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Regionalsport SeeWest Da war mehr drin

01.02.2010
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Die Weichen standen auf Sieg, doch am Ende musste die HSG Konstanz den Gästen aus Bad Neustadt beim 32:32-Remis einen Punkt überlassen. HSG-Trainer Daniel machte vor allem die „zu statische“ Offensiv-Leistung für den verpassten Sieg verantwortlich.

HandballRegionalligaHSG KonstanzBad Neustadt32:32 (17:17)Das Spiel ist zu Ende – 32:32-Unentschieden. Hängende Köpfe bei den verärgerten Gastgebern, die Spieler aus Bad Neustadt grinsen. Auslöser dieser emotionalen Gesten waren vor allem die letzten Minuten einer Partie, die die Konstanzer schon früh für sich hätten entscheiden müssen. Der Ärger in den Konstanzer Gesichtern entstand nicht nur durch den verlorenen Punkt, sondern am Ende auch durch umstrittene Entscheidungen der Unparteiischen, mit denen die Konstanzer und das Publikum sich gar nicht anfreunden konnten, während die Gäste Nutznießer waren. „Ärgerlich“, aber wie HSG-Trainer Daniel Eblen nach dem Spiel meinte, nicht der Grund für das Remis.

Konstanz begann effektiv und sicher. Die Defensive stand ordentlich, die 6:0-Reihe verteidigte gut. Konstanz machte einfache Tore. Ob Marc Hafner im Tempogegenstoß oder Matthias Faißt aus dem Rückraum, die Bälle zappelten im Netz und Konstanz führte nach zehn Minuten mit 7:2.

Doch dann begann eine Phase, die das Spiel auf den Kopf stellte. Bad Neustadt hatte bis dahin kein Mittel gefunden, die HSG-Abwehr zu überwinden. Die Gäste deckten Oliver Schoof kurz und gingen nun früher auf die Konstanzer Rückraumspieler hinaus. Im Angriff der HSG erreichte der Ball nicht mehr sein Ziel, Pässe landeten nicht beim Mitspieler, Bälle wurden zu schnell vergeben. Bad Neustadt nutzte diese Fehler und erzielte schnelle Tore zum Ende der ersten Hälfte. Aus einem 16:12-Vorsprung der HSG wurde ein 17:17 zur Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit marschierten beide Mannschaften gleichauf. Mal führte Bad Neustadt, dann wieder Konstanz. Die Gäste versuchten in der Defensive mehrere Varianten, um das Konstanzer Spiel zu stören. Matthias Faißt, der nun auf Halb Links agierte, und für die Konstanzer ein ums andere Mal traf, wurde nun ebenfalls in Manndeckung genommen. Diese 4+2-Deckung verhinderte, dass die Konstanzer ihr Spiel in Ruhe aufbauen konnten. Die Gastgeber taten ihrerseits aber auch zu wenig, um die Gäste-Abwehr in Bewegung zu bringen und sich Lücken zu erspielen. In der 58. Minute führten die Einheimischen noch mit zwei Toren (32:30), doch durch zwei Siebenmeter glichen die Gäste in der letzten Minute noch aus. Konstanz versuchte mit dem letzten Angriff noch den Siegestreffer zu erzielen, Yannick Schatz sprang von außen in den Kreis, wurde dabei attackiert, die Unparteiischen entschieden auf Freiwurf und so musste Matthias Faißt mit dem letzten Freiwurf versuchen, das Spiel noch zu entscheiden. Faißt traf nicht – und die Gäste freuten sich über einen Punkt.

HSG-Trainer Daniel Eblen suchte die Fehler und fand sie bei seinem eigenem Team: „Wir haben die Neustädter selber wieder ins Spiel zurück gebracht. Es war nicht eine Schwäche der Abwehr. In der Offensive haben wir die Bälle hergegeben. Bad Neustadt hat unsere Fehler mit Tempogegenstößen in Tore umgemünzt.“ Er fügte noch hinzu: „Sicher waren wir im Angriff etwas zu statisch und haben zu wenig Bewegung reingebracht, zu schnell den Abschluss gesucht und zu undiszipliniert gespielt.“

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