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Regionalsport SeeWest „Markus ist eine große Überraschung“

18.01.2010
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Fünf Siege in Folge – eine ordentliche Serie, die die Handballer der HSG Konstanz in den letzten Wochen hingelegt haben. Das Geheimnis des Erfolgs ist, wie auch am Freitag beim 31:26-Heimsieg gegen die SG Köndringen/Teningen, die kompakte Defensivarbeit. Wichtiger Aktivposten im Mittelblock ist seit dieser Saison Markus Schoch, der zu Rundenbeginn vom Südbadenligisten TV Ehingen nach Konstanz kam.

Es war nicht einfach für Schoch & Co. gegen diesen Gegner zu spielen. Die Gäste spielten aggressiv und provozierten. Doch Konstanz hielt sie in der Abwehr in Schach. Vor allem auch, weil der Mittelblock mit Markus Schoch sehr gute Arbeit leistete. Konzentriert hatte Schoch seinen Gegenspieler immer im Blick. In der zweiten Welle war er gefährlich und traf zweimal für sein Team. „Ich fühle mich hier voll akzeptiert und versuche umzusetzen, was von mir erwartet wird, was der Trainer und die Spieler um mich herum zu mir sagen“, so Schoch über die Gründe für seine guten Leistungen.

Als neuer Mann im Zentrum der Defensive ist Schoch, der in neun Tagen seinen 29. Geburtstag feiert, quasi der neue Abwehrchef. Er selbst sieht das ein wenig anders: „Das würde ich so nicht sagen. Matthias Faißt bringt mehr Erfahrung in der Liga mit“, sagt Schoch, der von seinem Trainer Daniel Eblen aber ein gutes Zeugnis ausgestellt bekommt: „Markus hat starke Qualitäten in der Defensive. Wir mussten zwar noch ein bisschen was ändern, weil im Vergleich zur Südbadenliga der Verteidiger weiter heraus auf die Werfer kommen muss. Aber er macht einen sehr guten Job. Er ist eine große Überraschung, wenn nicht sogar die positivste Überraschung“, so Eblen. Überraschung auch deshalb, da der Sprung von der Südbaden- in die Regionalliga ein großer ist. Das hat auch Schoch zu spüren bekommen: „Es war eine große Umstellung. Nicht nur der Mehraufwand, die Spieler springen auch alle höher und sind schneller.“

Die Stärken seines Kreisläufers sieht Daniel Eblen vor allem in seiner Einstellung. „Markus denkt immer positiv. Immer feuert er seine Mitspieler an. Es fällt auf, wie viel er jetzt schon zum Spiel beiträgt. Er spielt einen guten Part in der Defensive und hat daher auch viele Spielanteile“, so Eblen. Auch Schoch sieht seine Stärken in diesem Bereich. „Ich verfalle nicht so schnell in Hektik und bin nicht so laut. Aber ich halte mich auch noch etwas zurück. Ich kann auch anders, das wird schon noch kommen“, so Schoch, der sich auf den Lorbeeren nicht ausruhen will. „Ich will mich auf jeden Fall noch steigern. Ich habe noch nicht alles gezeigt, was ich kann, es geht sicher noch besser. Mein Ziel ist es auch, im Angriff mehr Spielanteile zu bekommen. Mit Thorsten Kantimm habe ich da aber einen Top-Mann vor mir. Aber ich werde versuchen, von ihm zu lernen und mir vieles abzuschauen. Ich will mich weiterentwickeln“, sagt Schoch.

Sollte ihm das gelingen, wird Daniel Eblen noch viel Spaß an Schoch haben. „Markus ist ein ganz stabiler Typ, sowas ist wirklich enorm wichtig für eine Mannschaft. Markus ist eine Bank“, so Eblens Einschätzung.

Jan Weiss

Regionalsport Bodensee West
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