Regionalsport SeeWest „Unser Ziel heißt Olympia 2012“
28.07.2011
Wie läuft es?
Wir haben uns etabliert in der World Tour, was unser Ziel war in der vergangenen Saison. Letztes Jahr mussten wir uns noch bei jedem Turnier durch die Qualifikation quälen. In diesem Jahr war das bislang – und erfolgreich – nur einmal nötig, ansonsten waren wir immer gleich für das Hauptfeld gesetzt.
Wie ist das in diesem Jahr, als Deutscher Meister in die Grand Slams zu gehen?
Wenn wir spielen, sind immer fünf bis sieben Kameras am Spielfeldrand. Wir werden genau beobachtet und von vorn bis hinten analysiert. Da merkt man schon, dass die anderen einen richtig ernst nehmen und auch Respekt entwickelt haben. Aber wir sind mental ein starkes Team und können mit diesem neu entstandenen Druck, eben keine„no names“ mehr zu sein, ganz gut umgehen.
Welches Ziel hat sich das Beach-Duo Sude/Köhler für diese Saison gesetzt?
Wir wollen in der Weltrangliste am Ende unter den Top 16 sein. Das ist Voraussetzung, um sich für die Olympischen Spiele 2012 in London zu qualifizieren. Und wir wollen zu den beiden besten deutschen Frauen-Teams gehören, denn nur zwei fahren nach London. Unser Ziel heißt also Olympia.
Die Leistungsdichte im deutschen Beachvolleyball ist allerdings hoch. Nur bei den Frauen spielen allein sechs Teams in der World Tour mit…
Die derzeit nominierten Nationalteams sind Goller/Ludwig und Holtwick/Semmler. Beide Teams sind schon lange dabei und konnten sich bislang sicher sein, dass sie für Olympia 2012 gesetzt sind. Ohne uns wäre die Sache auch klar, aber wir geben uns größte Mühe, das Feld noch einmal aufzumischen.
Wer entscheidet denn darüber, wer nach London fahren darf?
Eigentlich geht es nach der Weltrangliste. Dabei fließen die besten zehn Ergebnisse der Saison 2011 und der Saison 2012 bis Juni noch mit in die Wertung ein. Da ist also noch nichts entschieden. Wir sind auf alle Fälle ein Kandidat für London.
Das haben Sie bei der WM vor kurzem in Rom mit dem sensationellen fünften Platz klar unterstrichen – und das als bestes deutsches Damen-Team...
Das war unsere erste WM zusammen. Für uns war es eine zusätzliche Motivation, dass unsere Familien da waren. Bei solch einer WM herrscht schon eine besondere Atmosphäre. Vielleicht hat die uns positiv beeinflusst, dass wir da unsere Leistung abrufen konnten.
Von China zur WM nach Italien und direkt weiter zu den Grad Slams in Norwegen, Schweiz, Moskau und nun Kanada binnen sechs Wochen; Wie verkraften Sie diesen Tourstress?
Wir gucken schon darauf, dass wir genügend Pausen haben zum Regenerieren. Man muss schauen, dass man den Kopf frei hat. Jetzt haben wir noch sechs Turniere, also sechs Wochen Vollgas. Auch das ist Motivation.
Fragen: Katy Cuko
