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Regionalsport SeeOst Die „deutsche Maschine“ stotterte

23.02.2012
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VfB Friedrichshafen verliert Viertelfinal-Hinspiel der Volleyball-Champions-League mit 0:3. Wenig überzeugende Vorstellung gestern Nachmittag in Kasan

VolleyballChampions League

Zenit Kasan

VfB Friedrichshafen

3:0

(25:17, 25:21, 25:18)

Juraj Zatko (Zuspiel), Joao José, Matthew Denmark (beide Mittelblock), Marcus Böhme (Diagonal), Milos Vemic und Idi (beide Annahme und Außenangriff) sowie Libero Nikola Rosic fanden ganz passabel in die Partie, doch schon zur ersten Technischen Auszeit lagen sie deutlich zurück (8:4). Im Aufschlag nur selten richtig druckvoll, die Annahme mit Floataufschlägen gegen Idi im Schwimmen, und mit Idi und Vemic kaum positiv in Erscheinung tretende Außenangreifer: So ließ sich der Rückstand gegen ein nicht immer überzeugenden Russischen Meister nicht einholen. „Wir haben über die Außen zu wenig gemacht“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu nach der Partie. „Da lag der Hund begraben.“ Also blieb es nicht bei vier Punkten Abstand. Nach dem 9:11 musste sich die stotternde, nie auf Touren kommende „deutsche Maschine“ (Homepage Zenit Kasan) schon früh (12:16) von ihrer Taktik verabschieden, mit dem ersten Satzgewinn vor 3500 Zuschauern in der Halle Saint Petersburg für nervöse Kasan-Volleyballer zu sorgen. Die spielten ihren Stiefel routiniert herunter, durften sich außerdem auf – meist zum falschen Zeitpunkt – eingestreute VfB-Fehler verlassen.

Beim 8:11 im zweiten Durchgang hatte Trainer Stelian Moculescu genug. Für den indisponierten Milos Vemic kam Thomas Jarmoc in die Starting Six, und mit dem Kanadier etwas größere Stabilität in Annahme und Angriff. Zu mehr als einem ausgeglichenen Satzbeginn reichte es aber trotzdem nicht (7:8). Schon bald lag Kasan wieder komfortabel in Front (16:12), blieb dennoch konzentriert und wehrte alle VfB-Versuche ab locker, beim 21:25 für mehr als nur einen engen Spielverlauf zu sorgen.

Der dritte Durchgang – ein Spiegelbild der beiden vorangegangenen. Friedrichshafen, das im Ersatz-Diagonalangreifer Marcus Böhme (18 Punkte, bester Spieler der Partie) seinen „überragenden“ (Moculescu) Akteur hatte, startete gut (7:8), ließ noch einmal Hoffnung auf den ersten Satzgewinn aufkeimen (12:10). Aber die einzige Zwei-Punkte-Führung im gesamten Duell der beiden Meister war genauso schnell wie sie entstand auch schon wieder Geschichte (13:16, 14:19, 17:23, 18:24). Symptomatisch für den Auftritt des Deutschen Meisters gestern Nachmittag war der Matchball. Aus einem verteidigten Ball machte Juraj Zatko einen blitzsauberen Hinterfeldangriff, der ins Feld der Russen donnerte. Nur – Idi war beim Absprung übergetreten! Statt 19:24 – 18:25 und 0:3.

Keinen einzigen Satz hat Kasan zu Hause abgegeben in dieser Champions-League-Saison. Diese tolle Bilanz blieb logischerweise auch nach dem „wertlosen“ (Moculescu) Viertelfinal-Hinspiel makellos. Nur gut, dass die Golden-Set-Regel dem VfB noch immer eine Chance aufs Final Four in Lodz lässt. Dazu muss Friedrichshafen am Dienstag in der ZF-Arena aber über sich hinauswachsen. Oder wie es Kapitän Joao José formulierte: „Wir sollten keine große Erwartungen an das Rückspiel haben, nur weil wir das Gruppenspiel gegen Kasan gewonnen hatten.“

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