Da kurz vor der Veranstaltung der allgemeine European Boxing Federation-Europatitel (EBF) der Erwachsenen frei wurde, entschied sich der Veranstalter, diesen Fight dementsprechend aufzuwerten.
Das Medienaufgebot bei dieser Fight-Night, die als Benefizveranstaltung der Krebshilfe organisiert wurde, war gewaltig: Sieben Fernsehsender, darunter auch ORF 2, waren vertreten. Über 2000 Zuschauer, darunter zahlreiche Prominente, wollten sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Der Kampf von Moradian war als Hauptkampf auf zwölf Runden angesetzt. Die ersten vier Runden konnte sich Moradian mit einem variantenreichen Kampfstil auf hohem Niveau hervorragend in Szene setzen und landete die klareren und härteren Treffer. Ab der fünften Runde machte sich jedoch die bessere Kondition von Chusseinov bemerkbar. Trotzdem konnte Chusseinov dem Singener Boxer bis zur elften Runde nie richtig gefährlich werden.
In der elften Runde geschah es dann: Durch eine kleine Unachtsamkeit von Mohesen kam Chusseinov mit einem Wirkungstreffer durch und der Ringrichter brach den Kampf ab. „Ein Zwölf-Runden-Profi-Kampf verlangt eine hochintensive Vorbereitung. Mohesen hatte zuwenig Zeit zum Trainieren, denn er muss jeden morgen um vier Uhr aufstehen und den ganzen Tag arbeiten. Die paar Stunden am Abend, die dann noch fürs Training übrig bleiben, sind zu wenig“, kommentierte Mohesens Trainer Ralf Hasenohr, der schon Gespräche geführt hat, um am 30. Dezember einen Rückkampf gegen Chusseinov bei einer großen Profiboxveranstaltung in Ungarn zu machen.
Mohesens Vereinskollege Valdet Gashi kämpfte gegen Krisztian Zambo aus Ungarn und siegte in der dritten Runde durch Aufgabe des Gegners.
