Fußball-Bezirksliga: TSV Tettnang – TSG Bad Wurzach 1:4 (1:0). – Tore: 1:0 (44.) Hysa, 1:1 (50.) Gurk, 1:2 (65.) Kilic, 1:3 (80.), 1:4 (88.) Gurk.
– Schiedsrichter: Milz (Neufra). – Zuschauer: 100. – Rot: Gmehlin (82., TSG).
„In der ersten Halbzeit waren wir total überlegen“, berichtete Tettnangs Spielertrainer Oliver Ofentausek. Mit einer verdienten Pausenführung ging es in die Kabine. „Da hätte jeder Haus und Hof verwettet, dass wir das nicht mehr verlieren“, meinte Ofentausek später. Zum Glück war das Tettnanger Wettbüro an diesem Tag geschlossen und dem TSV-Anhang blieb somit ein Dach über dem Kopf, denn nach dem 1:1 fielen die Gastgeber regelrecht auseinander. „Die einfachen Sachen waren auf einmal weg“, kommentierte Ofentausek den Umstand, dass bei seinem Team nun gar nichts mehr zusammenlief und Wurzach die Partie aufgrund der zweiten Hälfte „verdient gewann“.
FG 2010 Wilhelmsdorf/Riedheim/Zussdorf – SV Fronhofen 1:2 (1:0). – Tore: 1:0 (30.) Hansen, 1:1 (58.) D. Deutelmoser, 1:2 (90.) Jehle. – Schiedsrichter: Guth. – Zuschauer: 300. – Rot Schäfer (55., FG), Gelb-Rot: Rist (78., SV).
Vor ansehnlicher Kulisse von 300 Zuschauern entwickelte sich ein hitziges Lokalderby, in dem die Gastgeber in der ersten Halbzeit „etwas aktiver und besser waren“, wie ihr Trainer Thomas Ardemani befand. Doch als nach einem seiner Meinung nach „normalen Foulspiel“ der Unparteiische den Roten Karton zückte, kassierte sein Team nur drei Minuten später das 1:1. Nach zahlreichen weiteren Karten erwischte es dann auch einen Gästespieler. Doch Fronhofen wollte sich mit dem nach Meinung Ardemanis eigentlich leistungsgerechten Remis nicht zufriedengeben und netzte kurz vor dem Schlusspfiff noch zum Siegtreffer ein.
VfB Friedrichshafen II – FC Wangen II 0:4 (0:0). – Tore: 0:1 (55.), 0:2 (63.), 0:3 (85.) alle Perlas, 0:4 (88.) Wellmann. – Schiedsrichter: Erne. – Zuschauer: 50.
Gefragt nach der Ursache für das 0:4, wusste Friedrichshafens Trainer Rolf Weiland sofort den „Schuldigen“: „Der Grund heißt Jean Luc Perlas, der hat in dieser Klasse nichts zu suchen“, sagte Weiland über den Togolesen in Dienste des FC Wangen, der normalerweise in der Verbandsliga auf Torejagd geht. Abgesehen von diesem Ausnahmespieler sei sein Team mit dem FC eigentlich auf Augenhöhe“ gewesen. Doch während der VfB II seine Torchancen einmal mehr nicht nutzen konnte, zeigte Perlas den Häflern, was Effektivität bedeutet, und wurde von seinem Coach nach seinem dritten Treffer als Belohnung vorzeitig zum Duschen geschickt.
SG Baienfurt – RW Weiler II 3:2 (2:2). – Tore: 1:0 (4.) Krohmer, 2:0 (11.) Sies, 2:1 (30.) Brugger, 2:2 (35.) Marent (Strafstoß), 3:2 (64.) Sies. – Schiedsrichter: Wachter (Winterstetten). – ZS: 100.
„Wir hätten vor dem 2:1 schon selbst das 3:0 machen müssen“, beklagte SG-Pressesprecher Dieter Halder den leichtfertigen Umgang seiner Mannschaft mit ihren Torchancen. Weiler nutzte einen Fehler der Baienfurter Defensive, die nicht konsequent genug geklärt hatte, zum Anschlusstreffer, und auch im Vorfeld des Ausgleichtores sah die SG-Hintermannschaft nicht gut aus. Sie versäumte es, den Ball schon vor der Strafstoßentscheidung aus der Gefahrenzone zu befördern. Trotz dieses Rückschlages blieben die Hausherren das Team mit den besseren Torchancen, es bedurfte jedoch eines direkt verwandelten Freistoßes von Benjamin Sies, um die drei Punkte doch noch einzufahren.
