Keine Rede also von Sommerferien für FCÜ-Trainer Reiner Steck, im Zivilberuf Lehrer. Und dann kommt auch noch Verletzungspech hinzu, so dass Steck stets umplanen muss. Im Pokalspiel gegen den FC Wollmatingen zog sich Spielführer Björn Unden einen Bänderriss zu, seit dem Spiel gegen die DJK Donaueschingen fehlt auch Patrick Sautter wegen Verletzung, und am Mittwoch musste gar das Spiel unterbrochen werden und der Notarzt kommen, als sich Kevin Oberholzer verletzte.
Und in dieser personellen Lage geht es nun am Sonntag gegen den Titelfavoriten FC Bad Dürrheim, nur wenige Tage später empfangen die Überlinger den Verbandsligaabsteiger FC Konstanz. Und das Pokal-Viertelfinale gegen Teningen steht dann auch noch auf dem Programm.
Da verwundert es den Trainer auch nicht, dass bei der Belastung und dem Durchschnittsalter – beim 4:0-Sieg gegen den VfR Stockach standen acht Spieler auf dem Platz, die Jahrgang 1990 oder jünger waren – die Konstanz noch etwas fehlt. „Wenn erfahrene Spieler, die für Stabilität sorgen könnten, ausfallen, dann wird das eben schwierig. Doch insgesamt bin ich mit der Qualität des Kaders mehr als zufrieden“, zeigt sich Reiner Steck zuversichtlich, eine schlagkräftige Elf beim Gastspiel in Bad Dürrheim aufbieten zu können.
Das 0:1 bei der DJK Villingen wurmt den FCÜ-Coach allerdings noch ein wenig: „Das war natürlich für meine Spieler eine schwierige Situation, die Unterbrechung und der Notarzt. Aber ein Unentschieden wäre gerechtfertigt gewesen, auch wenn ich sagen muss, dass die DJK Villingen eine sehr gute Mannschaft ist.“
Dennoch geht der Blick nach vorne, und dabei war zuletzt festzustellen, dass auch der FC Bad Dürrheim keine Übermannschaft stellt, sondern dass auch gegen den großen Favoriten in Sachen Meisterschaft durchaus etwas geholt werden kann. „Natürlich wird es für uns schwer, etwas zu holen, denn wir sind schwer angeschlagen. Aber jede Mannschaft ist anfällig“, so Reiner Steck zu den Aussichten seiner Mannschaft am Sonntag.
Und zumindest in der etwas heiklen Platzfrage erhofft sich der Überlinger Trainer eine baldige Entspannung, denn noch sind die Rasenplätze in Alt-Birnau gesperrt, muss der Landesligist weiterhin auf Kunstrasen spielen und trainieren. „Es ist doch keine Frage, dass auch wir lieber auf Naturrasen spielen. Aber wir hoffen, dass zum nächsten Heimspiel der Stadionrasen bespielbar sein wird“, sieht Steck in der Platzfrage absolut keinen Heimvorteil für seine Elf.
