Volleyball, 2. Bundesliga, Damen: FTSV Straubing – TV Villingen (Sonntag, 14.30 Uhr) – (daz) Wie vor einer Woche gegen Chemnitz steht für die Villinger Volleyballerinnen das nächste richtungweisende Spiel an. Aufsteiger Straubing hat bisher zwei Partien gewonnen, die Villingerinnen eine. Es wird ein weiteres Kellerduell in der Liga, wobei sich die personelle Situation des TV Villingen etwas verbessert hat.
Die Straubinger waren nach der jüngsten Niederlage in Offenburg etwas angefressen. In Villingen war es bei Trainer Michail Lukaschek nach dem 1:3 gegen Chemnitz nicht anders. Beide Teams haben etwas gutzumachen und wollen mit einem Sieg die Weichen in eine bessere sportliche Zukunft stellen. Die Gastgeber erwarten ein Lukaschek-Team, das aus Sicht der Straubinger mit „Wut im Bauch“ auftreten wird. Für Lukaschek ist es indes überraschend, dass Straubing mit im Tabellenkeller steht. „Diese Mannschaft hat viel Potenzial, hatte aber auch schon weitaus stärkere Gegner. Straubing wird noch kommen, denn sie spielen noch gegen alle Mannschaften, die in der Tabelle hinter ihnen stehen.“ Die wichtigsten Spielerinnen bei Straubing sind Natasha Niemczyk und Valeria Fedossova, die vor der Saison vom amtierenden Zweitligameister SV Lohhof kamen. Trainiert wird Straubing vom ehemaligen Bundestrainer Matthias Eichinger, der rund ein Jahrzehnt die deutschen Damen anleitete.
Ein interessantes Spiel könnte die Partie für die tschechischen Trainer werden. Während Villingen mit drei Spielerinnen aus dem Nachbarland anreist, hat Straubing gar ein Quartett aus Tschechien im Kader. So ist die Zuspielposition gleich mit zwei Tschechinnen besetzt. Beide Teams trafen in der Vorbereitung bei einem Turnier in Bad Soden aufeinander, wobei Villingen ein, zwei Sätze gut mithielt. Einen Vergleich auf die aktuelle Form habe das damalige Spiel heute nicht.
Bei Villingen ist auf jeden Fall Nadia Jäckle nach ihrem Auswahldebüt wieder dabei. Lisa Schlosser geht nach ihrer Fingerverletzung im Training weiterhin der Blockarbeit aus dem Weg. Lukaschek will es kurzfristig entscheiden, ob die unter Wettkampfbedingungen ihr Comeback startet. Offen ist auch, ob Sophie Hempel oder Maria Kühne auf der Liberoposition zum Einsatz kommt. Auch hier will Lukaschek kurzfristig entscheiden. Klar ist allerdings schon jetzt, dass Villingen keine Wechseloption im Angriff haben wird. So werden die meisten Angriffe wohl wieder über Kapitän Lucie Drexlerova laufen müssen, was gegen Chemnitz eineinhalb Sätze funktionierte, bevor sich die Gäste darauf eingestellt hatten.
Überhaupt nicht gelegen kommt Lukaschek der Spielbeginn. Einmal mehr müsse sein Team gegen 8 Uhr in Villingen abfahren und habe danach wenig Zeit, sich zu akklimatisieren. Zumal den Villinger Spielerinnen dann auch die rund 450 Kilometer Busfahrt in den Knochen stecken.
