Auf dem Spielfeld zeigt er seit Jahren Können und Ehrgeiz. Diese konstante Form war sicher ausschlaggebend dafür, dass 83 Prozent jener User, die sich auf der Südkurier-Homepage an der Abstimmung beteiligten, ihm den Titel „Bezirksligaspieler des Monats November“ verliehen.
Seit der Jugend kickt Kloos beim TSV Fischbach: Seine sportliche Laufbahn begann er allerdings nicht zwischen den Pfosten: „In der E-Jugend war ich Manndecker“, erinnert er sich grinsend. Schnell war jedoch ihm und den Trainern klar, dass diese Position nicht gerade erfolgversprechend schien. So dauerte es nicht lange, bis der damals selbstbetitelte „Hitzkopf“ nach den Bällen hechtete. Seither beherrscht er diese Position und bildete schnell einen sicheren Rückhalt für seine Mannschaft. Kloos: „Dass ich jedes Mal fit auf dem Platz stehe, verdanke ich meinem persönlichen Fitnesstrainer Peter Arnegger.“ Denn auch im Aktivenbereich blieb der nette Torhüter trotz mehrerer Angebote von höherklassigen Vereinen dem TSV Fischbach treu. „Ich habe hier meine Kumpels und es macht mir großen Spaß, für diesen Verein zu spielen“, begründet Kloos. Auch nach der Bildung der Spielgemeinschaft mit dem SC Schnetzenhausen blieb Kloos im Kader. „Es ist eine große Ehre, im ersten Aufgebot der SG zu sein und dann auch noch gleich den Aufstieg zu schaffen“, erzählt er. In Zukunft will er natürlich noch einiges mit seinen Mannschaftskollegen erreichen: „Das Wichtigste ist natürlich der Klassenerhalt in dieser Saison. Was die Zukunft sonst noch bringt, zeigt sich dann.“
Kloos setzt sich auch sehr für Fairness im Sport ein: „Es ist wichtig, dass man den Gegenüber im Spiel als Gegner sieht. Danach muss man sich aber auch die Hand reichen oder ein Bier zusammen trinken gehen können.“ Nicht nur im Sport ist der 28-Jährige ein echter Teamplayer. Mit 17 Jahren stieg er ins Familienunternehmen Kloos, der Bodenseebäckerei, ein. Dort beweist er seither Tag für Tag, oder besser gesagt Nacht für Nacht, Geschick und viel Disziplin. „Es ist eigentlich wie auf dem Spielfeld. Man muss sich auch in der Backstube auf die anderen verlassen können, um zum perfekten Ergebnis zu gelangen“, meint Kloos. Schnell hätte er sich auch an die Arbeitszeiten gewöhnt. „Um ein Uhr stehe ich auf und arbeite. Danach gönne ich mir noch eine Runde Schlaf und gehe abends ins Training“, erzählt er. Dass zwischendrin wenig Raum für Freizeit ist, ist klar. Auch deswegen nutzte Kloos die verschneiten, fußballfreien Wintermonate, um eine Weltreise zu unternehmen und Eindrücke zu sammeln.
Allein trat er die Reise aber nicht an, denn privat schwebt der gebürtige Friedrichshafener seit sechs Monaten auf „Wolke Sieben“: Mit Biljana hat Kloos eine Partnerin gefunden, die ihn liebt und seine Interessen unterstützt. „Sie weiß, was sie für einen Fang gemacht hat“, erzählt Kloos schmunzelnd. „Es ist halt schon etwas anderes, wenn man die Brötchen für ein gemütliches Frühstück selber machen kann.“ Neben dem Sport ist das Reisen eine seiner größten Lieblingsaktivitäten.
Am Sonntag, beim Start aus der Winterpause wird Fabian Kloos gegen den Mitaufsteiger Maierhöfen-Grünenbach wieder zwischen den SG-Pfosten stehen und die Gästestürmer mit seinen 1.95m zum Räuspern bringen.
