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Regionalsport SeeWest Konstanzer Snowboarder stark in Veysonnaz

25.01.2012
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Luca und Paul Berg überzeugen bei Snowboardcross und stoßen beim Fis-Weltcup in Frankreich bis in die Finalläufe vor.

Beim Fis-Weltcup der Snowboardcrosser im schweizerischen Veysonnaz standen mit Luca (18) und Paul Berg (20) zwei Konstanzer im Startaufgebot des Snowboard Verbandes Deutschland. Luca Berg, die amtierende Deutsche Meisterin im Snowboardcross, fuhr in der Qualifikation bei ihrem dritten Weltcup-Start auf Rang 22 und qualifizierte sich so zum ersten Mal im Weltcup für die Final-Läufe der besten 24 Damen. Ihr Bruder Paul Berg legte ein fulminantes Weltcup-Debüt hin und fuhr mit Rang 34 in der Qualifikation unter die besten 48 Herren und somit auch in die Final-Läufe.

In Veysonnaz wurden die finalen K.o.-Läufe als 6er-Heats austragen. Das bedeutet, dass immer sechs Athleten gleichzeitig auf die Hindernis-Strecke gehen. Die ersten drei Fahrer im Ziel steigen eine Runde auf, die übrigen scheiden aus. Normalerweise sind 4er-Heats üblich, in denen die ersten beiden Athleten eine Runde aufsteigen.

Luca Berg hatte es in ihrem Viertelfinale mit keiner geringeren als der dreimaligen Weltmeisterin Lindsey Jacobellis aus den USA zu tun. Bis zum Ende der Startgeraden lag Berg mit ihren Konkurrentinnen noch gleich auf, ehe sich das Feld in die Länge zog. Berg kam als Vierte ins Ziel, was das Aus bedeutete. Dennoch überwog bei Luca Berg die Freude, da am Ende ein guter 16. Platz zu Buche stand, welcher ihr 150 Weltcup-Punkte einbrachte. Damit steht die Konstanzerin, die im Ski-Internat in Oberstdorf lebt, auf Rang 22 der Weltcup-Gesamtwertung.

„Ich bin zufrieden mit meinem Abschneiden beim Weltcup. Die Qualifikation für die Finals war mein Ziel und das habe ich erreicht. Der Kurs war vom Niveau her sehr anspruchsvoll, und die Leistungen der Top-Fahrerinnen sind schon beeindruckend. Daher habe ich viele wichtige Erfahrungen sammeln können, welche ich im Europacup hoffentlich gewinnbringend umsetzen kann“, so Luca Berg.

Ihr Bruder Paul Berg, Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Sonthofen, bekam es in seinem Achtelfinale unter anderem mit dem französischen Bronzemedaillen-Gewinner von Vancouver 2010, Tony Ramoin, zu tun. „Ich bin mein Achtelfinal-Heat leider etwas zu verhalten angegangen, erst unten raus habe ich es richtig laufen lassen. Der extrem schnelle und anspruchsvolle Kurs und dazu noch das erste Mal zu sechst im Heat, das war schon gewöhnungsbedürftig. Am Ende hat es nur für Rang vier im Heat gereicht, knappe fünf Meter hinter dem Dritten. Da wäre eigentlich mehr drin gewesen. Aber beim ersten Weltcup in die Top 30 zu fahren, stimmt mich schon sehr zufrieden“, resümierte Paul Berg am Tag nach seiner Weltcup-Premiere die Geschehnisse. Das Aus im Achtelfinale bedeutete für Berg am Ende Platz 29.

Für Luca und Paul Berg steht in den kommenden Wochen wieder die Europacup-Routine an. Das Highlight in der Europacup-Saison sind für die beiden zwei Snowboardcross-Wettkämpfe Ende Februar in Sotschi/Russland, wo 2014 die nächsten Olympischen Winterspiele stattfinden werden.

Luca und Paul Berg begannen ihre Snowboard-Karriere in der Snowboard-Rennmannschaft des Skiclub Konstanz. SCK-Vereinstrainer Stefan Deters trainiert seit drei Jahren erfolgreich mit der nächsten Konstanzer Snowboardcross-Generation.

Mit Tim (9) und Nick (11) Haberbosch sowie Julian Odenwald (11) stehen bereits drei Konstanzer Athleten im Schülerkader Baden-Württemberg. Medea Coppola (13) sowie Tim Widmann (12) ergänzen das SCK-Snowboardteam. Für den Nachwuchs geht es dieses Wochenende mit dem ersten Rennen im Allgäu los.

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