Der gestrige Spieltag in der Fußball-Bezirksliga war eine torreiche Angelegenheit. 46 Treffer erzielten die 16 Mannschaften. Überraschungen blieben nicht aus. Mit dem SV Amtzell, der SG Kisslegg und der TSG Bad Wurzach führen drei Allgäuer Klubs die Tabelle nach drei Spielen an.
Fußball-Bezirksliga: SV Mochenwangen – TSG Bad Wurzach 0:2 (0:1). – Tore: 0:1 (16.) Müller (Foulstrafstoß), 0:2 (75.) Zollikofer. – SR: Traube. – ZS: 100.
Enttäuscht hörte sich Mochenwangens Trainer Miroslav Topalusic an, der mit ansehen musste, wie die clever die Räume eng machenden Bad Wurzacher seiner Mannschaft wenig Raum zum Spielen ließ. Und weil der SVM nicht die Leistung der vergangenen beiden Partien abrufen konnte, mussten er und die Elf einen „Rückschritt“ hinnehmen. „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen“, fasst Topalusic die ersten Minuten zusammen. Der vom Torhüter verschuldete Foulstrafstoß „spielte den Wurzachern in die Karten“ (Topalusic), die ihre defensive Taktik weiter erfolgreich verfolgen konnten. „Wir haben nicht genug gemacht“, kritisierte der Mochenwangener Trainer seine Mannschaft, die auf Andreas Spieß verzichten musste und umgestellt werden musste. Dies und dass „wir zu schlecht gespielt haben“, waren für Topalusic vor allem die Gründe für die Niederlage gegen Wurzacher, die aus „einer Chance zwei Tore“ (Topalusic) gemacht hatte. (heh)
TSV Eschach – TSV Tettnang 3:4 (2:1). – Tore: 1:0 (8.) Böning, 2:0 (20.) Böning, 2:1 (38./Foulstrafstoß) Zech, 3:1 Fässler (50.), 3:2 (76.) Kern, 3:3 (78.) Edel, 3:4 Rabic (80.). – Rote Karte: (90.) Weilekes (Eschach). – Zuschauer: 100. – Schiedsrichter: Dorner.
Der TSV Tettnang drehte das Spiel innerhalb von fünf Minuten und gewannt verdient. Schon zu Beginn waren die Gäste im Eschacher Kirchwegstadion die spielbestimmende Mannschaft. Sie vergaben jedoch mehrere klare Tormöglichkeiten, was Eschachs Benedikt Böning mit zwei sehenswerten Toren in der ersten Spielhälfte schonungslos bestrafte. Das 1:2 gelang den Gästen kurz vor dem Halbzeitpfiff per Foulstrafstoß. Nach dem 3:1 kurz nach der Pause schien das Spiel aus Sicht der Heimmannschaft einen erfolgreichen Verlauf zu nehmen, doch dies war gestern Abend nicht der Fall. Zwischen der 75. und 80. Spielminute gelang es den Gästen dreimal, den starken Eschacher Torhüter Moritz Schell zu überwinden. Eschachs Spieler wirkten müde und fassungslos, stemmten sich gegen die zweite Saisonniederlage, doch es gelang ihnen in einer hektischen Schlussphase kein weiteres Tor. (ugr)
FG 2010 W/R/Z – VfB Friedrichshafen II 3:1 (2:1). – Tore: 0:1 (10.) unbekannt, 1:1 (22.) Schmidt, 2:1 (30.) Eigentor, 3:1 (52.) Martinovic. – Schiedsrichter: Steinle (Unterstadion). – Zuschauer: 150. – Gelbe Karte: Montano (80., Meckern).
Die Parallelen zum Baienfurtspiel waren für FG-Trainer Thomas Ardemani nicht zu übersehen: Auch beim 5:2 am Wochenende lagen wir zurück“, erinnert sich der Coach des Aufsteigers, „und gewannen dann noch.“ Die Mannschaft, so Ardemani, brauche wohl den Druck, um in ihren Rhythmus zu kommen. Glück hatte der Gastgeber aber auch. Das Eigentor der „nicht ungefährlichen Friedrichshafener“ (Ardemani) stabilisierte das FG-Spiel, und zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt fiel das dritte Wilhelmsdorfer Tor. „Das war enorm wichtig“, weiß der Trainer. Denn ohne den dritten Treffer hätte es für den Gastgeber in den Schlussminuten durchaus nochmals eng werden können. (heh)
SV Seibranz – SG Baienfurt 1:3 (1:0). – Tore: 1:0 (44.) Zollikofer, 1:1 (50.) Schaden, 1:2 (80.) Städele, 1:3 (83.) Hecht. – SR: Häussermann (Biberach). – ZS: 110.
