Kreisliga A, Staffel 2: TSV Schlachters – VfL Brochenzell (Sonntag, 15.00 Uhr). – Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen zum Spitzenspiel am Sonntag: Brochenzells Trainer Bernd Filzinger sieht Schlachters als „harte Nuss“, Schlachters Reiner Häfele hingegen hielte einen Sieg seiner Mannschaft für eine Sensation, er wäre bereits mit einem Unentschieden zufrieden. Die Siegesgewissheit hält sich also auf beiden Seiten in Grenzen, niemand will sich falsche Hoffnungen machen. Einerseits ist die Grundsituation der beiden Teams die gleiche: Beide spielten am vergangenen Wochenende gegen Mannschaften vom Tabellenende, beide gewannen souverän. Sie liegen beide ganz oben in der Tabelle, Brochenzell auf dem ersten, Schlachters auf dem dritten Platz.
Dennoch hält Trainer Häfele sich bedeckt. Schlachters fehlen drei zentrale Spieler, die schon oft wichtige Tore gemacht bzw. verhindert haben. Trainer Häfele findet das „sehr schade“, er hätte sich gerne auf ein „richtiges Kräftemessen“ mit Tabellenführer Brochenzell eingelassen, den er als „Topfavorit der Liga“ sieht. Aus diesem Grund setzt er – im Heimspiel – eher auf Defensive, mauern ist zwar nicht, vielleicht nur ein „bisschen“, eher kontern. Man dürfe diesmal nicht so offensiv ins Spiel gehen wie sonst. Aber er will nicht jammern. „Ein Punkt wäre schön, aber wenn wir verlieren, geht die Welt auch nicht unter.“
Und Bernd Filzinger? Er will Schlachters nicht „auf die leichte Schulter nehmen“, wie die sich offenbar selbst. Das 5:1 gegen Nonnenhorn am vergangenen Wochenende sei gut gewesen, aber es gebe noch Verbesserungspotenzial. Man habe damals in der zweiten Halbzeit nachgelassen, insgesamt hätte es zu viele Einzelaktionen gegeben, moniert der Brochenzeller Coach. Diesmal müsse seine Mannschaft „von der ersten Minute an wach“ sein, sie müsse geduldiger werden. Statt der Einzelaktionen solle der Ball vermehrt laufen und über mehr Stationen gespielt werden. Aber ganz gleich, wie vorsichtig das jetzt auch klingen mag: Bernd Filzinger geht zuversichtlich ins Spitzenspiel.
