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Eishockey Ravensburg Towerstars: Neu formiert ins schwere Wochenende

Ravensburg trifft am Freitag in der DEL 2 auf Weißwasser und tritt am Sonntag in Garmisch an. Trainer Toni Krinner bastelt an Sturm- und Specialteams. Verteidiger Raphael Kapzan ist nach zwei Monaten Verletzungspause wieder dabei.

Eishockey-DEL-2: Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse (heute, 20 Uhr, Eisstadion). – Nach dem Null-Punkte-Wochenende gegen Kaufbeuren und Heilbronn und der damit verbundenen Manöverkritik ist bei den Towerstars der Schalter auf „Start“ umgelegt. Dafür sorgte auch Trainer Toni Krinner, der mit seinem Team die zuletzt gezeigten Schwächen analysierte und an Lösungsoptionen arbeitete. „Ja, wir waren alle enttäuscht, aber wir dürfen jetzt nicht in Panik verfallen“, mahnt der Coach vor dem Hintergrund, dass Ravensburg in den zwei Monaten zuvor regelmäßig die Punkte eingefahren hat, der Abstand auf den dritten Tabellenplatz nur sechs Punkte beträgt. Wobei nicht vergessen werden darf, dass die Dresdner Eislöwen ein Spiel mehr absolviert haben als die Konkurrenz.

Auf zwei Klubs, die ebenfalls verbissen um das Direkt-Ticket ins Viertelfinale kämpfen, treffen die Towerstars am Wochenende. In eigener Halle empfangen sie die Lausitzer Füchse, die in diesem Saisonverlauf äußerst selbstbewusst und deshalb auch überraschend konstant unterwegs sind. Ihre schlechteste Platzierung überhaupt war der siebte Rang, derzeit sind sie punktgleich mit Kassel Tabellenvierter. Wie wichtig die Partie für beide Teams ist, zeigt der Abstand: Bei vier Zählern Unterschied könnte Platz vier an diesem Wochenende also wieder erfreulich nahe rücken. Doch Weißwasser wird eine harte Nuss, wie Toni Krinner bemerkt: „Wir müssen da vor allem auf die erste Sturmreihe aufpassen, die rund die Hälfte aller Tore erzielt hat.“

Ähnlichen Respekt hat Krinner übrigens auch vor seinem Ex-Klub SC Riessersee, zu dem die Towerstars am Sonntag ins Olympia-Eissportzentrum nach Garmisch-Partenkirchen fahren. Die Werdenfelser hatten zuletzt zwar einen Durchhänger, sie sitzen den Towerstars aber punktgleich als Tabellennachbar im Nacken. Auch diese Punkte sind also sehr viel wert.

Um gegen die schweren Gegner in der so langsam, aber sicher entscheidenden Phase der Hauptrunde gerüstet zu sein, haben die Towerstars ihre Aufstellung verändert. Im Training wurde sowohl mit den Sturmreihen als auch den Powerplay-Formationen experimentiert. „Bei unserer Powerplayquote geht es fast nicht schlechter, und wenn das kein Anlass ist, etwas zu ändern, wann dann?“, fragt sich der Ravensburger Coach. Wie die neuen Reihen in den nächsten zwei Spielen aussehen werden, will Toni Krinner aus taktischen Gründen nicht verraten. „Da wollen wir dem Gegner natürlich nicht alle Karten auf den Tisch legen.“

Kein Geheiminis ist allerdings, dass Raphael Kapzan nach seiner zweimonatigen Verletzungspause wieder zurück im Team ist. Kapzan war vor seinem Ausfall einer der zuverlässigsten Verteidiger, er wird der Defensive gut tun. Über das Comeback freut sich natürlich Kapzan außerordentlich. „Das Zuschauen müssen ist mir noch nie leicht gefallen. Umso mehr freue ich mich, dass ich der Mannschaft endlich wieder helfen kann“, sagt der 31-jährige Routinier. Da der 20-jährige Maximilian Kolb zuletzt äußert souverän agierte und seinen Platz auch behalten soll, wird der Augsburger Förderlizenzverteidiger Simon Sezemsky in der Oberliga bei Sonthofen eingesetzt.

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Towerstars Ravensburg: Im SÜDKURIER-Themenpaket finden Sie alle Berichte und Bilder zu den Towerstars. Die Ravensburger Eishockeymannschaft spielt in der 2. Bundesliga.

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