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Regionalsport SeeWest Nachwuchssorgen im Ringerbezirk

04.03.2011


Kritische Stimmen bei Bezirkstag in Villingen – Achim Schemel folgt auf Winfrid Schubert als Sportreferent und Staffelleiter

Ringen: Der Durchmarsch des SV Triberg in der Regionalliga und des AC Villingen in der Bezirksklasse, dazu der Aufstieg des StTV Singen im vierten Anlauf in die Verbandsliga Südbaden. Sportlich setzten die Vereine des Ringerbezirks Schwarzwald-Bodensee wieder einige Glanzlichter. Diese hob Sportreferent Winfried Schubert (KSV Tennenbronn) beim Bezirkstag im Ringerzentrum des AC Villingen hervor.

Etwas mehr Fairness forderte der Sportreferent gegenüber den Kampfrichtern, da neun gelbe und zwei rote Karten doch etwas viel seien, kritisierte Schubert. Die Teilnehmerzahlen bei den Bezirksmeisterschaften in Triberg und Wollmatingen seien gegenüber den Vorjahren nochmals um zirka 80 Athleten zurückgegangen. Man müsse sich im Jugendbereich künftig auf weiter zurückgehende Teilnehmerzahlen einstellen, befürchtete der Sportwart.

Ein überaus positives Fazit zog dagegen der Vorsitzende Bernd Imhof (SV Triberg) nach eineinhalbjähriger Amtszeit. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen, dem Verband und insbesondere mit den Vorstandskollegen sei sehr gut. Wie Kampfrichterobmann Claudio Bibbo (KSK Furtwangen) verriet, sei es aufgrund von Personalmangel erneut nicht gelungen, alle 418 Mannschaftskämpfe mit einem Unparteiischen zu besetzen. In der A-Klasse und bei den Schülerkämpfen hätten deshalb Trainer oder Betreuer einspringen müssen.

Überaus erfolgreich war der Bezirksnachwuchs. Bei den Südbadischen Meisterschaften wurden insgesamt 47 Medaillen errungen. Hinsichtlich der zurückgehenden Teilnehmerzahlen im Jugendbereich forderte Jugendreferent Harald Kienzler (KSK Furtwangen) die Erstellung eines gemeinsamen Konzepts, um diese Tendenz aufzuhalten. „Wenn uns dies nicht gelingt, muss ernsthaft überlegt werden, ob die Bezirksmeisterschaften in diesem Rahmen noch sinnvoll sind“, gab Kienzler zu bedenken.

Nach über 20 Jahren endete beim Bezirkstag die Ära des Sportreferenten und Staffeleiters Winfried Schubert. Der Tennenbronner, der seit vier Jahren Vizepräsident Sport im SBRV ist und seinen Abschied bereits vor einem Jahr angedeutet hatte, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Zum Nachfolger wurde Achim Schemel (AV Hornberg) gewählt, der einstimmig das Vertrauen der Delegierten erhielt. Für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren wurden Vorsitzender und Kassierer Bernd Imhof (SV Triberg), Stellvertreter Karlheinz Tonn (KSV Allensbach), Jugendleiter Harald Kienzler (KSK Furtwangen), Kampfrichterreferent Claudio Bibbo (KSK Furtwangen) und Rechtsausschussvorsitzender Arno Endress (KSV Taisersdorf) in ihren Funktionen bestätigt. Nach knapp zweijähriger kommissarischer Vertretung übernimmt Lothar Herzog (KSV Tennenbronn) den Posten des Pressereferenten jetzt offiziell. Der Vorsitzende Bernd Imhof bedauerte das Ausscheiden des Bezirkssportreferenten. Er könne aber die Entscheidung von Schubert verstehen, da er als Vizepräsident Sport im Verband sehr stark gefordert sei.

Bei der Vergabe der Bezirksmeisterschaften erhielt der StTV Singen den Zuschlag für die Freistiltitelkämpfe am 14. Januar 2012. Ausrichter im griechisch-römischen Stil ist der KSV Vöhrenbach am 21. Januar 2012. (lh)

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