Segeln11.07.2007
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Segeln
Kampf mit Sturmböen und hohen Wellen [0]
Segeln: "X-99 Weltmeisterschaft 2007 in Kopenhagen, da sind wir dabei", sagten sich die Teams der Equis Team Subaru (Immenstaad), Carabella (Jürgen Ruther, Überlingen) und Gigant (Bernhard Seger, Bottighofen) und sondierten die Möglichkeiten, an diesem Großereignis teilzunehmen. 22 Stunden Fahrt mit den zehn Meter langen und knapp vier Tonnen schweren Schiffen auf dem Hänger waren die erste Herausforderung. Die zweite war dann schon sportlich und konnte als Vorbereitung auf die WM genutzt werden: Die Dänen ermittelten ihren nationalen Meister und die Equis um den Immenstaader Skipper Oliver Hund sowie die Gigant stellten sich dabei vom Heimatrevier auf Wind, Welle und Strömung vor Ort ein. Schnell war klar: Wind gibt es hier auf der Ostsee zwischen Dänemark und Schweden mehr als genug, für Bodenseesegler sogar schon fast zuviel. Das Equis-Team musste gleich am ersten Tag den Spinnaker zur Reparatur geben, nachdem eine starke Bö das dünne Tuch zerriss. Die Gigant beendete die Meisterschaft auf einem hervorragenden vierten Platz, die Equis wurde 19. Dann begann die Weltmeisterschaft mit Segelvermessung und dem gefürchteten Mannschaftswiegen: Die sechsköpfige Crew darf maximal 512 Kilogramm auf die Waage bringen - alle Bodenseeteams meisterten diese Hürde ohne Probleme. Nach dem "Practic-Race", eine Übungswettfahrt unter WM-Bedingungen, gingen dann knapp 40 Teams aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Estland und der Schweiz an den Start. Zum Auftakt gleich 22 Knoten Wind (Windstärke 6) die Teams vom Bodensee waren gefordert. Am zweiten Regattatag flaute der Wind etwas ab, bei drei bis vier Windstärken platzierten sie sich bei allen drei Wettfahrten im vorderen Drittel. Für den vierten Regattatag waren Regen und Sturmböen bis Windstärke 7 vorhergesagt: Dauerregen, hohe Welle und starken Böen, Mastbruch bei einem dänischen Schiff und eine Sturmwarnung verkürzten den Tag. Auf dem Weg in den sicheren Hafen wurden dann einige Schiffe noch von Windböen bis Stärke 10 eingeholt. Der örtliche Segelmacher freute sich über viel Arbeit: "Die Nachtschicht war für ihn sicher", berichtet Fabian Bach, dessen ausführlichen Blog Interessierte unter www.X99-equis.blogspot.com ansehen können. Am letzten WM-Tag nahm der Wind dann ab und die Segler Fahrt auf. Weltmeister wurde zum zweiten Mal nach 2004 der Kieler Christian Soyka. Er setzte sich klar gegen die Konkurrenz durch und gewann mit 17 Punkten Vorsprung. Die Bodenseeteams hatten sich zwar bessere Platzierungen erhofft, waren dann aber im Großen und Ganzen mit ihrem Ergebnis zufrieden: Als bester vom See ersegelte sich das Team Gigant um Bernhard Seger den zehnten Platz, Carabella unter Steuermann Jürgen Ruther erreichte Platz 13 und das Equis-Team mit Steuermann Oliver Hund wurde 21. |
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