SV Seibranz – SV Weingarten 6:1 (4:0). – Tore: 1:0 (32.) Zollikofer, 2:0 (37.) Hafner, 3:0 (40.), 4:0 (45.) Zollikofer, 4:1 (54.) Pfleghaar, 5:1 (67.) Angele, 6:1 (77.) Zollikofer. – Schiedsrichter: Dannecker (Tettnang). – Zuschauer: 160.
Angesichts des klaren Resultats von 6:1 verwundert die Aussage des Seibranzer Pressesprechers Norbert Locher etwas, dass seine Mannschaft „keine überzeugende Leistung“ abgeliefert habe. Locher lieferte auch die Erklärung dafür, warum der Sieg dennoch so hoch ausgefallen war: „Wir waren sehr effektiv und haben mit wenigen Chancen die Tore erzielt. Hinzu kam ein hervorragend aufgelegter Martin Schramm, der das SV-Tor bis zur Halbzeitpause sauber hielt und dabei „mehrmals Kopf und Kragen riskierte“, wie es der Seibranzer Pressesprecher gesehen hatte.
SG Kisslegg – SV Mochenwangen 3:0 (1:0). – Tore: 1:0 (15.), 2:0 (74.) Maas, 3:0 (84.) Krug. – Schiedsrichter: Keckeisen (Uttenweiler). – Zuschauer: 184.
Die Anfangsphase gehörte eindeutig der SG. Die Gäste kamen erst in der 14. Minute gefährlich vor das Kisslegger Tor, aber Benno Striebel hielt sicher. Fast im Gegenzug fiel die Kisslegger Führung. Rainer Sontheim fing den Ball am eigenen Strafraum ab, passte zu Marcel Schneider und dieser schickte Thomas Maas, der die verdiente Führung erzielte. Danach kam Mochenwangen langsam besser ins Spiel und versuchte, über die linke Seite Druck aufzubauen, und bekam einen Strafstoß nicht zugesprochen. Kisslegg stellte zur Halbzeit um, machte seine rechte Abwehrseite wieder dicht und Torjäger Thomas Maas sorgte schließlich für die Vorentscheidung. Krug gelang noch das dritte Tor.
SV Amtzell – FC Isny 4:0 (2:0). – Tore: 1:0 Christenberger (Strafstoß), 2:0 (42.), 3:0 (51.), 4:0 (55.) alle Brecht. – Schiedsrichter: Burkhardt. – Gelb-Rot: Albrecht (85., Isny).
Keinesfalls so eindeutig wie das Ergebnis aussagt, war der Spielverlauf. In der ersten Halbzeit war Isny das bessere Team, vergab aber zwei große Möglichkeiten. Als Amtzell ein strittiger Strafstoß zugesprochen worden war, markierte Sven Christberger das 1:0. Der FC haderte noch wegen der Strafstoßentscheidung, da schlug es erneut im Gästetor ein. Torjäger Dominik Brecht, der für diesen Treffer verantwortlich war, hatte noch längst nicht genug. Er nutzte nach Wiederanpfiff zwei Ballverluste der Gäste zu seinem zweiten und auch dritten Treffer. Isny bemühte sich zwar, noch etwas am Ergebnis zu drehen, blieb aber erfolglos.
SG Argental – TSV Eschach 2:1 (0:1). – Tore: 0:1(26.) Halder, 1:1(52.) König, 2:1 (70.) Daniele Zamarco. – Schiedsrichter: Häussermann (Warthausen). – Zuschauer: 180.
Argental war von Beginn an gewillt, das Heft in die Hand zu nehmen, und spielte eine gute Anfangsphase. Nur vor dem Tor fehlte zunächst die letzte Durchschlagskraft. Der TSV Eschach kam schwer in die Partie, nutzte aber gleich seine erste Chance zur Führung: Nach einem Ballverlust der SGA schalteten die Eschacher blitzschnell um und bestraften die Unordnung der Hausherren mit dem 1:0. Argental benötigte einige Zeit, um diesen Rückschlag zu verkraften. Erst kurz vor der Pause gewann das Team um Kapitän Martin König wieder mehr Sicherheit. Letzterer war es auch, der wenige Minuten nach Wiederanpfiff per Kopf den Ausgleich erzielte, seine Elf wieder zurück in die Spur brachte. Jetzt war die SGA wieder oben auf und entschied die meisten Zweikämpfe für sich. Eschach bekam kaum Raum für sein Offensivspiel. Der Argentaler Druck nahm immer mehr zu, und in der 70. Minute eroberte sich Michi Siegle über die rechte Seite den Ball, passte auf Martin König, der für Daniele Zamarco auflegte – 2:1 für die SGA! In der Schlussviertelstunde versuchten die Gäste noch einmal alles und hatten durch Fässler zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Doch Torhüter Kevin Basner und seine Defensivabteilung hielten der Eschacher Schlussoffensiv stand. Sie sicherten der Heimelf verdientermaßen alle drei Punkte.