„Das war ein schlechter Kick“, fand Seibranz-Pressemann Norbert Locher deutlich Worte für die Leistung beider Mannschaften. Die Gäste waren in der Anfangsphase optisch überlegen, verpassten es aber in Führung zu gehen. Umso überraschender kam das 1:0 der Gastgeber. Die Baienfurter Abwehr hatte auf Abseits gespielt und Philipp Zollikofer damit förmlich eingeladen. Doch die Gästeantwort ließ nach Wiederanpfiff nicht lange auf sich warten und die Baienfurter durften sich nach einem sehenswerten Treffer über den Ausgleich freuen. Die SG blieb weiterhin das bessere Team, während Seibranz „zu ideenlos im Spielaufbau“ agierte. Nach zwei Flankenläufen in der 80. und 83. Minute zeigten sich die Baienfurter reaktionsschneller und sicherten sich so verdient die drei Punkte. (sev)
SV Weingarten – SV Fronhofen 3:2 (1:1). – Tore: 1:0 (31.) Zoyke (Strafstoß), 1:1 (39.) P. Kemmer (Strafstoß),2.1 (47.) Peli, 3:1 (68.) Zoyke (Strafstoß), 3:2 (88.) M. Deutelmoser. – SR: Lott. – ZS: 200. – Rote Karte: (90.) Bleile (SVW).
Weingarten wirkte optisch überlegen in der ersten Hälfte und gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe im Mittelfeld. Nach dem 1:0 hatte Torschütze Kai Zoyke zweimal die Chance zu erhöhen, vergab aber. Nach einem völlig unnötigen Foul im Strafraum von Kubilay Bozkurt glich Fronhofen zum äußerst schmeichelhaften 1:1 aus. Doch gleich zu Beginn der zweiten Hälfte rückte Weingarten nach einem schönen Pass von Kai Zoyke die Verhältnisse wieder gerade, als Simon Peli zum 2:1 einschob. Doch nach dem Tor zogen sich die Gastgeber weit zurück und Fronhofen baute immer mehr Druck auf. Nach einem umstrittenen Strafstoß, der Weingarten das 3:1 bescherte, schien die Messe gelesen. Die Gäste gaben sich jedoch nicht auf und hätten durchaus noch mehr erreichen können als nur den Anschlusstreffer. „Wir hätten das Spiel in der ersten Halbzeit klar machen müssen“, kritisierte Weingartens Trainer Michael Steinmaßl die steigerungsfähige Chancenverwertung. Frohofens Pressemitarbeiter Jürgen Möhrle fand ebenfalls klare Worte: „Wir waren in den ersten 60 Minuten gar nicht auf dem Platz.“
SV Amtzell – FV RW Weiler II 5:2 (2:2). – Tore: 1:0 (13.) Rädler, 2:0 (14.) Wetzel, 2:1 (34.) Knapp, 2:2 (40.) Hehle, 3:2 (50.) Ernst, 4:2 (56.) Ernst, 5:2 (63.) Wetzel. – Gelb-Rot: Gruber (43. FVW), Hehle (80., FVW). – Zuschauer: 150.
Eine starke Anfangsviertelstunde nutzte die Heimelf zur Führung durch Franz Rädler. Nur eine Minute später legte Simon Wetzel nach. Einen Eckball köpfte Weilers Benjamin Knapp zum 1:2 ins Tor. Noch vor dem Wechsel glichen die Gäste überraschend aus. Kurz darauf dezimierte sich Weiler, als Martin Gruber Franz Rädler nur unfair stoppen konnte. Die Heimelf kam mit viel Schwung aus der Kabine, doch die erste Gelegenheit hatten die Gäste. Benjamin Schwärzler lief allein auf Torspieler Julian Hinkel zu, der mit einer Glanzparade den Rückstand verhinderte. Dann traf Alexander Ernst gleich zweimal und nach gut einer Stunde zirkelte Simon Wetzel einen Freistoß zum verdienten 5:2 ins Eck.
SG Kisslegg – SG Argental 6:3. – Von dieser Partie erreichte uns leider kein Spielbericht.