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Regionalsport SeeOst Bis zum letzten Spieltag spannend

16.03.2010
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Volleyball-Bundesliga: Fest stehen für die Play-offs bislang nur der VfB Friedrichshafen und Generali Haching als Erster und Zweiter sowie der EnBW TV Rottenburg als Fünfter. Um Platz drei und streiten evivo Düren und der SCC Berlin, um die Plätze sechs bis acht der VC Franken, die Netzhoppers Königs Wusterhausen und der TV Bühl.Evivo Düren verbesserte seine Ausgangsposition durch ein 3:0 (25:21, 25:19, 25:17) über den EnBW TV Rottenburg.

Eine Woche nach der knappen Niederlage im Pokalfinale zeigten sich die Rheinländer wieder in bester Spiellaune. „Das war genau die richtige Antwort“, urteilte Zuspieler Ilja Widerschein. Rottenburg wiederum konnte die Ausfälle von Kapitän Matthias Pompe, der aufgrund einer Bauchmuskelzerrung ausfiel, sowie Stefan Schneider und Thomas Kaczmarek, die sich auf Fuerteventura auf die Beachvolleyball-Saison vorbereiten, nicht kompensieren. „Wir hätten unsere Schnellangreifer mehr einsetzen müssen, die waren gut drauf“, sagte Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger. „Es ist ärgerlich, zu Hause 0:3 zu verlieren. Allerdings ist es auch sehr schwer gegen ein Team mit einem Christian Dünnes in Topform zu gewinnen.“

Keine Blöße gab sich auch der SCC Berlin, der den Moerser SC problemlos mit 3:0 (25:14, 25:21, 25:21) abfertigte. Dabei durfte sich Salvador Hidalgo Oliva über zahlreiche Extra-Glückwünsche freuen. Der 24-Jährige heiratete am Freitag seine deutsche Freundin. Neben der gesamten Mannschaft waren rund 80 weitere Gäste eingeladen. Für Stimmung sorgte eine stilechte Salsa-Band. Die Hochzeitsreise aber ist „auf den Sommer verschoben“ – natürlich aber in seine kubanische Heimat. Während die Berliner nun im Klassement nach oben schauen dürfen, kämpfen die Moerser nach wie vor um den Klassenerhalt. „Zu fehlerhaft, nervös und verkrampft“, monierte MSC-Trainer Chang Cheng Liu.

Mit dem neunten Saisonsieg brachte auch der TV Bühl die erste Play-off-Teilnahme der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach. Unter der Führung von Ko-Trainer Lukas Marks, der den beurlaubten Mathias Eichinger bis zum Saisonende ersetzt, bezwangen die Badener die Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 3:1 (25:18, 24:26, 25:23, 25:22). Dank eines 3:0 (25:22, 26:24, 25:21) über die RWE Volleys Bottrop machte der VC Franken den Einzug in die Play-offs perfekt, sorgte allerdings einmal mehr auch im außersportlichen Bereich für Schlagzeilen. Am vergangenen Freitag stellten die Franken Antrag auf Insolvenz und können den Trainingsbetrieb aufgrund der Zahlungsunfähigkeit aber nicht mehr aufrechterhalten. Die Saison wird der VC aber bis zum Ende bestreiten. „Vorbehaltlich der Entscheidungen des Insolvenzgutachters wird es keinen Lizenzentzug geben“, sagt DVL-Geschäftsführer Thorsten Endres.

Ungefährdet mit 3:0 (25:20, 25:16, 25:21) setzte sich Generali Haching gegen die Wuppertal Titans durch. Jedoch hatten die Bayern deutlich mehr Gegenwehr erwartet. „Das Team war nach dem Pokalfinale relativ erschöpft“, sagte Hachings Trainer Mihai Paduretu. „Daher haben wir in der vergangenen Woche nur Wellnesstraining gehabt.“ Er habe erwartet, dass Wuppertal genau in diese Kerbe der Erschöpfung schlage. Das aber passierte nicht – der Tabellenletzte war gegen den Pokalsieger chancenlos. Die Möglichkeit auf den Klassenerhalt aber besteht für die Volleyballer aus dem Bergischen Land trotzdem noch. Mit Bottrop, dem VC Bad Dürrenberg/Spergau und Moers spielen sie in den Play-downs nach dem Modus jeder gegen jeden zwei Absteiger aus. „Ich wünsche mir vor allem für die Jungs“, sagte Wuppertals Spielertrainer Gergely Chowanski, „ dass sie ein paar Kohlen drauf legen können und das Feuer, dass sie haben, nicht mitten in einem Spiel erlöschen lassen.“

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