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Regionalsport Schwarzwald Rückkehr nach 28 Jahren: SV Triberg startet in die Bundesliga-Saison

30.08.2012
Ringen, 1. Bundesliga: Die ältere Generation der Triberger Ringerfans schwärmt noch heute von dieser Zeit. Anfang der 80er-Jahre begeisterte der SV Triberg eine ganze Region mit glanzvollen Bundesliga-Auftritten.

Sie wollen die Herkules-Aufgabe „Klassenerhalt“ meistern. Stehend von links: Mike Pfaff (Vorsitzender), Frank Becker (2. Vorsitzender), Kai Rotter, Viorel Ghita, Michael Kaufmehl, Andreas Fix, Jan Rotter, Coskun Öztürk, Kenan Gör und Trainer Bernd Reichenbach. Vorne von links: Patrick Becker, Marius Weiss, Aurelian Leciu, Marin Filip, Mihail Sava und Robert Miuti.  Bild: Kaltenbach

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28 Jahre später kehrt der Verein nun wieder in die höchste deutsche Liga zurück. Nach dem Kunststück, dreimal in Folge aufzusteigen, startet das Team von Trainer Bernd Reichenbach am Samstag in die Bundesliga-Saison 2012.

Beim SV Triberg ist jedem klar: Der Verein steht nicht vor einer großen, sondern vor einer riesigen Herausforderung. Eine wahre Herkules-Aufgabe. In der höchsten deutschen Liga wimmelt es von Weltklasse-Ringern. Über 30 Olympia-Teilnehmer gehen in der 1. Bundesliga Süd auf die Matte. Die Triberger werden es in den nächsten Wochen mit Welt- und Europameistern zu tun bekommen. Kaum verwunderlich, dass der Aufsteiger aus dem Schwarzwald zugleich als erster Abstiegskandidat gehandelt wird.

Auch was die finanziellen Mittel betrifft, ist der SV Triberg in der Elite-Liga ein Kellerkind. Der Etat gegenüber der Zweitliga-Saison 2011 wurde zwar um 30 Prozent aufgestockt. Triberg bewegt sich damit nach den Worten des Vorsitzenden Mike Pfaff „im unteren sechsstelligen Bereich“. Einige der Konkurrenten haben jedoch das Drei- bis Vierfache zur Verfügung. Pfaff: „Vergleicht man es mit Fußball, könnte man sagen, dass wir der SC Freiburg sind und einige andere Vereine Bayern München“. Dennoch glaubt der Vereinsboss, dass seine Mannschaft, die mit acht neuen Ringern verstärkt wurde, das Zeug hat, um den Klassenerhalt zu schaffen. „Vielleicht unterschätzt uns der eine oder andere Gegner“, hofft Pfaff, der den sechsten Rang und damit die Qualifikation zur Zwischenrunde als Traum bezeichnet.

Bernd Reichenbach wird in dieser Saison wohl vor allem als Motivator gefragt sein. Reichenbach schaffte nach 2001 und 2006 mit dem TuS Adelhausen zum dritten Mal den Aufstieg in die erste Bundesliga. Er weiß, was auf seine Mannen zukommt. Die Triberger werden hin und wieder nach dem Motto „Du hast keine Chance, aber nutze sie“ auf die Matte. Vielleicht können die Ringer sogar dafür sorgen, dass bald auch die jüngere Generation der heimischen Fans bei den Bundesliga-Auftritten ins Schwärmen gerät.

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