der die EM-Norm über 1500 Meter in der Tasche hat und bei einem langsamen Rennen seine Spurtqualitäten ausspielen könnte. Er hat über 800 und 1500 Meter deutlich schnellere Zeiten zu bieten als Ringer. Dieser muss folglich auf der Hut sein und das Rennen schnell machen, um Benitz auf Distanz zu halten. Die 3000 Meter werden am Samstag um 17.40 Uhr gestartet.

Für Nada Ina Pauer ist der DM-Titel außer Reichweite. Aber sie hat sich in den wenigen Monaten am Bodensee über 1500 und über 3000 Meter gewaltig gesteigert. Mit 9:28,71 Minuten steht sie auf Position fünf der Startliste und nur um gut zwei Sekunden von einem Medaillenplatz entfernt. Allerdings haben drei weitere hochkarätige Konkurrentinnen – darunter 3000-Meter-Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause und Alina Reh – noch keine Hallenzeiten anzubieten. Deshalb wäre eine Platzierung zwischen sechs und acht bereits ein großartiger Erfolg.

Martin Sperlich hat zwei Meldungen abgegeben. Die 3000 Meter sicher eher aus taktischen Gründen. Falls er den Vorlauf über 1500 Meter, der am Samstag um 12.25 Uhr angesetzt ist, nicht übersteht, hätte er über 3000 Meter eine zweite Option. Erste Wahl mit Sicherheit: Das Finale über 1500 Meter und die letzte Möglichkeit, die geforderte EM-Qualifikationszeit über 1500 Meter (3:41,50) noch zu erbringen. Das gleiche Ziel haben auch der Wattenscheider Marius Probst und Florian Orth (LG Telis Regensburg). Dieser ist gerade vom Höhentrainingslager aus Südafrika zurück, bestreitet unvorbereitet sein erstes Hallenrennen.

Eine Medaille sollte für Sperlich drin sein, das EM-Ticket kann er eigentlich nur lösen, wenn er mit Norm seinen ersten DM-Titel erringt, denn mit Timo Benitz und Homiyu Tesfaye haben bereits zwei Athleten geliefert und nur der bestplatzierte Norm-Erfüller von Leipzig käme wohl als Dritter zum Zug. Das Finale über 1500 Meter wird am Sonntag um 16.20 Uhr gestartet. Die Finals werden in Eurosport live übertragen, die ARD sendet am Sonntag um 16.50 Uhr eine DM-Zusammenfassung.

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