Regionalsport See Ost K.-o.-Sieg Nummer 14 für Anatoli Muratov

Anatoli Muratov besiegt in Göppingen den Georgier Shavlego Tsamalaidze. Der Friedrichshafener Boxer gehört zu den besten zehn in Deutschland.

Boxen: Nicht nur das Heimspiel von Ex-Weltmeister Firat Arslan, sondern auch der Fight von Anatoli Muratov aus Friedrichshafen wurde am Samstagabend in der EWS Arena vorzeitig entschieden. Nach seinem zehnten Sieg in Folge dürfte sich der UBF-Europa-Meister im Ranking der Weltrangliste Richtung Platz 100 bewegen und sich in der Deutschen Rangliste sogar unter den Top Ten befinden.

„Mein Gegner war ausnahmsweise einmal gleich groß wie ich“, berichtet der 28-jährige Friedrichshafener nach seinem Sieg, „und das Gewicht hat auch bestens gepasst. Das Einzige was für mich etwas schwieriger war, dass er von einer der unteren Gewichtsklasse kommt und ich schon länger keinen mehr von unten geboxt habe. Bekanntlich sind diese Boxer recht schnell. Aber mit der Schnelligkeit konnte ich, glaube ich, sehr gut umgehen“, schaut Muratov grinsend um sich. Dies bestätigte Manager Benedikt Poelchau, besser bekannt als Benny Blanko. „Ich bin sehr zufrieden mit Toli. Sein Gegner war nicht schlecht, aber er hat ihn physisch gebrochen.“

Shavlego Tsamalaidze stand während des gesamten Kampfes einem hochkonzentrierten Muratov gegenüber. Bereits in der ersten Runde landete der Friedrichshafener Fighter, der beim BT Langenargen mit Thomas Schuler verstärkt Pratze trainiert hatte, die klareren und härteren Treffer. Die zweite Runde begann für den Georgier mit einem Niederschlag und er wurde zum ersten Mal angezählt. Beim zweiten Mal rettete ihn der Gong über die Zeit. In Runde drei setzte sich Tsamalaidze noch einmal zur Wehr, boxte im Infight und traf Muratov mit seiner Rechten am Auge. Für den Profiboxer war dies kein Problem, unbeeindruckt verfolgte er sein Ziel und landete erneut zahlreiche Treffer, bis der Ringrichter den Fight abbrach und das Urteil: Sieg durch K.-o. fällte. Nach diesem überlegenen Erfolg verrät der Europa-Meister, dass er sein Gegenüber zwar nicht gekannt hatte, jedoch ein Youtube-Video von einem Kampf gesehen habe. „Du weißt dann zwar, wie er boxt, kannst dich etwas darauf einstellen, aber in jedem Kampf ändert sich der Gegner.“

Der ehemalige Amateurboxer desBC Wangen, Denis Kabasic, gewann trotz einer Handverletzung seinen zweiten Profikampf gegen den erfahrenen Berliner Mazen Girke klar nach Punkten. Trainer „Castro“ Nizar Issa, der auch Firat Arslan trainiert, war mit dessen Leistung sehr zufrieden. „Wir haben Denis Finger getapet und er hatte sicher Schmerzen. Er ist im Training sehr fleißig und macht in den zwei Jahren, die wir zusammen trainieren, sehr gute Arbeit. Kondition und Schlaghärte fehlen ihm zwar noch etwas, aber daran arbeiten wir.“

Als Firat Arslan, EM-Titelverteidiger und Gürtelinhaber des Verbandes WBO, in den Ring gerufen wurde, kochte die Stimmung in der EWS Arena. Herausforderer Goran Delic und Arslan tasteten sich die ersten Runde ab. Keiner wollte seinem Gegner die geringste Chance zu einem starken Treffer geben. Ab der fünften Runde fand der Donzdorfer das richtige Distanzgefühl, landete ein paar harte Treffer und traf in der sechsten Runde den in Banja Luka lebenden Bosnier so hart, dass dieser zu Boden und K.-o. ging. Die EM-Krone war verteidigt.

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