HandballRegionalligaHeilbronn/H.HSG Konstanz37:31 (21:15)Die Serie ist gerissen. Nach fünf Siegen in Folge unterlag die HSG Konstanz am Samstagabend beim TSB Heilbronn/Horkheim mit 31:37.
Konstanz ging durch Marc Hafner zu Beginn der Partie mit 1:0 in Führung. Die Gastgeber glichen aber aus und erspielten sich ihrerseits einen Vorsprung. Erst beim Stand von 6:3 legten die Konstanzer einen Zwischensprint ein und holten sich durch eine Serie von vier Toren die Führung zum 7:6 zurück. Das war dann aber auch die letzte Führung der Gäste. „Wir waren in der Defensive zu wenig aggressiv, und das auch schon in dieser frühen Phase. Horkheim hat sich dadurch in einen Rausch gespielt“, so HSG-Trainer Daniel Eblen. „Im Angriff waren wir etwas ideenlos und haben schnell die Bälle verloren, dadurch kam Horkheim auch zu schnellen Gegenstoßtoren“, sagte Eblen. Zwischen dieser letzten Führung und der 18. Minute erzielte Heilbronn/Horkheim sieben Tore, Konstanz traf nur einmal durch Oliver Schoof von der Siebenmeterlinie. Aus dieser 13:8-Führung machten die Einheimischen bis zur Pause ein 21:15.
Eblen machte in der Pause seinen Spielern bewusst, dass nur noch über eine gute Defensivleistung das Spiel zu drehen wäre. Daher versuchten die Konstanzer alles und auch jegliche Abwehrvarianten. Die 6:0-Abwehrreihe, die 5:1-Formation mit dem vorgezogenen Abwehrspieler, wirkten aber nicht. „Wir hielten dem Druck der Horkheimer einfach nicht stand“, so Eblen. Auch zwei Varianten mit einer 5+1-Manndeckung oder mit zwei Spielern (4+2) hatten nicht den gewünschten Effekt. „Als wir so viele Gegentore bekamen, wirkte sich das auch negativ auf das Selbstvertrauen aus. Wir haben zwar gekämpft, es aber nicht hingekriegt“, meinte Eblen.
Eben durch den Kampf schafften es die Konstanzer noch, die Gastgeber gegen Ende der Begegnung zu überraschen. Zehn Minuten waren noch zu spielen. Zehn Tore lagen die Einheimischen in Front (35:25). Eigentlich war die Partie gelaufen. Oliver Schoof, der durch die sehr tiefe Defensive Horkheims auf der Außenposition nicht agieren konnte, spielte nun auf der Mitte und „tat dies sehr gut“, wie Eblen bestätigte. Sechs Tore in Folge binnen sechs Minuten und die Partie schien noch einmal spannend zu werden. „Wir haben dann ein, zwei Pfiffe der Unparteiischen gegen uns erhalten und einen Siebenmeter gegen uns bekommen, damit war das Spiel gelaufen“, sagte Eblen. Heilbronn/Horkheim siegte mit 37:31.
Für Daniel Eblen jedoch kein Beinbruch. „In Horkheim kann man verlieren. Wir werden das Spiel abhaken, analysieren und weitermachen“, so das Fazit von Eblen. (jaw)
HSG Konstanz: Apostu, Zölle (Tor); Groß (10/1), Kantimm (1), Schatz, Böhm (3), Eblen, Hafner (7), Mücke, Schoch (1), Faißt (6/1), Schoof (3/1), Melchert, Babik, Geßler.
Die nächsten Spiele
Mittwoch, 20 Uhr: Neuhausen/Filder – Haslach/H./K., 20.30 Uhr: Kronau-Ö. II – Heilbronn/H.
Samstag, 20 Uhr: Leutershausen - Köndringen/T. (19.30), Pirna - Kronau/Ö. II (19.30), Balingen-W. II – Deizisau, Konstanz - Bad Neustadt, Haslach/H./K. - Heilbronn/H., Rimpar – Söflingen. Sonntag, 17 Uhr: Neuhausen/F. – Friedberg, Oftersheim/S. – Leipzig.
