Mein

Regionalsport Hochrhein Jan Tschentscher macht hinten dicht

06.09.2010
Artikel drucken


Fußball-Bezirksliga, Hochrhein: – In der Regel sind das versaubeutelte Chancen, von denen ein Spieler nachts noch träumt.

„Geht nicht – ich habe Nachtschicht“, fand Marc Kaltenbacher nach dem Schlusspfiff in Schwörstadt zumindest sein Lachen wieder.

Der zur Pause für den verletzten Stefan Fels eingewechselte Angreifer hätte in 87. Minute der „König von Stetten“ werden können. Marius Schäuble schlenzte einen Freistoß auf den Kopf von Jan Tschentscher: „Der Jan legt ihn mir auf, wie es besser nicht geht“, schüttelte Marc Kaltenbacher den Kopf: „Aber für den Fuß war der Ball zu hoch und für den Kopf zu tief“, hält er sich die Hand an die Brust: „Hier oben konnte ich ihn nur mit dem Knie noch kriegen.“

Die dickste Chance für den Landesliga-Absteiger war dahin. Dass die Kugel die Latte touchierte, machte es nicht besser: „Klar, war das schade. Aber vor dem Spiel wollten wir einen Punkt und den haben wir auch“, war Trainer Georg Meier, der die Elf mit dem verletzten Spieler Süleyman Kaya trainiert, am Ende doch zufrieden: „Immerhin haben sieben Stammspieler gefehlt.“

Sieben auf einen Streich hatte das Trainer-Duo zu ersetzen. Da war Georg Meier heilfroh, dass Ex-Spielertrainer Jan Tschentscher nach dem Einsatz beim 2:1 gegen den SV Todtnau nun auch in Schwörstadt dabei war: „Er war der Garant für den Punktgewinn.“

Doch lang wird die Freude bei Meier und Kaya nicht halten. Jan Tschen- tscher betonte noch auf dem Platz, dass seine kurze Mission bereits wieder beendet sein wird: „Ich helfe aus, wenn Not herrscht. Das habe ich getan.“ Schließlich sind am Sonntag gegen den SV Herten die gestern verhinderten Markus Bachmann, Andreas Rutschmann und Stefan Ebner wieder an Bord. Alex Michla, der kurzfristig wegen Krankheit absagen musste, dürfte ebenso wieder spielen können, wie Stefan Fels, der zur Pause raus musste, weil er einen Zeh geprellt hatte.

So überzeugend die Eintracht in der Abwehr stand und ihrem Keeper Mario Hartmann – er kam aus dem Nachwuchs der Spvgg. Wutöschingen – die Chance gab, seine Klasse zu beweisen, so schwach verliefen über weite Strecken die Angriffsbemühungen. Torjäger Marius Schäuble war auf sich allein gestellt. Ein geordneter Spielaufbau fand nicht statt, so dass Torchancen – bis auf die Möglichkeit für Kaltenbacher – echte Mangelware blieben.

Grund zur Sorge ist das in Stetten allerdings – noch – nicht: „Wenn der Kader beisammen ist“, so Spielleiter Werner Schäuble: „Dann können wir gut mithalten.“ Die Ziele sind ohnehin bescheiden: „Den Umbruch vornehmen und einen sicheren Mittelfeldplatz erreichen“, sieht Georg Meier Ambitionen weder an der Tabellenspitze noch in der Abstiegszone

SV Schwörstadt - Eintracht Stetten 0:0
Regionalsport Hochrhein
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung