Mein

Regionalsport SeeOst Saisonauftakt vor prächtiger Kulisse

13.08.2011
Schlagwörter


Fußball-Bezirksliga: SV Mochenwangen – SV Weingarten 2:0 (1:0). – (sev) Das Saisonauftaktspiel fand bereits gestern statt und der favorisierte Landesliga-Absteiger setzte sich vor dem mit 400 Zuschauern gut besuchtem Haus am Ende verdient gegen den Wiederaufsteiger aus Weingarten durch.

Besonders in der ersten Hälfte sei sein Team „klar bestimmend“ gewesen, während Weingarten auf Konter gelauert hätte, berichtet Mochenwangens Trainer Miroslav Topalusic. In der zweiten Hälfte musst Weingarten dann mehr riskieren, kam zu zwei guten Chancen, lief den Gastgebern aber auch immer wieder in gefährliche Konter. Einer dieser Konter brachte letztlich die Entscheidung. „Wir haben noch hohen Verbesserungsbedarf“, meinte Mochenwangens Coach, der noch „viel Potenzial nach oben“ sieht. Besonders die ersten Spiele seien besonders wichtig nach der unglücklichen vergangenen Landesliga-Spielzeit. „Wir haben das Potenzial vorn mitzuspielen“, glaubt Topalusic. „Wir hätten noch eine Stunde spielen können und hätten wohl doch kein Tor geschossen“, meint sein Gegenüber, Michael Steinmaßl. „Wir müssen uns noch kräftig im Tempo steigern und mehr Torchancen herausspielen“, nimmt Steinmaßl als Erkenntnis mit aus diesem Spiel. Sein Team habe zu viel um den 16er herumgespielt. Angesichts des schweren Auftaktprogramms, mit weiteren Derbys gegen Eschach und Fronhofen, hofft er auf eine baldige Steigerung. - Tore: 1:0 (34.) Spieß, 2:0 (84.) König (Eigentor). - SR: Ortmann. - ZS: 400.

„Unser Ziel wird trotz der guten und konstanten Leistung in der vergangenen Saison abermals der Klassenerhalt sein“, so der Trainer der SG Argental. Mit Neuzugang Philipp Ziegler konnte sich der Verein über einen hochklassigen Spieler aus der Regionalliga freuen, der „im besten Falle den verletzungsbedingt ausfallenden Stammspieler Michael Siegle im Mittelfeld würdig vertreten kann“, so hofft Hellmann. Aufsteiger FG 2010 WRZ schätzt er stark ein: „Sie haben in der Relegation einen starken Eindruck gemacht. Es wird schwer zu punkten“, gibt Hellmann zu.

Das größte Problem von Trainer Paulo Neves ist personeller Natur. Der Kader des FC Wangen II umfasst gerade einmal 19 Spieler. Zum Vergleich: Der SV Seibranz kann über 39 Spieler im Kader vorweisen. Trotz weniger Fußballern sieht Neves keinerlei Probleme in der Qualität seiner Mannschaft. „Die Spieler, welche mir zur Verfügung stehen, haben sehr gute fußballerische Fähigkeiten und können mit dem Niveau der Bezirksklasse mehr als mithalten.“

Mit Platz vier in der vergangenen Saison war das Team des FC Isny um Trainer Orhan Tarhan keineswegs zufrieden. „Das wollen wir in diesem Jahr anders machen“, erklärt Tarhan. Die junge Mannschaft, die nur Spieler zwischen 18 und 25 Jahren in ihren Reihen hat, durfte sich unter anderem über zwei Neuzugänge aus der A-Jugend des FC Wangen freuen. „Meine Jungs sind taktisch bestens vorbereitet“, schwärmt Tarhan. „Wir haben unser altes 4-4-2 System perfektioniert und wollen durchstarten“.

„Kurzpassspiel, Kondition und gut verschieben“. Das stand auf der Liste der Trainingseinheiten von Reinhold Bloching vom SV Fronhofen in der Vorbereitung ganz oben. Durch den Einbau von sechs Spielern aus der eigenen A-Jugend wird der Kader des SVF immer jünger. „Wir setzen trotz der vielen jungen Spieler auf altbewährtes. Jeder muss auf dem Boden bleiben. Nur so können wir an die starke Leistung aus der vergangenen Saison anknüpfen.“

Durch den Abgang von Führungsspieler Stefan Zollikofer und die verletzungsbedingt längerfristigen Ausfälle von Frank Schmuck und Christoph Sailer wird es der SV Seibranz nicht einfach haben. „Unser Ziel ist es, die Platzierung der Vorsaison zu erreichen“, gibt der neue Trainer Gerhard Grünhagel als Orientierung für die neue Spielzeit an. „Die Abwehrleistung könnte allerdings verbessert werden“, fügt er hinzu.

„Der Klassenerhalt wird für uns schwierig“, sagt Trainer Rolf Weiland vom VfB Friedrichshafen II. „Unsere vielen Zugänge aus der eigenen A-Jugend werden es in der Bezirksliga vor allem gegen erfahrene Mannschaften schwer haben“, gibt Weiland zu. „Dennoch wollen wir mit unserer Fitness überzeugen und eine gute Figur abgeben.“ Für allzu viele Feinabstimmungen hat es in der Vorbereitungsphase nicht mehr gereicht und so sieht sich die junge Mannschaft auch am kommenden Sonntag beim Tabellendritten der vergangenen Saison, dem TSV Echach, als klaren Außenseiter. „Es wird schwer bei einer so starken Mannschaft bereits zum Anfang der Saison zu bestehen“, gesteht Weiland.

