Regionalsport SeeOst „Die Mannschaft muss antworten“
22.10.2010
Fußball-Bezirksliga: TSV Tettnang – FC Dostluk Friedrichshafen (Sonntag, 15 Uhr). – Es war die Nachricht der Woche: Nach anfänglichen Spekulationen bestätigte Christian Rasch gestern Mittag, dass er nicht mehr Trainer beim Landesligaabsteiger TSV Tettnang ist. Seine Nachfolge tritt vorübergehend Hans-Peter Dannecker an, der bisher als Ko-Trainer fungierte. Dieser verlangt von seinem Team nun eine Reaktion am Sonntag gegen den FC Dostluk Friedrichshafen.
„Natürlich muss die Mannschaft jetzt eine Reaktion zeigen“, sagt Hans-Peter Dannecker, der vorübergehend das Traineramt beim TSV übernimmt. „Die Leistung am vergangenen Wochenende war indiskutabel. Das darf uns nicht noch mal passieren.“ Denn bei der 1:2-Niederlage in Schnetzenhausen fehlte alles, was sich die Tettnanger vorgenommen hatten. „Es war einfach nichts da“, ärgert sich Dannecker. „Gegen den FC, der eine technisch sehr gute Mannschaft ist, muss jetzt eine Antwort vom Team kommen. Denn immerhin stehen die Friedrichshafener vor uns in der Tabelle.“ Natürlich bleibt die Frage, warum Christian Rasch sich zu dieser Zeit entschloss, sein Amt abzugeben: „Ich hielte es für die beste Option. In den vergangenen Wochen beziehungsweise Monaten war spielerisch ein negativer Trend zu erkennen. Der elfte Tabellenplatz in der Bezirksliga ist einfach zu wenig“, sagt Christian Rasch. „Ich wünsche natürlich, dass der TSV Tettnang nun eine gute Reaktion zeigt und erfolgreicher zu Werke geht.“
Im Gegensatz zu den Hausherren konnten sich die Gäste aus Friedrichshafen am vergangenen Wochenende in der Liga zurückmelden. Mit dem 1:0-Sieg über den SV Kressbronn im Rücken tritt der FC Dostluk mit mehr Selbstbewusstsein den Weg zum Kellerderby in Tettnang an. „Wir haben gezeigt, dass wir auch die Großen schlagen können“, sagt Karsten Schulz, der Trainer des FC Dostluk Friedrichshafen. „Ein Punkt wäre natürlich eine super Sache.“ Doch Schulz muss wahrscheinlich auf zwei Leistungsträger verzichten: Nach einer Grippewelle sind die Einsätze von Kapitän Cemal Sirin und Oktay Ilk weiterhin sehr fraglich. Schulz: „Nichtsdestotrotz sehe ich nach der Talfahrt wieder Licht.“
