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Minigolf: Der gute Geist von Hilzingen

23.09.2008
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Zwei Wochen vor dem Europacup konnten die Hilzinger Minigolffreunde die komplette deutsche Elite beim Gastspieltag der ersten Bundesliga auf ihrer Anlage begrüßen. Die Spitzenspieler wurden Ihrem Ruf gerecht und zeigten hochklassige Leistungen.

Minigolf: Bereits um 7.50 Uhr wurde der Spieltag von Hilzingens Bürgermeister Franz Moser offiziell eröffnet, der alle Teilnehmer trotz kühler Temperaturen um sieben Grad herzlich in Hilzingen willkommen hieß. Schon im Vorfeld war auch für Außenstehende klar zu erkennen, dass es sich nicht um ein normales Turnier handelte. Nachdem mehrere Spieler das Wochenende zuvor zum Training genutzt hatten, reisten die ersten Teilnehmer bereits am Mittwoch an, um weitere Feinabstimmungen vorzunehmen und letzte Details auszutrainieren. Allein der Materialaufwand schlug alles bis dato in Hilzingen gesehene. So wurden tausende von Bällen auf die Anlage gebracht, um daraus die besten für die 18 Bahnen heraus zu suchen.

Am Sonntag um 8 Uhr war es dann so weit. In der ersten Runde erfolgte der erste Paukenschlag. Der für den amtierenden Deutschen Meister Dormagen-Brechten spielende Holländer Alex Jasper zeigte mit einer gespielten 23 die Richtung an. Der hohe Favorit aus Hardenberg ließ sich nicht lange bitten und zog nach der ersten Runde aller sechs Spieler mit dem Deutschen Meister gleich. Was dann folgte, war eine Minigolf-Demonstration vom Feinsten. Mit einer unglaublichen Mannschaftsrunde von 148 Schlägen (Schnitt 24,67) pulverisierten die Hardenberger alle bislang da gewesenen Bahnrekorde und stellten klar, dass der Titel in diesem Jahr nur über den deutschen Rekordmeister führen würde. Als Höhepunkt spielten deren beide Schlussspieler, die beiden Nationalspieler, Alexander Geist und Harald Erlbruch, je eine 22er Runde und sorgten dafür, dass die Hardenberger uneinholbar davon zogen.

Am Ende sicherten sie sich den Tagessieg vor den Mannschaften aus Darmstadt, Niendorf, Dormagen-Brechten, Mainz und Bochum.

Wie eng das Niveau in der höchsten Spielklasse zusammen liegt, beweist der Umstand, dass Teams von Platz zwei bis fünf lediglich durch vier Schläge getrennt waren. Für das beste Einzelergebnis bei den Herren sorgte Alexander Geist, der mit dem Traumresultat von 98 Schlägen in vier Runden den bisherigen Rekord von 102 Schlägen deutlich unterbot.

Bei den Damenmannschaften gab es einen Start-Ziel Sieg des Deutschen Meisters aus Mainz, der sich gegen die Mannschaften aus Göttingen, Neutraubling, Uerdingen, Olching und Kiel durchsetzte.

Viele Kiebitze unter den Zuschauern rieben sich verwundert die Augen, was im Minigolf alles möglich ist und wie viele Emotionen mit im Spiel sind. Diese gelungene Veranstaltung machte in jedem Fall Lust auf mehr. Die Minigolffreunde Hilzingen feierten damit eine gelungene Generalprobe für den Europacup im Oktober, an dem insgesamt 21 Mannschaften (12 Herren- und neun Damenteams) aus elf Nationen teilnehmen, um die jeweils beste Vereinsmannschaft in Europa zu ermitteln. Schon am Dienstag, 23. September, werden mit der Mannschaft aus Appelscha/Holland die ersten Teilnehmer erwartet. Die deutschen Farben werden durch die amtierenden Deutschen Meister Mainz bei den Damen und Dormagen-Brechten bei den Herren vertreten. Beide Teams zählen neben den Vertretern aus Schweden, Österreich und der Schweiz zum absoluten Favoritenkreis. Das vergangene Wochenende hat aber gezeigt, dass gerade bei den Herren noch viel Potenzial nach oben vorhanden ist.

An den Turniertagen am 2. bis 4. Oktober wird eigens eine Tribüne aufgestellt. Die Minigolffreunde Hilzingen freuen sich auf zahlreiche Besucher und Interessierte, die sich ein Bild darüber machen möchten, wie packend so ein Minigolfwettkampf auf höchstem Niveau sein kann.

Bedingt durch die Ausrichtung des Bundesligaspieltages in Hilzingen musste die Herrenmannschaft der Minigolffreunde beim zweiten Spieltag der Regionalliga in Heilbronn auf einige Leistungsträger verzichten. In der Besetzung Roland Schmid, Jürgen Pfisterer, Philip Lau, Jürgen Summ, Sven Eresch und René Preimesser, der sein erstes Turnier seit über zwei Jahren spielte, galt das Team als krasser Außenseiter. Um so erfreulicher, dass es gelang, mit Platz fünf hinter den Mannschaften aus Ilvesheim, Heilbronn, Remseck und Waldshut, aber noch vor dem eigentlich viel höher eingeschätzten Team aus Singen noch zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Mit nunmehr zwölf Punkten in der Gesamtwertung rangieren die Hilzinger nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter aus Ilvesheim und werden im Frühjahr bei den nächsten Spieltagen alles daran setzen, das erklärte Ziel Klassenerhalt zu erreichen.

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