„Wir setzen trotz der neuen Liga und den stärkeren Gegnern zunächst einmal auf Altbewährtes.“ Klare Worte von Trainer Peter Alber vom FV RW Weiler II. Das konterstarke Team sieht seine größten Probleme in der Abwehr. „Da gibt es noch einiges zu verbessern“, konstatiert Alber. Aber dennoch will er die neue Saison nicht mit Missmut angehen. „Wir kämpfen von Anfang an gegen den Abstieg. Trotzdem oder gerade deswegen wollen wir den Schwung vom Aufstieg in die erste Partie mitnehmen.“

Neuer Trainer, neue Spieler und eine neue Liga bringen viel Veränderung beim FG 2010 Wilhelmsd./Riedh./Zussd. Was aus Sicht der Verantwortlichen hoffentlich bleibt, ist die Euphorie und die großartige Unterstützung der Mannschaft neben dem Platz. Der „zwölfte Mann“ ist besonders bei den Relegationsspielen eine echte Unterstützung der Mannschaft gewesen und wird auch in der Bezirksliga in diesem Maße beitragen. Dennoch mahnt Trainer Thomas Ardemani vor der allzu großen Leichtigkeit: „Das Niveau und Tempo der Bezirksliga kann uns eiskalt erwischen. Wir müssen schon im ersten Spiel hellwach sein.“

Der Tabellenzweite und „Fastaufsteiger“ der abgelaufenen Spielzeit, die SG Kisslegg, sieht sich trotz allen Lobes nicht als klaren Favoriten. „Wir rechnen mit vielen Mannschaften. Isny, Eschach, aber auch der Geheimfavorit SV Amtzell werden schwer bezwingbar sein“, gesteht Trainer Ewald Schmid. „Wir haben eine gute Runde gespielt und fast alles richtig gemacht.“ Nun gilt es abermals vorne anzugreifen. Außer Tobias Krug, der den Angriff der SG nach einer Verletzungspause wieder unterstützen kann und den verletzungsbedingt ausfallenden Sven Findeisen (Achillessehne), geht der gleiche Kader wie in der Vorsaison an den Start.

Durch den Abgang vieler Leistungsträger wie beispielsweise Klavitter (FV Ravensburg) oder Botschkarew (Karriereende) muss der neue Trainer der SG Baienfurt, Harald Wetzel, bereits zu Beginn seiner Amtszeit einige Probleme lösen. „Die fehlenden Spieler zu ersetzten, wird äußerst schwer. Unser Ziel wird in erster Linie das Vermeiden des Abstiegs sein“, prognostiziert Wetzel. „Wo wir genau stehen, wissen wir aber erst ab dem vierten oder fünften Spieltag.“

Das Problem gegen Ende der vergangenen Saison bei der TSG Bad Wurzach war laut Spielleiter Müller mentaler Natur. „Als klar war, dass wir die Klasse halten werden und wir einen neuen Trainer bekommen, ließ die Motivation der Mannschaft beträchtlich nach. Wir werden in der kommenden Runde von Anfang bis Ende voll motiviert sein, um auch in der oberen Tabellenhälfte mithalten zu können. Mehr als zehn Neuzugänge, darunter auch das Mittelfeld-Ass Stefan Zollikofer (SV Seibranz) und mit Wilfried Hess ein neuer, aber erfahrener Trainer verstärken den Verein.

Uwe Hansen war bereit 2003 bis 2005 Trainer beim SV Amtzell. Jetzt kehrt er zum Team zurück. Im Vergleich zu seiner ersten Amtszeit ist die Mannschaft nun sehr viel jünger. „Ich denke, dass sich von den jungen Spielern durchaus ein paar durchsetzten und sich als Leistungsträger etablieren können“, denkt der Trainer. Das größte Problem der vergangenen Saison waren viele Verletzte und ein kleiner Kader. „Unsere neues Team ist jetzt wesentlich größer. Der Konkurrenzkampf in der Mannschaft lässt ebenfalls nicht zu wünschen übrig“, so Hansen.

„Wir müssen noch gehörig daran arbeiten, konstanter zu spielen. Im Spiel selbst und über die ganze Saison natürlich auch“, bemängelt der Trainer des TSV Eschach, Jens Rädel. „Wir haben aber im Training auch noch weitere Fehler in unserem System entdeckt. Diese gilt es ebenfalls noch zu verbessern.“ Am ersten Spieltag trifft das Team auf den VFB Friedrichshafen II. „Wir dürfen den Aufsteiger auf keinen Fall unterschätzen. Sie werden vermutlich durch das Erreichen der Bezirksliga sehr euphorisch auftreten und damit müssen wir erst einmal lernen umzugehen“, mahnt Rädel.

„Neuer Trainer, neuer Schwung.“ Auf dieses Erfolgsrezept hofft Oliver Ofentausek. Der neue Trainer des TSV Tettnang hat in seiner Jugend beim SG Baienfurt gespielt und gegen eben diesen Verein geht es am ersten Spieltag für seine Elf. „Wir rechnen uns gute Chancen aus und wollen auf jeden Fall gewinnen“, so Ofentausek, mit dem auch ein neues Spielsystem nach Tettnang kommt. Statt 3-5-2 lässt er seine Jungs jetzt im 4-4-2 System auflaufen. „Es braucht natürlich Zeit, bis sich die Mannschaft daran gewöhnt hat. Aber mit dieser Formation werden wir das Spielfeld besser abdecken, wir stehen kompakter und greifen auch einfacher über die Flanken an.“ Was zudem verbessert werden muss, ist die Fitness. „Unsere Spieler brauchen eine bessere Kondition. Die Meisten haben ein ausgezeichnetes Passspiel und auch eine sehr gute Ballan- und mitnahme. Aber dennoch müssen sich viele vom Klischee des Freizeitkickers entfernen und sich konditionell verbessern.“

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln