Fußball: (daz) Hilflos müssen die Verantwortlichen des FV Donaueschingen nach dem Rückzug aus der Verbandsliga mit ansehen, wie die Mannschaft immer mehr zerfällt. „Das ist alles sehr bitter. Wir haben immer von unserer Kameradschaft gelebt und Freundschaften aufgebaut. Jetzt geht alles in die Brüche“, sagt der langjährige FVD-Kapitän Björn Werhan. Er selbst hat sich noch nicht entschieden, für welche Mannschaft er in der neuen Saison spielen will. „Es gab einige Anfragen und Gespräche. Die Landesliga wäre sicherlich attraktiv. Klappt es in der Spielklasse nicht, gehe ich wahrscheinlich zu meinem Heimatverein Riedöschingen zurück“, sagt Werhan, der sich in Riedöschingen gegenwärtig auch fit hält.
Elias Frei widmet sich ganz der beruflichen Ausbildung und legt eine Pause ein. Schlussmann Sebastian Müller wartet noch ab. Florian Heitzmann wird die ganze Aufmerksamkeit seinem Studium schenken. Nico Benz und Tobias Falkowski weilen noch in Amerika und werden nach ihrer Rückkehr einen neuen Verein suchen. Während es bei Benz noch keine Tendenz gibt, liebäugelt Falkowski offensichtlich mit einem Wechsel zur DJK Donaueschingen. Spieler und Verein stehen in Kontakt.
Ganz andere Sorgen hat indes die Führungscrew des FVD. „Wir haben keinen Einfluss darauf, wohin die Spieler wechseln. Wir müssen für September die außerordentliche Mitgliederversammlung planen. Vorher macht es wegen der Urlaubszeit keinen Sinn“, sagt FVD-Vizechef Claus Bowe. Schwer werde die kommende Saison ohne Punktspiele und ohne Einnahmen. „Ein Teufelskreis“, so Bowe. Im Spätherbst möchte der Verein einen Trainer präsentieren, der anschließend genügend Zeit bekommt, um eine Mannschaft für die Saison 2013/14 aufzubauen. Dann soll auch ein Zukunftskonzept stehen, mit dem der Verein bei Sponsoren um Unterstützung werben möchte. Bowe: „Wir brauchen schnell wieder positive Nachrichten vom FVD.“

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