Die Wild Wings gewannen das Zweitliga-Derby bei den Ravensburg Towerstars mit 3:0 (0:0, 0:0, 3:0) Toren. Damit untermauerten die Schwenninger ihren Nimbus als beste Auswärtsmannschaft der Liga.
Schwenningens Torhüter Lukas Lang zeigte beim Derby in Ravensburg eine klasse Leistung und feierte einen »shut-out«.
Bild: Klein
Vor ausverkauftem Haus lieferten sich beide Mannschaften ein intensives und emotionales Duell, das geprägt war von zahlreichen Nickligkeiten. Die vielen Unterbrechungen sorgten dafür, dass die erste Pausensirene erst nach 40 Minuten ertönte.
Bereits nach 99 Sekunden verhängte Schiedsrichter Christian Oswald eine Bankstrafe gegen Towerstars-Stürmer Brian Maloney. Erster Höhepunkt des Spiels war kein Tor, sondern eine Matchstrafe gegen Adam Hall. Der NHL-Profi (Tampa Bay Lightning) in Diensten der Ravensburger musste in Minute zehn nach einem Kopfstoß vorzeitig unter die Dusche.
Nach einer Viertelstunde spielten sich turbulente Szenen vor dem Tor der Towerstars ab. Zunächst traf Schwenningens Topscorer Dan Hacker bei eigener Überzahl mit einem Schlenzer nur den Pfosten. Kurz darauf beförderte SERC-Stürmer Stefan Meyer den Puck über die Torlinie, doch der Referee annullierte den Treffer.
Hielt sich die Verteilung der Strafen im ersten Abschnitt in etwa die Waage, so waren mit Mittelabschnitt die Gäste einzig und allein die „bösen Buben“. Zunächst brummte André Mangold auf der Sünderbank, dann musste Adam Borzecki in der 29. Minute nach einem Stockstich mit 5 Minuten plus Spieldauer ebenfalls vorzeitig in die Kabine. Auch die letzte Strafe in diesem Drittel ging auf das Konto der Wild Wings. Diesmal saß Marcus Götz.
Die Schwenninger meisterten die vielen Unterzahl-Situationen zwar glänzend, verbrauchten aber enorm viel Kraft. Nur gut, dass sich SERC-Schlussmann Lukas Lang in Glanzform präsentierte. Auch die Riesenchance von Marco Miller (36.) macht der Schwenninger Keeper zunichte. Lang hielt die Wild Wings in dieser kritischen Phase im Spiel.
Und dann fiel er doch noch, der erste Treffer des Abends, erzielt von der dritten Schwenninger Reihe. Matthias Forster drückte die Scheibe nach Pass von Maximilian Hofbauer zum 0:1 (42.) über die Linie. Was für ein klasse Auftakt des letzten Abschnitts!
Damit war der Bann gebrochen. Als der Ravensburger Stephan Vogt eine Bankstrafe verbüßte, nutzte Stefan Meyer das Powerplay zum 0:2 (49.). Der Kanadier lauerte am Pfosten und wurde prompt von Marcus Götz bedient.
War das bereits die Vorentscheidung? Ja! Die Wild Wings setzten sogar noch einen drauf. Wieder schlug der zweite Sturm zu. Meyer schloss vier Minuten vor Schluss einen schnellen Konter über Pierre-Luc Sleigher zum 0:3 ab und überwand Towerstars-Keeper Christian Rohde zum zweiten Mal an diesem Abend. Die SERC-Fans im proppenvollen Gästeblock hatten allen Grund zum Feiern.
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