Auch wenn es nicht immer einfach war, fällt die Bilanz positiv aus.
Seit 2007 sind Sie als Fanbeauftragter des VfB. Wie fällt Ihre Bilanz aus?
Alles in allem sehr erfreulich. Wir konnten aus den verschiedenen Gruppierungen eine Gemeinschaft bilden. Die Resonanz – sei es jetzt von der Seite der Fans oder von der Seite des VfB-Managements – ist positiv und die Unterstützung überall sehr groß.
Vor drei Jahren war das große Ziel, die vielen Fans mit noch mehr Meinungen unter einen Hut zu bekommen. Ist Ihnen das gelungen?
Ja, auch wenn es alles andere als einfach war. Viele haben mir am Anfang gesagt: Jürgen, wir geben dir maximal ein halbes Jahr und dann schmeißt du hin. Aber ich habe durchgehalten. Einige Leute waren dabei, die diesen neuen Weg nicht oder nur eine kurze Zeit mitgegangen sind. Sie haben gemerkt, dass wir als Häfler Fans als Gemeinschaft und eben nicht mehr als Einzelkämpfer auftreten wollten.
Diese Zeiten sind vorbei.
Wie groß ist die Gruppe der Bluebears?
Etwa 230. Darunter ist ein harter Kern von 40 bis 50, die bei den Heimspielen im Fanblock hinter dem Spielfeld und auf den Emporen für Stimmung sorgen und zu Auswärtsspielen mitfahren.
Die VfB-Bluebears sind kein eingetragener Verein, sondern bezeichnen sich als lose Fangemeinschaft.
Das machen wir ganz bewusst so. Wenn einer will, ist es gut. Und wenn nicht, ist es auch okay. Uns alle verbindet die Freude und Faszination am Volleyball und am VfB. Aber es gibt keine Zwänge.
Was zeichnet den echten Bluebear aus?
Ein echter VfB-Bluebear ist bei den Heimspielen und – wenn Fanfahrten angeboten werden – auch bei dem einen oder anderen Auswärtsspiel dabei. Er unterstützt die Mannschaft und sorgt für Stimmung in der Halle. Ein Bluebear ist ein richtiger Fan, aber auch ein guter Kumpel, der es mag, in der Gruppe etwas zu unternehmen.
Was darf man in der anstehenden Saison von den Häfler Fans erwarten?
Da gibt es wieder unsere Fahrten zu Auswärtsspielen. In den nächsten Wochen werden wir schauen, was wir auf die Beine stellen können. Geplant sind Reisen zu den Spielen in Haching, Bühl und in der Champions League in Trento. Ob wir nach Rottenburg fahren, müssen wir abwarten, da das Spiel unter der Woche ist. Wir planen aber auch Fanaktionen. Der Stammtisch soll wieder regelmäßig stattfinden und Ende August gibt es ein Grillfest. Eine andere Idee ist eine neue Auflage des Spieler kochen für die Fans.
Der Verkauf der Fancards hat schon begonnen. Warum lohnt es sich, sich diese zuzulegen?
Um eines ganz deutlich zu machen. Die Fancard soll keine günstige Saisonkarte sein. Die Fancard ist für Leute gedacht, die Fans des VfB sind und ihn in einer tollen Gemeinschaft unterstützen wollen. Wer das auch so sieht, kann sich eine Fancard kaufen und damit auch in den Genuss weiterer Vorteile wie beispielsweise Rabatt auf Fanartikel oder Auswärtsfahrten kommen.
Fragen: Conny Kurth
Bis Samstag kann die Saisonkarte zum günstigeren Frühbucherpreis erworben werden. Ein Ticket der Kategorie 1 ist für 225, der Kategorie 2 für 180 sowie in der Kategorie 3 für 135 Euro zu haben. Die Fancards kosten 50 (bis 18 Jahre), 100 (über 18 Jahre) und 150 Euro für Familien (maximal zwei Erwachsene und zwei Kinder). Tickets bei der Geschäftsstelle: Telefon: 07541/38580-0, Fax: 07541/38580-11, Email: info@vfb-volleyball.de).
