Regionalsport See Ost Peter Mörth: "Platz acht als Ziel würde uns keiner glauben"

Der FV Ravensburg hat am Samstag seinen Oberliga-Kader vorgestellt. 1:3-Niederlage imFußball-Testspiel gegen Regionalligist SSV Ulm.

Fußball-Oberliga: Fast täglich sind die Fußballer des FV Ravensburg in der Vorbereitung im Einsatz. Ausnahmen gibt es bis zum Auftaktspiel am 11. August in Reutlingen kaum. Den ersten freien Tag genossen die Spieler von Wolfram Eitel nach elf Vorbereitungstagen gestern. Bis zum ersten Pflichtspiel am 5. August (wfv-Pokal in Kisslegg) folgen nur zwei weitere. Am Sonntag begann für die Ravensburger der Markdorf Cup, am Samstag standen mehrere Programmpunkte an.

Zunächst traf sich die Mannschaft zum Fototermin, um 11 Uhr fand in der Innenstadt die offizielle Kaderpräsentation statt und mittags probte der Oberligist gegen den SSV Ulm in Wolfegg. Trotz einer guten Leistung unterlag der FV im äußerst intensiv und teilweise hart geführten Vorbereitungsspiel dem Regionalligisten mit 1:3. Neuzugang Max Chrobok hatte Ravensburg in Führung gebracht. „Wir haben nach hinten gut gearbeitet. Ulm war insgesamt cleverer im Ausnutzen der Fehler“, lautet das Fazit von Eitel.

Der ehemalige Offenburger Chrobok war als einer von sechs Neuen durch Stadionsprecher Ralf Reimann vorgestellt worden. Zudem hat sich der ambitionierte Traditionsverein mit dem ehemaligen FV-Jugendspieler Burhan Soyudogru (Stuttgarter Kickers), Ex-Profi Bartosz Broniszewski (TSV Berg), Felix Hörger (SSV Ulm) und Burak Coban (Turgutluspor) verstärkt. Einziger neuer Spieler aus dem eigenen Lager ist Torspieler Niklas Volo, der noch in der A-Jugend spielberechtigt ist und an den arrivierten Haris Mesic und Kevin Kraus wohl nicht vorbeikommt. „Ein talentierter Torwart, der als U-19-Spieler Steigerungspotenzial hat“, beschreibt Eitel den Jüngsten im Team. Zudem im Kader stehen Simon Kraft und Felix Bonelli, die beide in der Vergangenheit schon phasenweise der ersten Mannschaft angehört hatten.

Die fünf externen Zugänge sind interessante Spieler, wobei vor allem Hörger, Broniszewski und Coban – allein aufgrund ihrer Erfahrung – Kandidaten für die Startelf sein dürften. Bei Hörger imponieren dem Trainer „sein gutes Passspiel, seine Ruhe am Ball, die Übersicht. Er kann das Tempo variieren, wie es auf dieser Position bisher keiner bei uns konnte. Diese Position“ wird auf jeden Fall in der Defensivzentrale, voraussichtlich auf der Sechs, sein.“

Broniszewski, der auf Zweitligaerfahrung für den 1. FC Kaiserslautern zurückblickt, plagt sich derzeit mit Rückenproblemen, hat laut Eitel aber in den bisherigen Spielen „mit seiner Ruhe am Ball und seiner Abgezocktheit“ überzeugt. Er müsse sich zwar vom Verbandsliga- auf das Oberliganiveau umstellen – „bei seiner Klasse mache ich mir da aber keine Sorgen.“ Coban, der zuletzt ein halbes Jahr in der dritten türkischen Liga aktiv war, soll die Ravensburger Außenbahn beleben. Gegen seine Ulmer Ex-Kollegen sah Eitel ihn etwas übermotiviert, aber „er ist insgesamt ein Erlebnis. Er hat eine hohe Dynamik und Spritzigkeit und ist ein super Vorbereiter“, lobt der Coach.

Den Grund für den Wechsel nach Ravensburg beschreiben Hörger und Coban, beide einst Spieler unter Eitel in Heidenheim, wie folgt: „Es war früher schon immer sehr unangenehm, gegen sie zu spielen“, sagt Hörger über den FVR. „Er hat eine sehr gute Mannschaft“, ergänzt Coban, „da geht was nach oben.“ Auch Hörger ist überzeugt, „dass hier etwas aufgebaut wird“.

Doch auch Burhan Soyudogru, Cousin von Stürmer Rahman Soyudogru, und Chrobok machen derzeit auf sich aufmerksam und haben das Zeug, sich in die Anfangsformation zu spielen. „Man hat bei beiden gesehen, dass sie mit ihrer Quirligkeit, ihrer Spielfreude und dem hohen Tempo eine Bereicherung sind“, sagte Eitel nach dem Ulm-Spiel. 25 Mann umfasst derzeit der Kader, Eitel möchte ihn nach der Vorbereitung auf 20 Feld- plus drei Torspieler verkleinern.

Bis dahin wird es ein Hauen und Stechen um die Plätze geben. In den vergangenen Jahren sei man stets gut gestartet und habe dann eine Schwächeperiode erlebt. Diese gelte es, in der neuen Saison zu vermeiden, so Eitel. Dafür hat sich der FV Ravensburg „in der Spitze verstärkt, zumindest auf dem Papier“, wie der 2. Vorsitzende Peter Mörth sagt. „Jetzt müssen sie das auch auf dem Platz zeigen.“ Der ausgegebene fünfte Platz als Ziel ist für ihn die logische Folgerung der Weiterentwicklung. „Wir waren im Vorjahr Sechster. Da würde es uns keiner glauben, wenn wir jetzt Platz acht als Ziel ausgeben würden.“

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