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Regionalsport SeeWest Zum Saisonbeginn gegen drei Liga-Neulinge

10.09.2010
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TuS Steißlingen – BSV Phönix Sinzheim (Samstag, 20 Uhr, Mindlestalhalle). – Am Samstag starten die Steißlinger Handballer in die hoch attraktive neue Südbadenliga-Saison gegen den Oberliga-Absteiger aus Sinzheim.

Dem Team von Trainer Peter Krettek wird somit gleich ein „dicker Brocken“ vorgesetzt, den es erst mal zu verdauen gilt. Die Steißlinger absolvierten eine harte Vorbereitung mit Tests gegen zum Teil starke Gegner aus der Schweiz und sind dabei immer besser in Schwung gekommen. „Wir wollen punktgenau zum Saisonbeginn fit sein – darauf haben wir hin gearbeitet. Die Truppe kann selbstbewusst in das erste Match gehen“, sieht Krettek dem ersten Spiel optimistisch entgegen.

Dass man den Gegner nicht kennt, sieht Krettek nicht unbedingt als Nachteil. „Wir nehmen es wie es kommt – als Hausherren müssen wir den Ton angeben.“ Phönix Sinzheim bietet ein junges Oberliga erprobtes Team auf, das sich allerdings erst in der neuen Klasse zurecht finden muss. „Der sofortige Wiederaufstieg ist nicht unser erstes Ziel“ bremst Gästetrainer Marlok auch gleich zu hohe Erwartungen. Der größere Druck liegt damit bei den Gastgebern, denn der TuS will unbedingt als Sieger aus der ersten Heimpartie gehen. „Zuhause müssen wir eine Macht werden. Nur über die absolute Heimstärke können wir unserem Anspruch ein Spitzenteam zu sein, auch tatsächlich gerecht werden“, ist sich Krettek über die Wichtigkeit der Premiere bewusst und hofft dabei auf die Unterstützung des Publikums: „Mit lautstarken Fans im Rücken glaube ich fest an einen Sieg.“ (ms)

TuS Altenheim – TV Ehingen (Samstag, 20 Uhr, Herbert-Adam-Halle). – Ein richtig schweres Auftaktprogramm haben die Handballer des TV Ehingen um Trainer Simon Szczucki in der Südbadenliga. Gleich im ersten Spiel müssen sie nach Altenheim zum Absteiger aus der Baden-Württemberg Oberliga. Die Mannschaft von Trainer Roland Birnbreier wurde nach dem Abstieg nicht groß verändert, lediglich Felix Zipf und Timo Armbruster haben den Verein verlassen. Mit den Neuzugängen Thomas Bauer (SV Zunsweier) und Christopher Junker (HGW Hofweier) soll diese Lücke geschlossen werden. Dennoch werden die Ortenauer zum engsten Favoritenkreis um die Meisterschaft gezählt.

Im Ehinger Lager dagegen gab es einige Veränderungen mehr: Die langjährigen Stützen Michael Brandenberger, Ingo Dreher und Michael Merk wechselten in die zweite Mannschaft, während es Christian Zimmerer aus beruflichen Gründen zum TSV Bad Saulgau zog. Als Neuzugänge wurden Hubert Sowizdral (DJK Singen), Sandor Jäger, Christian Wipf (Kadetten Schaffhausen), Alexander Ruck (HSG Mimmenhausen-Mühlhofen), Manuel Dreher (Pfader Neuhausen) sowie Hauke Sieck und Johannes Frank aus der zweiten Mannschaft verpflichtet. Drei Spieler sind gerade 19 Jahre alt, drei weitere unter 22. Die Neuzugänge müssen somit nicht nur integriert werden, sondern auch noch einiges hinzulernen, um in der Südbadenliga Fuß fassen zu können. Simon Szczucki hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Umbruch schnellstmöglich zu vollziehen und sollten die Trainingsvorgaben umgesetzt werden, könnte dem TV Ehingen sicherlich die eine oder andere Überraschung gelingen. Somit steht diese Saison unter dem Motto Lernen und Zusammenwachsen.

Eine Prognose für das Abschneiden am Ende der Saison abzugeben, fällt schwer. Ein Erfolg für die junge Mannschaft des TV Ehingen wäre sicherlich eine Platzierung im oberen Drittel der Tabelle, da die Liga in dieser Spielzeit sehr stark besetzt ist. Keine Gedanken macht sich Szczucki über mögliche Favoriten. „Wir schauen in erster Linie auf uns. Wichtig ist, was meine Mannschaft macht, dem wird alles untergeordnet. Wir bereiten uns auf jedes Spiel vor und am System ändert das nichts.“ Mit Altenheim kommt also am Samstag die erste große Prüfung auf die Szczucki-Schützlinge zu, denn die Trauben in der Herbert-Adam-Halle hängen ziemlich hoch. Altenheim ist klarer Favorit, aber vielleicht zeigen sich ja schon die ersten Trainingserfolge beim TV Ehingen. (js)

TV Sandweier – HSG Mimmenhausen-Mühlhofen (Samstag, 20 Uhr). – Es geht wieder los. Für die HSG Mimmenhausen-Mühlhofen beginnt die Saison gleich mit einem schweren Auswärtsspiel beim Aufsteiger TV Sandweier, der nach einem Jahr Abstinenz den Wiederaufstieg ohne Probleme schaffte. Bei der HSG geht man mit gemischten Gefühlen in die neue Saison. Mit Matthias Kempf konnte ein neuer Trainer verpflichtet werden, der bereits als Spieler bei der HSG mitwirkte und daher das Umfeld bestens kennt. Marco Schiemann fungiert jetzt als sportlicher Leiter und wir damit die vakante Stelle von Hans-Peter Schatz einnehmen. Einige Abgänge müssen werden. Alexander Scherr und Thomas Schmieder berufsbedingt und Stefan Bruderhofer (HSG Konstanz) sowie Alexander Ruck (TV Ehingen) wechselten die Vereine. Auch haben junge Talente wie Matty Schatz, Peter Kornetzky und Sebastian Mess den Verein in Richtung Konstanz verlassen, obwohl sie bereits bestens ins Südbadenligateam der HSG Mimmenhausen-Mühlhofen integriert waren.

Erfreulich ist jedoch die Neuverpflichtung von Peter Schramm, der bereits Regionalliga-Erfahrung hat und sich prächtig entwickelt hat. Auch jüngere Spieler, die niemand auf der Rechnung hatte, wurden herangeführt und bekommen in der neuen Saison ihre Chance. Die wiederum junge Truppe wird mit viel Elan und Engagement versuchen, einen Platz im oberen Drittel der Tabelle zu erreichen. Bleiben alle Spieler von Verletzungen verschont, sollte dies ein realistisches Ziel sein. (jk)

Regionalsport Bodensee West
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