Handball-Regionalliga: HSG Konstanz – DJK Rimpar (Samstag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Anfangs lief es noch nicht so rund. Der Ball wurde mal verstolpert, Würfe verfehlten ihr Ziel. Nun aber sind die Gegner ab und an nur Trainings-Pylonen. Im Tempogegenstoß ist Marc Hafner kaum mehr vom Ball zu trennen, er macht die wichtigen Tore. Die Leistungskurve des Neuzugangs von der HR Ortenau stieg nach einem Anfangstief und scheint immer weiter zu klettern. „Ja, das stimmt schon. Ich fühle mich immer wohler hier. Es ist immer schwer, in eine neue Mannschaft hinein zu kommen, und nach den mehrfachen Umzügen war das schon eine Belastung“, sagt Hafner, der insgesamt nur ein halbes Jahr für die HR Ortenau spielte, denn Mitte der vergangenen Saison war er erst von Lemgo in den Schwarzwald gewechselt.
Aber nicht nur der Verein war neu. Hafner begann im Oktober ein Studium in Verfahrenstechnik an der Fachhochschule Konstanz. „Auch war es für mich nicht ganz einfach, den Handball mit dem Studium zu kombinieren. Aber nun sind die ersten Prüfungen gelaufen, da bin ich schon sehr froh“, beschreibt Hafner sein erstes Semester. Faktoren, die seine Leistung beeinflussten, aber er hat sich durchgekämpft, wie er das auch bei der HSG getan hat. Nun wünscht er sich, dass seine „Formkurve weiterhin steigt“.
Der 24-jährige Außenspieler, der diese Woche Geburtstag feierte, fühlt sich im Team „für das Gefüge zuständig. Jeder kann zu mir kommen, wenn etwas ist und ich möchte, dass wir als Mannschaft noch mehr zusammenrücken“. Aber nicht nur auf persönlicher Ebene will er der Mannschaft weiterhelfen: „Im Handballerischen sehe ich meine Stärken vor allem in den Gegenstößen und im schnellen Spiel. Aber mir liegt auch sehr daran, die anderen so einzusetzen, dass diese ihre Stärken ausspielen können.“
Marc Hafner sieht großes Potenzial im Team der HSG Konstanz. „Wenn wir im Mittelblock und in der Abwehr allgemein sehr gut stehen, dann können wir jeden schlagen. Wir müssen uns da aber noch weiter zusammenraufen, damit die positiven Ansätze weiter verfestigt werden können“, sagt Hafner, der aber auch die Angriffsstärken hervorhebt: „Wir haben von links nach rechts sehr gute Schützen. Vier Spieler unter den besten 50 Werfern der Liga zu haben, spricht für sich.“
Aber nicht nur die Konstanzer befinden sich auf dem aufsteigenden Ast. Auch der kommende Gegner, die DJK Rimpar, der über lange Zeit die rote Laterne der Tabelle inne hatte, hat sich erholt. Vier Siege aus fünf Partien sind eine ordentliche Bilanz.
Auch Hafner glaubt, dass die Partie nicht so einfach wird wie das Hinspiel, als die Konstanzer mit 30:23 gewannen. „Das wird ein harter Fight. Die spielen sehr körperbetont, vor allem, wenn sie in der Defensive sind“, so Hafner. Er selbst will weiter an seiner Form arbeiten, um der HSG auch in der kommenden Partie zu helfen. Die Zielvorgabe für das Team und ihn selbst scheint klar: Mit einem Sieg weiter weg von den Abstiegsrängen zu kommen und persönlich „zur frühen Form in Lemgo zurückzufinden oder diese zu verbessern“.
